29.03.2012 15:35
Bewerten
 (0)

ROUNDUP 2: RWE und Eon geben AKW-Pläne in Großbritannien auf

    (Neu: Aussagen von Eon-Chef aus Interview)

 

    ESSEN/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Energiekonzerne Eon und RWE geben aus Kostengründen ihre Pläne zum Bau von Atomkraftwerken in Großbritannien auf. Das 2009 gegründete Joint Venture Horizon soll verkauft werden. RWE und Eon hatten sich 2009 bei einer Auktion zwei Standorte für neue Kraftwerke gesichert. "Der Entscheidung ist eine strategische Prüfung vorausgegangen, die die beiden Mutterkonzerne RWE AG und Eon AG unabhängig voneinander durchgeführt haben", teilte RWE am Donnerstag in Essen mit. Ein Eon-Sprecher bestätigte in Düsseldorf die Entscheidung.

 

    ?Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Investitionen in Erneuerbare, dezentrale Erzeugung und Energieeffizienz attraktiver sind - für uns ebenso wie für unsere britischen Kunden", sagte Vorstandschef Johannes Teyssen dem "Handelsblatt (Freitagausgabe). Bei der Entscheidung in Großbritannien sei es nicht um die Frage gegangen, ob sich die Investitionen in neue Kernkraftwerke am Ende rechnen, sagte Teyssen. Das dürfte sogar weiterhin der Fall sein und deswegen gingen Eon und RWE ja auch davon aus, dass ein neuer Eigentümer das Projekt fortsetzt. Eon habe aber für sich befunden, dass der Konzern die für Großbritannien zur Verfügung stehenden Investitionsmittel sinnvoller einsetzen kann. ?Es ist weiterhin attraktiv - nur nicht für uns?, sagte Teyssen

 

    Seit der Gründung von Horizon hätten sich die Rahmenbedingungen entscheidend verändert, erklärte die britische RWE-Tochter npower. Infolge der Wirtschaftskrise sei Kapital für Großprojekte knapp geworden. Das gelte vor allem für AKW-Neubauten, die lange Vorlauf- und Amortisationszeiten hätten. Der beschleunigte Atomausstieg in Deutschland habe den Spielraum eingeschränkt. "Angesichts der nachhaltigen Unterstützung unserer Entwicklungsarbeit, insbesondere auf der Insel Anglesey, glauben wir weiterhin fest daran, dass die Kernenergie im zukünftigen Energiemix Großbritanniens eine wichtige Rolle spielen wird", sagte npower-Chef Volker Beckers.

 

    Eon verfolgt nach eigenen Angaben derzeit noch ein AKW-Projekt in Finnland. "Eon ist dort minderheitlich an einem Konsortium beteiligt", sagte Sprecher Josef Nelles. Bislang sei noch keine Investitionsentscheidung gefallen.

 

    RWE verfolgt nach dem Aus in Großbritannien keine Atomprojekte mehr. Zuletzt war der Essener Konzern aus Projekten in Bulgarien und Rumänien ausgestiegen. An einem AKW-Neubau Borssele II in den Niederlanden hat RWE nach Angaben des künftigen Vorstandsvorsitzenden Peter Terium derzeit auch kein Interesse. Dort würden wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen fehlen, hatte der Niederländer Terium im Februar erklärt. RWE hat in Borssele im Süden des Landes Anteile am bestehenden Meiler Borssele I. Die Beteiligung kam nach dem Kauf des dortigen Versorgers Essent zustande.

 

    Eon und RWE treten in Großbritannien als große Energieversorger mit eigenen Kraftwerken auf. Beide Konzerne treiben den Bau von offshore-Windparks voran. Eon UK beschäftigt 13 000 Menschen und versorgt 6 Millionen Haushalte und Geschäfte mit Energie. Künftige Investitionen seien auf grüne Energie, dezentrale Energieversorgung und Energieeffizienz ausgerichtet, teilte Eon UK mit.

 

    RWE npower beschäftigt 12 000 Mitarbeiter und hat in den vergangenen drei Jahren 1,4 Milliarden Euro in erneuerbare Energien und 1,9 Milliarden Euro in Gaskraftwerke investiert./wd/DP/she

 

Nachrichten zu RWE AG St.

  • Relevant3
  • Alle3
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu RWE AG St.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
09:56 UhrRWE NeutralGoldman Sachs Group Inc.
13.01.2017RWE kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
12.01.2017RWE NeutralGoldman Sachs Group Inc.
11.01.2017RWE NeutralGoldman Sachs Group Inc.
11.01.2017RWE Equal weightBarclays Capital
13.01.2017RWE kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
06.01.2017RWE kaufenDZ BANK
13.12.2016RWE buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
12.12.2016RWE OutperformCredit Suisse Group
06.12.2016RWE OutperformRobert W. Baird & Co. Incorporated
09:56 UhrRWE NeutralGoldman Sachs Group Inc.
12.01.2017RWE NeutralGoldman Sachs Group Inc.
11.01.2017RWE NeutralGoldman Sachs Group Inc.
11.01.2017RWE Equal weightBarclays Capital
14.12.2016RWE HoldDeutsche Bank AG
13.12.2016RWE UnderweightBarclays Capital
29.11.2016RWE ReduceHSBC
17.11.2016RWE SellUBS AG
14.11.2016RWE ReduceCommerzbank AG
25.10.2016RWE ReduceKepler Cheuvreux
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für RWE AG St. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX im Minus -- Neue Dokumente belasten Winterkorn im VW-Abgasskandal -- Trump droht deutschen Autobauern mit hohen Strafzöllen -- Samsung, HUGO BOSS im Fokus

Oxfam: Buffett, Gates, Bezos und Co. besitzen so viel wie gesamte ärmere Hälfte der Menschheit. Ray Ban-Hersteller und Essilor wollen Kräfte bündeln. H&M steigert Umsatz im Dezember weniger stark als erwartet. IPO: Spezialchemie-Unternehmen AlzChem plant Börsengang in Frankfurt. Trump nennt Nato "obsolet" - Brexit "großartige Sache".
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
So günstig kommt an an 4 Räder?
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG 710000
Deutsche Bank AG 514000
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
BMW AG 519000
E.ON SE ENAG99
BASF BASF11
Commerzbank CBK100
Allianz 840400
Deutsche Telekom AG 555750
Apple Inc. 865985
Bayer BAY001
Nordex AG A0D655
HUGO BOSS AG A1PHFF
Siemens AG 723610
Scout24 AG A12DM8