14.02.2013 13:25
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ROUNDUP 2: Autokrise trifft Rheinmetall - Viele Rüstungsaufträge lassen hoffen

    (Neu: Aktueller Kurs, Möglicher Börsengang der Autosparte)

 

    DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Autokrise hat Rheinmetall zum Jahresende ausgebremst. Positiv überraschte dagegen das Rüstungsgeschäft. Hier konnten die Düsseldorfer im vergangenen Jahr deutlich mehr Aufträge an Land ziehen. Der Auftragseingang für Waffen sei um 60 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro geklettert, teilte der Konzern am Donnerstag in Düsseldorf mit. Das lässt auf weiter steigende Erlöse in diesem Bereich hoffen. 2012 half ein deutliches Wachstum in dem Segment bereits über die Schwäche beim Verkauf von Teilen für die Autoindustrie hinweg. In dieser Sparte war im vierten Quartal der Umsatz leicht zurückgegangen.

 

    Am Markt wurden der Auftragseingang im Rüstungsbereich und der etwas besser als erwartet ausgefallene Gewinn positiv aufgenommen. Die im MDAX (MDAX) notierte Aktie legte am frühen Nachmittag knapp vier Prozent zu. Sie baute damit die Gewinne der vergangenen Wochen aus und stieg auf den höchsten Stand seit Frühjahr 2012. DZ-Bank-Analyst Markus Thunwald lobte die Entwicklung im Rüstungsgeschäft. Hier dürfte vor allem ein besserer Produkt-Mix für das gute Ergebnis gesorgt haben, schrieb er in einer Studie. Insgesamt dürften die Eckdaten die Aktie erst einmal weiter beflügeln. Er bekräftigte daher seine Kaufempfehlung.

 

UMBAU DER RÜSTUNGSSPARTE

 

    Im vergangenen Jahr steigerte Rheinmetall den Umsatz um sechs Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Damit verfehlten die Düsseldorfer allerdings ihre erst im Herbst gesenkte Umsatzprognose um rund 100 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank unter anderem wegen des Umbaus der Rüstungssparte um 15 Prozent auf 301 Millionen Euro und damit so stark wie im November angekündigt. Experten hatten allerdings mit einem noch stärkeren Gewinnrückgang gerechnet.

 

    Der Konzern baut derzeit das Rüstungsgeschäft wegen der zuletzt schwachen Gewinnentwicklung um. Rheinmetall-Chef Klaus Eberhardt hatte im November angekündigt, die Kosten deutlich zu senken und die Effizienz zu steigern. Dabei sollen bis 2014 rund 300 Stellen wegfallen und kleinere Werke geschlossen werden. Trotz des Umsatzanstiegs im vergangenen Jahr ging der operative Gewinn der Sparte um 22 Prozent auf 174 Millionen Euro zurück. Darin war sogar noch ein Erlös von 48 Millionen Euro für die Abgabe des Drohnengeschäfts an EADS enthalten. Die angekündigten Sparmaßnahmen hatten das Ergebnis dagegen mit 20 Millionen Euro belastet.

 

NICHTS NEUES ZU MÖGLICHEN BÖRSENGANG DER AUTO-SEGMENT

 

    Für seine Autosparte KSPG (früher Kolbenschmidt Pierburg) hatte Rheinmetall Mitte vergangenen Jahres noch einen Börsengang vorgesehen. Wegen hoher wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten in der Eurozone wurden die Pläne im Herbst aber abgeblasen. Der Börsengang bliebe aber für die Zukunft eine Option. Rheinmetall will die vollständige Bilanz am 20. März vorlegen. Dann rechnen die Analysten auch mit einem konkreten Ausblick auf das Geschäft im laufenden Jahr./zb/fbr

 

 

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