26.02.2013 14:48
Bewerten
(0)

ROUNDUP 2: BASF sieht sich trotz Gewinnrückgangs auf Rekordkurs

DRUCKEN
    (Neu: Aussagen aus der Pressekonferenz unter anderem zum Ausblick, laufenden Geschäftsjahr, Schiefergas)

    LUDWIGSHAFEN (dpa-AFX) - Dank anhaltend guter Geschäfte mit Öl, Gas und Pflanzenschutzmitteln sieht sich der weltgrößte Chemiekonzern BASF weiter auf Rekordkurs. Trotz eines Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr und hoher konjunktureller Risiken wolle der Dax (DAX)-Konzern seinen Umsatz und sein operatives Ergebnis vor Sondereffekten 2013 auf bislang noch nicht erreichte Werte steigern, sagte Vorstandschef Kurt Bock am Dienstag auf der Jahrespressekonferenz in Ludwigshafen. Der Aktienmarkt ließ sich aber vom versprühten Optimismus und der wenig überraschenden Dividendenerhöhung nicht anstecken: Die Aktie verlor bis zum Nachmittag um knapp drei Prozent. Experten sprachen von einem enttäuschenden Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) und Sondereinflüssen.

   Bereits 2012 hatten Öl, Gas und Pflanzenschutzmittel der BASF Rekordwerte beschert. Das bereinigte EBIT erhöhte sich um 5,1 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte um 7,1 Prozent auf 78,7 Milliarden Euro. Das Nettoergebnis sank hingegen um mehr als ein Fünftel auf rund 4,9 Milliarden Euro. Grund dafür waren höhere Steuern auf die im Herbst 2011 wieder aufgenommene Ölförderung in Libyen. Schlechter als im Vorjahr lief laut Bock das klassische Geschäft mit Chemikalien.

SCHLUSSQUARTAL MIT WENIGER GEWINN

    Ein Händler sprach von einem "enttäuschendem EBIT". Auch Analyst Laurent Favre von der US-Investmentbank Merrill Lynch wertete das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten als überraschend schlecht. Es sei ein höherer Anstieg erwartet worden. Insgesamt seien die Zahlen des Konzerns für 2012 gemischt ausgefallen, da Umsatz und Gewinn unter dem Strich die Erwartungen etwas übertroffen hätten. Der Ausblick und der Dividendenvorschlag böten allerdings keine Überraschung, hieß es. Im schwachen Gesamtmarkt nach der Wahl in Italien haben die BASF-Aktien mit ihren Zahlen keine Käufer locken können, gab ein Händler als weitere Erklärung an.    Im Schlussquartal verdiente BASF wegen höherer Steuern weniger als noch vor einem Jahr. Zudem hatte der Konzern im Jahr 2011 von einer Sonderzahlung für die Ausgliederung des Styrolgeschäfts in ein Gemeinschaftsunternehmen profitiert. Der Gewinn sank um 13,4 Prozent auf 980 Millionen Euro. Neben dem Geschäft mit Chemikalien warf auch die Agrochemie-Sparte aufgrund vorgezogener Lizenzzahlungen weniger ab.

     WACHSTUM IN SCHWELLENLÄNDER

   2013 sollen alle Unternehmensteile der BASF zulegen, insbesondere dank stärkeren Wachstums in den Schwellenländern wie China und Brasilien. Vor allem in Asien will sich Bock nach weiteren Möglichkeiten für Gemeinschaftsunternehmen umschauen. Ob das Chemiegeschäft höhere Werte als im besonders gut gelaufenen Jahr 2011 erreichen wird, sei noch nicht zu sagen. Das Jahr sei bereits vernünftig angelaufen und Kunden bauten wieder Lager auf, sagte Bock. Im Euroraum und in den USA sei allerdings mit einer gedämpften Nachfrage zu rechnen. "Wir gehen davon aus, dass die konjunkturelle Unsicherheit allmählich nachlässt und Investoren wie Konsumenten wieder Vertrauen fassen, auch wenn die Wahl letzte Nacht nicht aktuell dazu beigetragen hat", sagte Bock mit Blick auf die politische Lage in Italien.

   In den kommenden Jahren will die BASF Kosten sparen, aber auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung steigern. Mehr als ein Drittel der Investitionen sollen in das Chemiegeschäft in die Schwellenländer gehen. Zwischen 2011 und 2020 planen die Ludwigshafener Ausgaben bis zu 35 Milliarden Euro, wie etwa in den Bau einer Anlage für Schaumstoff-Vorprodukte (TDI) am Stammsitz Ludwigshafen. Mit seinem aktuellen Sparprogramm will BASF ab Ende 2015 jährlich rund eine Milliarde Euro an Kosten sparen.

BILLIGES SCHIEFERGAS IN DEN USA

    Der BASF-Chef begrüßte den Regierungsentwurf zur umstrittenen Gas- und Ölförderung aus tiefen Gesteinsschichten: "Das ist wichtig für unsere Branche", sagte Bock. Die BASF habe wiederholt gesagt, dass sie testen wolle, was mit der sogenannten Fracking-Technik möglich sei. "Ich hoffe, das führt zu einer Versachlichung der Diskussion", sagte Bock. Fracking dürfe kein Angstthema werden. Dafür bestehe kein Anlass. Gerade das deutlich billigere Schiefergas senkt in den USA kräftig die Produktionskosten. Derzeit produziere BASF in Europa und in den USA für die jeweiligen Märkte, sagte Bock. Der Gaspreis in Übersee liege zur Zeit um ein Drittel unter dem in Europa. "Da kann sich ein Export schon lohnen", fügte er hinzu. Deshalb erwägt er die Investitionen in erdgasgetriebene Geschäfte in Nordamerika zu erhöhen. Die Chemie gehört zu den energieintensiven Industrien.

   Vom Spitzenjahr sollen auch die Aktionäre profitieren: Der Branchenprimus will seine Dividende um 0,10 auf 2,60 Euro je Aktie erhöhen. Die BASF beschäftigte Ende 2012 mit 113.262 Mitarbeitern knapp zwei Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Konkurrenten wie Dow Chemical (Dow Chemical) und Dupont (E I DuPont de Nemours and) aus den USA sowie die niederländische Akzo Nobel (Ahold) (Ahold) legten erst jüngst ihre Zahlen vor. Dow Chemical und Akzo Nobel hatten vor allem die Euro-Schuldenkrise zu spüren bekommen und im Schlussquartal rote Zahlen geschrieben. DuPont hatte vor allem wegen einer deutlich geringeren Nachfrage nach Veredlungschemikalien einen Gewinneinbruch erlitten./mne/isa/fbr

--- Von Michaela Nehren-Essing, dpa-AFX und Isabell Scheuplein, dpa ---

  

Nachrichten zu BASF

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu BASF

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
11.12.2017BASF kaufenDZ BANK
11.12.2017BASF buySociété Générale Group S.A. (SG)
11.12.2017BASF buyWarburg Research
08.12.2017BASF Equal-WeightMorgan Stanley
08.12.2017BASF HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
11.12.2017BASF kaufenDZ BANK
11.12.2017BASF buySociété Générale Group S.A. (SG)
11.12.2017BASF buyWarburg Research
08.12.2017BASF buyBaader Bank
08.12.2017BASF buyCommerzbank AG
08.12.2017BASF Equal-WeightMorgan Stanley
08.12.2017BASF HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
07.12.2017BASF NeutralUBS AG
30.11.2017BASF market-performBernstein Research
27.11.2017BASF Equal-WeightMorgan Stanley
27.11.2017BASF UnderperformBernstein Research
08.11.2017BASF ReduceHSBC
25.10.2017BASF UnderperformBernstein Research
24.10.2017BASF UnderperformBernstein Research
19.10.2017BASF UnderperformBernstein Research

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für BASF nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen

Melden Sie sich jetzt an!

Sind ETFs das beste Anlageprodukt der Welt oder droht wegen des ETF-Booms eine Krise? Im Online-Seminar am 14. Dezember setzt sich Thomas Wolff von Scalable kritisch mit dem Thema Indexfonds auseinander.
Hier zum ETF-Webinar anmelden!
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Webinar: Der große Ausblick auf 2018!

Am 13. Dezember gibt Simon Betschinger von TraderFox im Anlegerclub der Börse Stuttgart einen Ausblick auf das kommende Börsenjahr. Dabei nimmt er ausgewählte Aktien unter die Lupe und erklärt, warum er genau diese Werte für besonders aussichtsreich hält.
Jetzt kostenfrei registrieren
und dabei sein!

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- Dow endet im grünen Bereich -- Atos will Chipkarten-Hersteller Gemalto schlucken -- Bitcoin kommt leicht von Rekordhöhen zurück -- HelloFresh, LANXESS im Fokus

Munich Re übernimmt wohl Mehrheit an britischem Luftfahrt-Versicherer. Airbus: Bericht über Abschied von Enders 'reine Spekulation'. Boeing hebt Dividende kräftig an. Stiftung Warentest: Mehr Zinsen für Tagesgeld und Co. im Internet. Immobilienkonzern Unibail-Rodamco will Konkurrent Westfield kaufen. Deutsche Aktien 2017: Das waren die Bitcoin-Alternativen. Litecoin steigt um über 86 Prozent.

Top-Rankings

KW 49: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 49: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Weihnachtsgeld 2017
Wer bekommt wo wieviel?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat George Soros im Depot
Welche ist die größte Aktienposition?
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Neuer Platz Eins
Die wertvollsten Unternehmen nach Marktkapitalisierung 2017
Welches Unternehmen macht das Rennen?
Renteneintrittsalter
Hier arbeiten die Menschen am längsten
Bizarre Steuereinnahmen
Das sind die bizarrsten Steuereinnahmen der Welt
mehr Top Rankings

Umfrage

Kommt die Jahresendrally des DAX noch?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Steinhoff International N.V.A14XB9
EVOTEC AG566480
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Deutsche Bank AG514000
AIXTRON SEA0WMPJ
Daimler AG710000
BP plc (British Petrol)850517
CommerzbankCBK100
Sabina Gold & Silver Corp.A0YC9U
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Apple Inc.865985
Bitcoin Group SEA1TNV9
GeelyA0CACX
Dialog Semiconductor Plc.927200
Deutsche Telekom AG555750