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21.12.2012 14:05

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ROUNDUP 2 Schäuble: Deutsche Bank wird Vorgänge schnell aufklären

Deutsche Bank zu myNews hinzufügen Was ist das?


    BERLIN (dpa-AFX) - Nach den jüngsten Negativ-Schlagzeilen über die Deutsche Bank erwartet Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) eine rasche Aufklärung durch das Institut. "Natürlich sind das alles keine guten Nachrichten, und ich mache mir Gedanken", sagte Schäuble in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur.

 

    "Aber ich habe die Zuversicht und das Vertrauen, dass die Verantwortlichen die Dinge ernst nehmen und möglichst schnell aufklären und abstellen." Eine stark auf Export orientierte deutsche Wirtschaft habe ein großes Interesse an leistungsfähigen Banken.

 

    Auf die Frage, ob Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen nach wie vor der richtige Mann für die Spitze künftig auch des Bankenverbandes und damit Ansprechpartner für die Politik sei, sagte Schäuble: Fitschen habe eingeräumt, dass sein Anruf bei Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) im Zusammenhang mit der Steuer-Großrazzia der Staatsanwaltschaft ein Fehler gewesen sei. "Wenn er zwei Tage später sein Bedauern ausspricht und sich entschuldigt, dann - so finde ich - ist auch wieder gut."

 

    Regierungssprecher Steffen Seibert betonte: "Die Frage, wer Präsident des deutschen Bankenverbandes wird, ist keine Frage, die die Bundesregierung zu klären hat." Zu dem Vorfall nach der Razzia bei der Deutschen Bank sei von Herrn Fitschen und auch von Ministerpräsident Bouffier alles Richtige und alles Wichtige gesagt worden: "Es versteht sich, dass in Deutschland die Politik nicht in die Arbeit der Justizbehörden eingreift."

 

    Herr Fitschen habe als Co-Chef der Deutschen Bank eine wichtige Position im deutschen Finanzwesen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Bundesregierung würden dort mit ihm zusammenarbeiten, wo es notwendig sei, sagte Seibert auf die Frage, ob die Kanzlerin noch Vertrauen zu dem Co-Chef von Deutschlands größtem Geldhaus habe.

 

    Über Ambitionen auf den Posten des Eurogruppenchefs macht sich Schäuble keine Gedanken mehr. "Ich glaube, ich habe in der Eurogruppe als deutscher Finanzminister meine Aufgabe wahrzunehmen." Es zeichne sich eine Lösung für die Nachfolge von Jean-Claude Juncker ab, für die er geworben habe und die er gut finde.

 

    Den neuen niederländischen Kollegen Jeroen Dijsselbloem hält Schäuble für einen geeigneten Kandidaten: "Es spricht viel dafür, wenn das ein Finanzminister aus einem kleineren Land macht, das dazu beitragen kann, zwischen unterschiedlichen Standpunkten eine gemeinsame Linie zu finden." Dijsselbloem werde zudem von allen sehr geschätzt und sei hochkompetent.

 

    Mit Blick auf die politischen Entwicklungen in Italien sagte Schäuble, das Land habe im letzten Jahr unter der Regierung von Mario Monti enorme Fortschritte gemacht. Jetzt gebe es in Italien in absehbarer Zeit Neuwahlen, und Wahlen seien immer mit Ungewissheit verbunden: "Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass sich die Bevölkerung in Italien daran erinnern wird, wie die Lage war, ehe Monti Ministerpräsident wurde und was seitdem alles geschafft wurde."/wn/sl/DP/jsl

 

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