Kurse + Charts + RealtimeNews + AnalysenFundamentalUnternehmenzugeh. WertpapiereAktion
Kurs + ChartChart (groß)NewsBilanz/GuVDividende/HVZertifikateDepot/Watchlist
Times + SalesChart-AnalyseAnalysenSchätzungenTermineOptionsscheinemyHome
BörsenplätzeChartvergleichKurszieleVergleichProfilKnock-OutsSenden/Drucken
OrderbuchRealtime StuttgartFundamentalanalyse InsidertradesFondsInvestmentreport
HistorischRealtime PushmyNews im ForumAnleihen
Kaufen
Verkaufen

27.12.2012 14:29

Senden

ROUNDUP 2: Toyota will mit Milliarden-Dollar-Zahlung Rückrufserie abschließen

Toyota Motor zu myNews hinzufügen Was ist das?


    WASHINGTON/TOKIO/KÖLN (dpa-AFX) - Der Autobauer Toyota (Toyota Motor) zahlt als Entschädigung für seine Massenrückruf-Aktionen wegen klemmender Gaspedale und verrutschter Fußmatten in den USA mehr als eine Milliarde Dollar. Mit der Summe von 1,1 Milliarden Dollar (832 Millionen Euro) sollen US-Autobesitzer entschädigt werden, die wegen der Probleme beim Verkauf ihrer Fahrzeuge Einbußen erlitten haben, wie der Konzern mitteilte. Außerdem will der japanische Weltmarktführer Millionen Modelle nachrüsten. Die beispiellose Rückrufserie in der Unternehmensgeschichte in den Jahren 2009 und 2010 brachte Toyota erhebliche finanzielle Schäden und einen enormen Imageverlust ein.

 

    Mit der angekündigten Zahlung soll eine in Kalifornien anhängige Sammelklage beigelegt werden. Dem mit Vertretern der Kläger geschlossenen Vergleich muss noch ein Gericht zustimmen, wie Toyota Nordamerika am Mittwoch selbst mitteilte. Der japanische Autobauer versucht, durch die Zahlung einen Schlussstrich unter das Debakel zu ziehen, das den Konzern in eine tiefe Krise gestürzt hatte. Inzwischen steht der Autogigant wieder besser da als je zuvor.

 

    US-Medien hoben hervor, dass der Vergleich kein Schuldbekenntnis Toyotas beinhalte. Mit dem Schritt bleibe dem Unternehmen aber ein möglicherweise langwieriger Prozess mit allen damit verbundenen Risiken erspart, schrieb beispielsweise das "Wall Street Journal". Eine Regierungsstudie hatte Toyota 2010 bescheinigt, dass der Hersteller an den meisten Unfällen keine Schuld trage.

 

    Toyota hatte wegen Problemen mit Fußmatten und klemmenden Gaspedalen 2009 und 2010 weltweit etwa acht Millionen Fahrzeuge zurückgerufen, die meisten in den USA. In Deutschland waren es knapp 216 000 Autos, wie Toyota Anfang Februar 2010 in Köln mitgeteilt hatte. Der Marktanteil hierzulande schrumpfte in dem Jahr dramatisch auf 2,7 Prozent nach 3,6 Prozent 2009.

 

    Wie die Zeitung "USA Today" schrieb, will Toyota nun einen Fonds für die Nachrüstung von 3,2 Millionen Toyota- und Lexus-Modellen mit einem Sicherheitssystem schaffen, das ein Anhalten in Paniksituationen erleichtert. Für Modelle, bei denen dies nicht möglich sei, gebe es Bargeld. Wer wegen der Probleme für sein Auto beim Verkauf zwischen dem 1. September 2009 und dem 31. Dezember 2010 weniger Geld erhalten habe, erhalte einen finanziellen Ausgleich.

 

    "Diese Vereinbarung ist für unser Unternehmen ein bedeutender Schritt vorwärts", erklärte der leitende Rechtsvertreter von Toyota Nordamerika, Christopher Reynolds, laut einer schriftlichen Mitteilung des Unternehmens. Es sei ein Schritt, der es der Firma ermögliche, "nun mehr an Energie, Zeit und Ressourcen auf Toyotas Hauptziel zu verwenden: die bestmöglichen Fahrzeuge zu bauen".

 

    Mehrere Monate hatten die Experten der US-Raumfahrtbehörde NASA im Auftrag der US-Regierung die schweren Vorwürfe gegen Toyota 2010 untersucht und herausgefunden, dass Toyota an den meisten Unfällen keine Schuld trug. Es stellte der Studie zufolge heraus, dass es die Fahrer waren, die ihre Autos nicht unter Kontrolle hatten.

 

    Konzernchef Akio Toyoda, Enkel des Konzerngründers, war jedoch bei einer Anhörung vor dem US-Kongress, scharf angegriffen worden: Die Japaner sollten am Tod vieler Menschen Schuld sein, weil sie technische Fehler verschwiegen hätten. Die NASA-Ingenieure fanden indes heraus, dass viele Fahrer in Stresssituationen oftmals das Gas- mit dem Bremspedal verwechselt hätten oder nur halbherzig oder zu spät bremsten. Nasa-Chefingenieur Michael Kirsch hatte erklärt, dass seine Experten nach umfangreichen Tests zu dem Schluss gekommen seien, dass bis auf wenig Sonderfälle die elektrischen Systeme einwandfrei gearbeitet hätten.

 

    Die Rückruf-Aktion hatte das Image von Toyota schwer beschädigt. 2011 kam ein weiterer Schlag für den Autobauer: Der verheerende Tsunami in Japan brachte die Autoproduktion zeitweise komplett zum Erliegen. Inzwischen aber hat Toyota ein Comeback gefeiert und sich zurück an die Weltspitze gekämpft./bbi/ch/gp/DP /she

 

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
Kommentar hinzufügen
  • Relevant
    2
  • Alle
    2
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • Sprache:
  • Alle
  • DE
  • EN
  • Sortieren:
  • Datum
  • meistgelesen
Größter Autokonzern
Toyota überflügelt GM und VW beim Absatz erneut
Toyota hat seine Position als weltweit größter Autobauer gefestigt. In den ersten drei Monaten des Jahres steigerte der japanische Konzern seinen Absatz um gut sechs Prozent auf 2,58 Millionen. » mehr
07:32 Uhr
Carmakers such as Maruti, Hyundai, Tata, Toyota, Ford, GM & Mercedes put brakes on price hikes despite margin pressures (EN, The Times India)
01:05 Uhr
Big Changes for the 2015 Toyota Camry (EN, MotleyFool)
24.04.14
Opel-Mutter GM: Toyota auf amerikanisch (Handelsblatt)
23.04.14
Business ? Toyota sells 2.58 million vehicles, outpacing GM (EN, Japan Today)
23.04.14
Toyota stays at the top in first quarter after outselling GM, Volkswagen (Reuters Business)
23.04.14
Verfolgerduell um Absatzzahlen - Toyota liegt erneut vor VW und GM (N24)
23.04.14
Erstes Quartal: Toyota bleibt weltgrößter Autobauer (manager magazin online)
23.04.14
KORREKTUR/ROUNDUP: Toyota liegt beim Absatz erneut vor Rivalen VW und GM (dpa-afx)
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Toyota Motor Corp.

mehr
  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
18.04.13Toyota Motor kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
18.12.12Toyota Motor kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
05.11.12Toyota Motor kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
23.10.12Toyota Motor kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
12.10.12Toyota Motor kaufenFuchsbriefe
18.04.13Toyota Motor kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
18.12.12Toyota Motor kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
05.11.12Toyota Motor kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
23.10.12Toyota Motor kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
12.10.12Toyota Motor kaufenFuchsbriefe
05.06.12Toyota Motor neutralCredit Suisse Group
10.05.12Toyota Motor neutralSarasin Research
19.03.12Toyota Motor neutralSarasin Research
08.02.12Toyota Motor neutralSarasin Research
18.01.12Toyota Motor haltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
11.04.11Toyota Motor sellCitigroup Corp.
19.02.09Toyota Motor Finger wegAsia Investor
29.12.08Toyota Motor für Einstieg zu frühEuro am Sonntag
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Toyota Motor Corp. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

AKTIEN IN DIESEM ARTIKEL

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig hat mit einer Forderung nach einer Sonderabgabe für Straßen für Aufsehen gesorgt.
Wenn so endlich die deutschen Straßen und Brücken saniert werden, wäre eine solche Abgabe zu unterstützen.
Die Regierung sollte endlich lernen, mit den bestehenden Einnahmen auszukommen.
Eine solche Abgabe berücksichtig weder den Umfang der Straßennutzung noch die finanzielle Situation des einzelnen Autofahrers und wäre deshalb ungerecht.
Abstimmen