10.11.2012 13:04
Bewerten
 (0)

ROUNDUP 2: China rechnet mit 7,5 Prozent Wachstum - Exporte leicht erholt

    PEKING (dpa-AFX) - China rechnet mit 7,5 Prozent Wachstum in diesem Jahr. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt gebe es zunehmend "Zeichen der Stabilisierung", sagte der Vorsitzende der mächtigen Reform- und Entwicklungskommission (NDRC), Zhang Ping, am Samstag auf einer Pressekonferenz am Rande des Parteitages der chinesischen Kommunisten in Peking. Im dritten Quartal dieses Jahres war das Wachstum mit 7,4 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2009 nach Ausbruch der globalen Finanzkrise gefallen.

 

    Trotz einer leichten Erholung der Exporte im Oktober wird China seine Außenhandelsziele für dieses Jahr aber nicht erreichen. Auch die Aussichten für die nächsten Monate seien "vergleichsweise düster", sagte Handelsminister Chen Deming. Die Exporte stiegen im Oktober etwas stärker als erwartet um 11,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, während die Importe weiter schwach nur mit 2,4 Prozent zulegten.

 

AUSSENHANDEL LEIDET

 

    Nach weiteren Angaben des Statistikamtes in Peking wuchs der Außenhandel in den ersten zehn Monaten des Jahres nur um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das erklärte Ziel der Regierung, nach 22,5 Prozent Zuwachs im Vorjahr in diesem Jahr zumindest zehn Prozent zu erreichen, kann damit nicht mehr erreicht werden.

 

    Der Handelsminister sagte, der Außenhandel leide unter der schwachen Nachfrage wegen der globalen Wirtschaftsprobleme, den wachsenden Produktionskosten in China selbst und dem zunehmenden Handelsprotektionismus. Im nächsten Jahr werde es weiter "viele Schwierigkeiten" geben, sagte Chen Deming mit Blick auf die Schuldenkrise in Europa und die Haushaltsprobleme in den USA.

 

WACHSTUM NAHE DER KRITISCHEN SCHWELLE

 

    Im März hatte die Regierung ein Wachstumsziel von 7,5 Prozent vorgegeben. Es war das erste Mal seit acht Jahren, dass weniger als acht Prozent angepeilt worden waren. In der Vergangenheit wurde die gewöhnlich sehr vorsichtig formulierte Vorgabe meist deutlich um ein oder zwei Prozentpunkte übertroffen.

 

    Sieben Prozent klingen in Industrieländern viel, sind in einem Schwellenland wie China wegen des großen Nachholbedarfs aber notwendig, um ausreichend Arbeitsplätze zu schaffen und Entwicklungsprobleme zu lösen. Experten sehen die kritische Schwelle bei sechs oder sieben Prozent./lw/DP/zb

 

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX fester erwartet -- Asiens Börsen uneinig -- Weitere Millionen-Strafe für Volkswagen -- Amazon übertrifft Markterwartungen deutlich -- Alphabet meldet kräftiges Umsatzwachstum im zweiten Quartal

HeidelbergCement verdient kräftig. Sanofi von Wechselkursen und Venezuela belastet. Stellenabbau bei Microsoft fällt größer aus. Japans Zentralbank enttäuscht Finanzmärkte. Gewinn von Vermögensverwalter UBS schrumpft. Engie leidet unter Preisverfall und Wärme. Kering profitiert von Gucci und PUMA.
Diese Firmen sind innovativ
Welche deutsche Stadt hat die meiste Kohle?
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Wo hat man am meisten Urlaub?
Rohstoff-Performer im ersten Halbjahr 2016
DAX-Performer im ersten Halbjahr 2016
Welche deutsche Stadt ist bereit für die Zukunft?
TecDAX-Performer im ersten Halbjahr 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Was ist Ihre Meinung zu selbstfahrenden Autos?