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20.01.2012 11:52

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ROUNDUP 2: Intel schafft Rekordjahr trotz Gegenwind

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    SANTA CLARA (dpa-AFX) - Der weltgrößte Halbleiterhersteller Intel hat trotz aller Widrigkeiten ein Rekordjahr hinter sich. Selbst im Schlussquartal, als fehlende Bauteile vielerorts die wichtige PC-Produktion hemmten und die Schuldenkrise in Europa brodelte, konnte der Konzern sein Geschäft noch kräftig ausbauen. So geht das schon das ganze Jahr. Am Ende stehen beeindruckende Zahlen.

 

    Der Umsatz stieg um 24 Prozent auf 54,0 Milliarden Dollar (41,6 Mrd Euro). Der Gewinn verbesserte sich um 13 Prozent auf 12,9 Milliarden Dollar. "2011 war ein Ausnahmejahr für Intel", erklärte Konzernchef Paul Otellini am Donnerstag in Santa Clara.

 

    Anders als Microsoft sieht Intel die Auswirkungen der Überschwemmungen in Thailand und die daraus entstandene Knappheit von Festplatten allerdings nur mit mäßigem Einfluss auf das Geschäft. "Soweit zu sehen ist, war jeder auf der Erde, der einen PC hat kaufen wollen, auch in der Lage, einen zu kaufen", sagte Otellini dem "Wall Street Journal".

 

    "Die Festplatten-Thematik hatte schon Einfluss auf das Geschäft, aber nicht sehr viel", sagte Christian Lamprechter, Geschäftsführer von Intel Deutschland, der dpa. Intel habe vor allem zu spüren bekommen, dass die Hersteller zunächst ihre Lagerbestände abgebaut hätten. Das habe das Unternehmen mit seinem reduzierten Ausblick aber abfedern können. "Stand heute sind die Lagerbestände inzwischen sehr dünn." Beim Ausblick für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres sei Intel noch vorsichtig, sehe aber sehr positiv ins Jahr. Die negativen Prognosen mancher Marktforscher für den PC-Markt teile Intel nicht.

 

    2012 soll es weiter aufwärtsgehen - durch die neuen schlanken Ultrabooks, neue Prozessoren für die Hochleistungsrechner in den stetig wachsenden Datenzentren oder auch Chips für die boomenden Smartphones und Tablet-Computer, in denen Intel bislang kaum vertreten ist. Der Konzern hat erst jüngst auf der Computermesse CES in Las Vegas eine neue Chip-Plattform für mobile Geräte vorgestellt.

 

    Mit der neuen Kategorie der Ultrabooks, die sich im Design an Apples Macbook Air orientieren, versucht Intel derzeit, den bröckelnden Markt der Notebooks wieder zu beleben. Der Notebook-Markt hat aus der Perspektive der Hersteller vor allem unter einem extremen Preiskampf gelitten. Die technologisch gut ausgerüsteten Ultrabooks sollen nun das Geschäft wieder beleben. Seit dem Start im November würden die neuen Geräte aktiv nachgefragt, sagte Lamprechter.

 

    Immer mehr Kunden greifen aber auch lieber zu einem Tablet-Computer oder Smartphone, weshalb Intel mit aller Macht in diesen Markt drängt - lange mit wenig Erfolg. Vor wenigen Wochen kündigte Intel nun eine Kooperation mit Lenovo an und will in China das erste Smartphone mit Intel-Prozessor auf den Markt bringen. Wann das Gerät auch in Europa zu haben sein wird, sei aber noch nicht klar, sagte Lamprechter.

 

    Sowohl für den Smartphone- als auch für den Tablet-Markt hat sich der einstige Microsoft-Weggefährte neue Verbündete gesucht: Mit Google und dessen Betriebssystem Android ging Intel eine strategische Partnerschaft ein. Man arbeite aber auch weiterhin eng mit Microsoft zusammen und setze auf Windows 8 als Plattform für Tablet-Computer, sagte Lamprechter.

 

    Intel stattet auch Unternehmen und die leistungsstarken Server in den Rechenzentren mit Prozessoren aus. Die Riesenrechner werden in großer Zahl benötigt, weil das Datenaufkommen im Internet zunimmt. Vor allem in Deutschland gebe es in mittelständischen Unternehmen sehr viel Investitionsbereitschaft und eine hohe Akzeptanz für hochwertige IT-Produkte, sagte Lamprechter. "Hier sehen wir ein sehr robustes und gutes Wachstum."

 

    Im Schlussquartal war der Umsatz um 21 Prozent auf 13,9 Milliarden Dollar gestiegen. Ursprünglich hatte Intel 14,7 Milliarden Dollar angepeilt. Der Gewinn verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wegen gestiegener Kosten indes nur um 6 Prozent auf unterm Strich 3,4 Milliarden Dollar.

 

    Bei den Computer-Prozessoren ist Advanced Micro Devices (Advanced Micro Devices (AMD) (Advanced Micro Devices (AMD)) ) (Advanced Micro Devices (AMD)) der größte Rivale. Das Unternehmen legt seine Zahlen am Dienstag kommender Woche vor (24. Januar)./das/rg/DP/wiz   

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