10.11.2012 17:55
Bewerten
(0)

ROUNDUP 2: Bundesbankpräsident rechnet mit neuen Finanzhilfen für Griechenland

    BERLIN/ATHEN (dpa-AFX) - Bundesbankpräsident Jens Weidmann rechnet mit weiteren finanziellen Hilfen für Griechenland. "Die Politik hat sich offenbar entschieden, Griechenland weiter zu finanzieren", sagte Weidmann der "Rheinischen Post" (Samstag). Zugleich mahnte Weidmann ebenso wie EU-Energiekommissar Günther Oettinger weitere Reformen in Griechenland an. "Die Hilfen haben nur dann Sinn, wenn Griechenland selbst genug tut", sagte Weidmann. "Das ist nicht nur für Griechenland ein ganz wichtiges Signal, sondern auch für die anderen Krisenstaaten."

 

    Bundespräsident Joachim Gauck kündigte in einem Interview der "Welt am Sonntag" ein baldiges Treffen mit dem griechischen Staatschef Karolos Papoulias an. Das Bundespräsidialamt bestätigte der dpa, dass ein Treffen geplant sei. Einzelheiten stünden aber noch nicht fest.

 

    Gauck sprach sich für einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone aus und lobte entsprechende Signale der Bundesregierung. "Ich wünsche mir und hoffe, dass Griechenland Teil der Euro-Zone bleibt. Es wäre ganz und gar falsch, wenn Griechenland ausscheiden würde, und es ist vollkommen richtig, dass die Bundesregierung auf einen Verbleib Athens in der Euro-Zone drängt", sagte Gauck der "Welt am Sonntag".

 

REFORMDRUCK MUSS AUFRECHTERHALTEN BLEIBEN

 

    Nach der Billigung des Sparpakets soll das griechische Parlament an diesem Sonntag den Haushalt 2013 verabschieden und damit die zweite wichtige Voraussetzung für weitere internationale Hilfen erfüllen. Am Montag wollen die Euro-Finanzminister in Brüssel über Hilfen beraten. Endgültige Entscheidungen werden dabei jedoch noch nicht erwartet.

 

    Der Reformdruck in Europa müsse aufrechterhalten bleiben, sagte Weidmann. "Sonst bewegt sich kaum noch etwas, und die Euro-Zone schlittert in eine Transferunion. Dann wäre die Stabilität der Währungsunion in Gefahr."

 

EIN SCHULDENSCHNITT ALLEIN LÖST KEIN PROBLEM

 

    Einen Schuldenerlass der öffentlichen Hand lehnt der Bundesbank-Präsident ab. "Ein Schuldenschnitt allein löst kein Problem. Was hilft es, Athen Schulden zu erlassen, wenn das Land in zehn Jahren wieder am selben Punkt steht wie heute?", so Weidmann. In jedem Fall gelte: "Die Notenbanken dürfen Griechenland die Schulden nicht erlassen, das käme einer verbotenen monetären Staatsfinanzierung gleich."

 

    EU-Energiekommissar Oettinger schließt einen weiteren Schuldenschnitt zur Gesundung Griechenlands zwar nicht aus. Aktuell käme ein solcher Schritt jedoch zu früh, sagte er der Zeitschrift "Wirtschaftswoche". "Im Augenblick (...) würde ein weiterer Schuldenschnitt in Griechenland automatisch Vertrauen zerstören. Das würde die Finanzierung der anderen Länder erschweren." Erst seien weitere Konsolidierungsfortschritte in Griechenland erforderlich./laj/ik/DP/stk

 

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX in Rot -- Dow startet leichter -- EZB entscheidet im Herbst über Geldpolitik -- EVOTEC-Aktie auf Höhenflug -- Air Berlin spricht mit drei Interessenten -- Wirecard, Alibaba, Cisco im Fokus

Neue SolarWorld will Produktion schnell erhöhen. Wyser-Pratte knöpft sich Raumfahrtunternehmen OHB vor. Bill Gates tätigt größte Spende seit der Jahrtausenwende. Online-Offensive kostet Walmart Geld. Knorr-Bremse mit Etappensieg bei Haldex-Übernahme. Ericsson offenbar vor massiven Einschnitten. Finanzexperte: Wer die Tesla-Anleihe kauft, ist naiv.

Top-Rankings

Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot (Juni 2017)
Die Top-Positionen von Warren Buffett
KW 32: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Enormer Stressfaktor
In diesen Ländern haben Arbeitnehmer den größten Stress
Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
Das sind 2017 bislang die größten Verlierer in Buffetts Depot
Welche Aktie enttäuschte bisher am meisten?
Die Meister-Liste der 1. Fußball Bundesliga
Welcher Verein hat die meisten Meistertitel?
Bitcoin & Co.: Die wichtigsten Kryptowährungen
Welche Digitalwährung macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Deutsche Bank wird optimistischer für deutsche Aktien und sieht beim DAX bis Jahresende noch 3 Prozent Luft nach oben. Was glauben Sie, wie sich der DAX bis zum Ende des Jahres entwickeln wird?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Air Berlin plcAB1000
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
EVOTEC AG566480
Apple Inc.865985
E.ON SEENAG99
CommerzbankCBK100
AlibabaA117ME
Bitcoin Group SEA1TNV9
Lufthansa AG823212
Allianz840400
TeslaA1CX3T
Siemens AG723610
K+S AGKSAG88