16.01.2013 17:31
Bewerten
 (0)

ROUNDUP 2: Eon-Tarifverhandlungen gescheitert - Streik rückt näher

    (Neu: Stellungnahme von Eon im fünften Absatz)

 

    HANNOVER/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Nach dem Abbruch der Tarifgespräche beim Energieriesen Eon hat die Tarifkommission der Gewerkschaften IG BCE und Verdi die Verhandlungen für gescheitert erklärt. Dies teilte die IG-BCE-Zentrale am Mittwoch in Hannover mit. Damit spitzt sich der Tarifkonflikt bei dem Düsseldorfer Konzern weiter zu, eine Urabstimmung über einen erstmals unbefristeten Streik in der Branche wird wahrscheinlicher.

 

    Arbeitgeber und Arbeitnehmer hatten sich am Dienstag nicht annähern können. Während die Gewerkschaften auf ihrer Forderung nach 6,5 Prozent mehr Geld für rund 30.000 Eon-Beschäftigte beharrten, erhöhte Eon sein Angebot nur von 1,1 auf 1,7 Prozent.

 

    "Die Arbeitgeber wären gut beraten, unverzüglich auf eine Linie der Vernunft einzuschwenken", sagte der Verhandlungsführer der IG BCE, Holger Nieden. Sie hätten sich in drei Runden nicht bewegt. "Ein Arbeitskampf ist nicht länger ausgeschlossen." Am Montag hatte es bei Eon Warnstreiks gegeben, das weitere Vorgehen wird nun beraten.

 

    Auch von Verdi kam scharfe Kritik. "Wir werden umgehend mit der Vorbereitung der Urabstimmung beginnen", sagte Gewerkschafter Volker Stüber. Ein Streik werde provoziert, wenn Eon trotz guter Ertragslage eine Entgelt-Steigerung unter der Inflationsrate durchsetzen wolle.

 

    Der Stromriese wies die Darstellung zurück, in den Gesprächen keinen guten Willen zu einer Einigung gezeigt zu haben. Mit dem um 0,6 Prozentpunkte erhöhten Angebot habe man sich sehr wohl bewegt. Es liege an den Gewerkschaften, "ihrerseits einen Schritt zu machen".

 

    Eon hatte die 6,5-Prozent-Forderung bereits nach den ergebnislosen Gesprächen am Dienstag abgelehnt: "Das geht deutlich über das Maß hinaus, das wir vertreten können, und entbehrt jeder realistischen Grundlage." Die Gewerkschaften verlangen auch die Übernahme von Lehrlingen und eine Tarifbindung ausgelagerter Sparten./jap/DP/stb

 

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu E.ON AG (spons. ADRs)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu E.ON AG (spons. ADRs)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
Keine Analysen gefunden.
mehr E.ON AG (spons. ADRs) Analysen
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

EON Peer Group News

Keine Nachrichten gefunden.

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- MorphoSys-Aktie und Roche-Aktie fallen kräftig -- US-Börsen in der Gewinnzone -- GfK-Konsumklima auf höchstem Stand seit acht Jahren

BayernLB verklagt Ecclestone. Euro gibt leicht nach. Studio Babelsberg erwartet für 2014 Millionenverlust. Sartorius verkauft Sparte. Ölpreise deutlich gestiegen. Verdi ruft an vier Amazon-Standorten zu Streiks bis Heiligabend auf. Allianz stimmt Vergleich nach Amoklauf von Winnenden zu. Facebook will mehr über Datenschutz informieren.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Welche Unternehmen sind am attraktivsten für Informatiker?

Diese Flughäfen werden hoch frequentiert

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

So viel erhalten die Deutschen

Aktien-Profiteure der Cannabis-Legalisierung in den USA

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

Welche sind die reichsten Amerikaner unter 40 Jahren?

Wenn Zukunft Gegenwart wird

mehr Top Rankings

Umfrage

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich mit Haut und Haar für das Freihandelsabkommen mit den USA stark machen. Was halten Sie von TTIP?