05.03.2013 12:22
Bewerten
 (0)

ROUNDUP 2: Deutsche Post peilt nach Gewinnsprung höhere Ziele an - Dax-Spitze

    (Neu: Aussagen aus Pressekonferenz zu Ausblick, E-Postbrief, geplatzte UPS-TNT-Fusion, Aktienkurs)

    BONN (dpa-AFX) - Die Konjunkturschwäche in Europa wirft die Deutsche Post nicht aus der Bahn. 2012 bescherten das boomende Asiengeschäft und der wachsende Internet-Versandhandel dem Konzern einen Gewinnsprung. Für 2013 fasst Post-Chef Frank Appel nach der geplatzten Fusion der Konkurrenten UPS (United Parcel Service) und TNT Express erneut mehr Profit ins Auge. Dazu soll das höhere Briefporto beitragen, vor allem aber die DHL-Sparten Express, Fracht und Lieferlogistik in aller Welt. Die Dividende für 2012 will die Post-Führung allerdings nicht anheben.

    Die Aktie des Konzerns reagierte mit einem Kurssprung auf die Nachrichten. Bis zur Mittagszeit legte das Papier an der Frankfurter Börse um 4,79 Prozent auf 17,815 Euro zu und war damit Spitzenreiter im Dax (DAX). Commerzbank-Analyst Johannes Braun zeigte sich lediglich von der Dividende enttäuscht. Dass sie nicht steige, sei aber wohl eine einmalige Sache.

GEWINNSPRUNG

    Unter dem Strich verdiente die Post im vergangenen Jahr fast 1,7 Milliarden Euro, wie der Konzern am Dienstag in Bonn mitteilte. Das war etwas mehr als von Analysten erwartet und 43 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, als ein Bewertungseffekt aus dem Verkauf der Postbank (Deutsche Postbank) das Ergebnis belastet hatte. Diesmal wirkte sich der Verkauf positiv aus. Der Umsatz wuchs derweil um fünf Prozent auf 55,5 Milliarden Euro, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte sogar um neun Prozent auf 2,67 Milliarden Euro zu.

    Während vor allem der Briefbereich unter der Umsatzsteuer-Nachzahlung von rund 150 Millionen Euro litt, profitierte DHL Express vom Verkauf des Australien-Geschäfts und der Auflösung einer Rückstellung. Dafür brockte vor allem eine neue Anleihe für die hohen Pensionslasten dem Konzern eine Nettoverschuldung von zwei Milliarden Euro ein. Mit der Anlage des aufgenommenen Geldes will die Post aber zusätzliche Rendite erwirtschaften.

DIVIDENDE ENTTÄUSCHT

    Analysten hatten mit weniger Gewinn, aber einer höheren Dividende gerechnet. Der Vorstand will, dass sich die Anteilseigner mit einer Ausschüttung von 70 Cent je Aktie begnügen, genauso viel wie im Vorjahr. Der Konzern schütte damit immer noch mehr als die Hälfte seines Gewinns aus, sagte Appel. Mit der höheren Quote in den Vorjahren habe er den Aktionären signalisieren wollen, dass der Vorstand von seinem Kurs beim Konzernumbau überzeugt sei.

    Für das laufende Jahr zeigte sich der Post-Chef vorsichtig optimistisch. Zwar bleibe das erste Halbjahr herausfordernd, doch es gebe gute Chancen, dass die Weltwirtschaft danach auf einen Erholungspfad einschwenke.

PAKETVERSAND FÄNGT BRIEFRÜCKGANG AUF

    Dabei setzt die Post weiter auf ihre starke Präsenz in Schwellenländern, vor allem in Asien. "Wir denken, dass das Wachstum dort weiterhin deutlich stärker ausfallen wird als in Europa", sagte Appel. Auch der Trend zum Versandhandel per Internet macht ihm Hoffnung. "Wir glauben, dass wir auch weiterhin die Rückgänge im Briefgeschäft durch das Wachstum im Paketgeschäft kompensieren können."

    Die Zahl der Briefsendungen geht durch die Konkurrenz von Fax und E-Mail seit Jahren zurück. Der als elektronische, rechtsverbindliche Alternative entwickelte E-Postbrief kann das noch lange nicht auffangen: Er soll 2013 gerade einmal 100 Millionen Euro Umsatz bringen.

    Für die Post rechnet Appel 2013 mit einem EBIT von 2,7 Milliarden bis 2,95 Milliarden Euro. Bereinigt um die Sonderfaktoren des vergangenen Jahres wäre dies mindestens gleich viel, wenn nicht sogar bis zu neun Prozent mehr als im Vorjahr - obwohl der Konzern fast 100 Millionen Euro in seine Computersysteme im Frachtgeschäft investieren will. Unter dem Strich soll der Gewinn ähnlich stark zulegen. Analysten hatten bereits mit einer Entwicklung in dieser Größenordnung gerechnet.

FUSION DER KONKURRENZ GEPLATZT

    Die geplatzte Übernahme der niederländischen TNT Express durch den US-Konzern UPS dürfte der Post dabei zupass kommen. "Wenn sie sich mit sich selbst beschäftigen müssen, weil sie einen neuen Vorstandschef haben, ist das immer gut für den, der das nicht muss", sagte Appel mit Blick auf die angeschlagenen Niederländer. Durch den Zusammenschluss hätten die Unternehmen auf dem europäischen Expressmarkt zum Marktführer Deutsche Post aufgeschlossen. Die EU-Kommission hatte das Vorhaben jedoch untersagt.

    TNT verschärft nun den Sparkurs, will unter neuer Führung Unternehmensteile verkaufen und möglicherweise Stellen streichen. Appel rechnet jedoch nicht damit, dass der Konkurrent vom Markt verschwindet. Es werde TNT auf absehbare Zeit weiterhin geben, sagte er./stw/fn/kja

  

Nachrichten zu Deutsche Post AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Post AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
23.02.2017Deutsche Post buyWarburg Research
08.02.2017Deutsche Post buyCommerzbank AG
01.02.2017Deutsche Post buyCommerzbank AG
20.01.2017Deutsche Post HoldJefferies & Company Inc.
17.01.2017Deutsche Post overweightMorgan Stanley
23.02.2017Deutsche Post buyWarburg Research
08.02.2017Deutsche Post buyCommerzbank AG
01.02.2017Deutsche Post buyCommerzbank AG
17.01.2017Deutsche Post overweightMorgan Stanley
17.01.2017Deutsche Post buyCitigroup Corp.
20.01.2017Deutsche Post HoldJefferies & Company Inc.
13.01.2017Deutsche Post NeutralUBS AG
20.12.2016Deutsche Post HaltenDZ BANK
01.12.2016Deutsche Post NeutralBNP PARIBAS
08.11.2016Deutsche Post HaltenIndependent Research GmbH
09.11.2016Deutsche Post UnderperformCredit Suisse Group
30.09.2016Deutsche Post UnderperformCredit Suisse Group
10.03.2016Deutsche Post UnderperformCredit Suisse Group
05.02.2016Deutsche Post KaufIndependent Research GmbH
26.01.2016Deutsche Post UnderperformCredit Suisse Group
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Post AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht tief im Minus ins Wochenende -- Dow Jones schließt leicht im Plus -- VW mit Milliardengewinn -- BASF-Aktie fällt trotz höherem Quartalsergebnis -- Rocket Internet, NVIDIA, Nordex im Fokus

Griechischer Zentralbankchef Stournaras dringt auf Einigung mit Gläubigern. VW-Führungsspitze verdient künftig weniger. Risse in Triebwerken des Bundeswehr-Pannenfliegers A400M. Kongress-Rede Trumps birgt Sprengkraft für die Börsen. ProSiebenSat.1-Aktien fallen - Analyst will klarere Digitalstrategie. Bitcoin erreicht neues Rekordhoch.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Top-Positionen von Warren Buffett
Jetzt durchklicken
Jetzt durchklicken
Welche Airline schneidet am besten ab?
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Welche Wertpapiere besitzen Sie?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
BMW AG519000
Nordex AGA0D655
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
BASFBASF11
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
E.ON SEENAG99
Deutsche Telekom AG555750
Allianz840400
TeslaA1CX3T
CommerzbankCBK100
adidas AGA1EWWW
Siemens AG723610