02.01.2013 12:36
Bewerten
 (0)

ROUNDUP 2: Börsen feiern weltweit US-Kompromiss mit kräftigen Gewinnen

    FRANKFURT/PARIS/LONDON (dpa-AFX) - An den internationalen Börsen ist der Kompromiss im US-Haushaltsstreit mit kräftigen Gewinnen gefeiert worden. In Frankfurt sprang der Dax (DAX) am Mittwoch im Tagesverlauf auf den höchsten Stand seit Januar 2008. Der deutsche Leitindex zog um fast 2 Prozent auf 7760 Punkte an. Auch andere europäische Börsen reagierten sehr positiv auf die in letzter Minute gelungene, allerdings nur vorläufige Lösung im Dauerstreit um den US-Haushalt.

 

    Vor allem Bankenaktien legten überdurchschnittlich zu. Mit der Einigung im Haushaltsstreit werden massive Steuererhöhungen für Millionen Amerikaner zum Jahresanfang abgewendet. Experten hatten einen Rückfall der Vereinigten Staaten in eine Rezession befürchtet - mit negativen Folgen für die konjunktursensiblen Finanzwerte.

 

AKTIENMÄRKTE FEIERN KOMPROMISS

 

    Auch an Devisenmärkten waren die Auswirkungen spürbar. Der Euro und das britische Pfund legten zu, während der US-Dollar, der sonst als sicherer Hafen gesucht ist, nachgab. Riskantere Anlageklassen wie Rohöl profitierten ebenfalls, während der Goldpreis infolge des schwächeren Dollar Auftrieb erhielt.

 

    Am frühen Morgen hatten bereits die asiatischen Börsen mit hohen Kursaufschlägen auf die Einigung zwischen Demokraten und Republikanern in den USA reagiert. Zwar sind die Börsen in Tokio und China noch bis Freitag geschlossen, doch die anderen Aktienmärkte von Hongkong bis Seoul feierten die Lösung. Das US-Repräsentantenhaus hatte noch am Neujahrstag, am Dienstagabend (Ortszeit), einer Kompromissvorlage des Senats zugestimmt.

 

STARKE KURSGEWINNE AN EUROPAS AKTIENMÄRKTEN

 

    In Europa lag der wichtigste Aktienindex Eurostoxx 50 (EuroSTOXX 50) zeitweise mit 2,28 Prozent im Plus. In Deutschland kletterte auch der MDAX (MDAX) für die mittelgroßen Werte um 1,66 Prozent, der technologieorientierte TecDax (TecDAX) stieg um 1,33 Prozent. Konjunktursensible Aktien profitierten besonders von der Einigung im seit Monaten schwelenden US-Fiskalstreit. So verteuerten sich die Papiere von Infineon (Infineon Technologies), ThyssenKrupp und Volkswagen (Volkswagen vz) (VW) zeitweilig an der Dax-Spitze um mehr als drei Prozent.

 

    In den USA sei der Sturz von der Fiskalklippe "zunächst vermieden worden", sagte Dirk Gojny von der National-Bank in Essen. Investmentanalyst Ralph Herre von der Landesbank Baden-Württemberg warnte jedoch: "Die langfristigen Haushaltsprobleme der USA wird der Kompromiss nicht lösen. Es handelte sich lediglich um eine Notlösung, um der US-Wirtschaft zunächst eine Rezession zu ersparen."

 

EURO STEIGT ZEITWEISE BIS KNAPP 1,33 DOLLAR

 

    Am Devisenmarkt gab der amerikanische Dollar zu vielen wichtigen Währungen nach. Die US-Währung gilt als weltweite Reservewährung, weswegen sie in Krisenzeiten gesucht und von positiven Entwicklungen belastet wird. Der Euro sprang im Gegenzug um einen Cent auf knapp 1,33 Dollar.

 

    An den Rohstoffmärkten profitierte unter anderem der Preis für Rohöl von dem Haushaltskompromiss. Ein Barrel (159 Liter) US-Öl der Marke WTI kostete zuletzt 92,73 Dollar und damit 0,91 Dollar mehr als am Montag. Auch die Nordseesorte Brent legte zu.

 

BUNDESANLEIHEN STARK UNTER VERKAUFSDRUCK

 

    Gold, das in Dollar gehandelt wird, profitierte von der schwächeren US-Währung und legte um bis zu zehn Dollar auf 1.684,50 Dollar zu.

 

    Deutsche Staatsanleihen, die unter Investoren als sichere Anlage gelten, wurden belastet. Im Gegenzug stieg die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen um zwölf Basispunkte auf 1,43 Prozent./bbi/DP/jkr

 

Artikel empfehlen?
Kostenlosen Report anfordern

Nachrichten zu Volkswagen AG Vz. (VW AG)

  • Relevant+
  • Alle+
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Volkswagen AG Vz. (VW AG)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
14:01 UhrVolkswagen vz Neutralequinet AG
13:26 UhrVolkswagen vz overweightJP Morgan Chase & Co.
13:11 UhrVolkswagen vz buyKepler Cheuvreux
12:21 UhrVolkswagen vz buyCommerzbank AG
11:16 UhrVolkswagen vz OutperformBNP PARIBAS
13:26 UhrVolkswagen vz overweightJP Morgan Chase & Co.
13:11 UhrVolkswagen vz buyKepler Cheuvreux
12:21 UhrVolkswagen vz buyCommerzbank AG
11:16 UhrVolkswagen vz OutperformBNP PARIBAS
09:16 UhrVolkswagen vz kaufenDZ-Bank AG
14:01 UhrVolkswagen vz Neutralequinet AG
24.04.2015Volkswagen vz HaltenBankhaus Lampe KG
02.04.2015Volkswagen vz Neutralequinet AG
13.03.2015Volkswagen vz Equal-WeightMorgan Stanley
11.03.2015Volkswagen vz Equal weightBarclays Capital
09:16 UhrVolkswagen vz SellGoldman Sachs Group Inc.
16.04.2015Volkswagen vz SellGoldman Sachs Group Inc.
14.04.2015Volkswagen vz SellGoldman Sachs Group Inc.
03.02.2015Volkswagen vz UnderperformMerrill Lynch & Co., Inc.
27.01.2015Volkswagen vz SellGoldman Sachs Group Inc.
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Volkswagen AG Vz. (VW AG) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Volkswagen AG Vz. (VW AG) Analysen

Heute im Fokus

DAX legt zu -- Griechenland kommt Gläubigern entgegen - Mindestlohn wird nicht erhöht -- Sinn: Chance für Grexit 50:50 -- Volkswagen: Bleibt Piëch Eigner? -- Deutsche Bank, Nokia, Apple im Fokus

Volkswagen vor großen Weichenstellungen - bleibt Piëch Eigner?. Russischer Oligarch lässt mit Klage gegen RWE nicht locker. ASEAN-Länder wollen gemeinsame Zeitzone einführen. Solarworld schreibt rote Zahlen. Fitch stuft Japan wegen mangelnder Reformen herab. IW erwartet 2015 kräftiges Wachstum durch Sondereffekte.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Die schlechtesten Index-Performer

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die rasende Welt der Elektroautos

Die wundersame Welt von Google

Was verdient man bei Apple?

Die größten deutschen Kapitalvernichter

10 Patente, die Apple für die Zukunft bereithält

mehr Top Rankings

Umfrage

VW-Patriarch Piëch legt sein Aufsichtsratsmandat nieder. Hätten Sie damit gerechnet?