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Deutsche Bank Aktie [WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008]

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27.07.2010 13:31

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ROUNDUP 3: Marktunruhen bremsen Deutsche Bank - UBS arbeitet sich aus der Krise


    (neu: Aussagen aus Telefonkonferenz, UBS-Zahlen, Kurs aktualisiert)

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Marktturbulenzen im Frühjahr haben ihre Spuren in der Quartalsbilanz der Deutschen Bank (Deutsche Bank) hinterlassen. Das Ergebnis blieb wegen eines Einbruchs im Investmentbanking deutlich hinter dem starken Jahresauftakt 2010 zurück. Ein ganz anderes Bild zeichnete hingegen die UBS. Die Schweizer Großbank kommt zunehmend besser aus der schwersten Krise ihrer Geschichte. Zwischen April und Ende Juni verbuchte das Finanzinstitut den dritten Quartalsgewinn in Folge.

    Der Finanzvorstand der Deutschen Bank, Stefan Krause, zeigte sich in einer Telefonkonferenz dennoch zuversichtlich. In einem schwierigen Marktumfeld habe sich das Investmentbanking als durchaus widerstandsfähig erwiesen. An dem Ziel für einen Vorsteuergewinn von 10 Milliarden Euro bis 2011 lässt Krause keine Zweifel. Dazu werde auch das größere Gewicht der stabilen Bankensparten wie dem Privatkundengeschäft beitragen. Eine Prognose für das laufende Jahr gab der Finanzvorstand gleichwohl nicht.

AKTIENKURSE STEIGEN

    An der Börse genießt der deutsche Branchenprimus offensichtlich einen Vertrauensvorschuss. Die Aktie gehörte am frühen Nachmittag mit einem Plus von 3,93 Prozent auf 52,36 Euro zu den größten Gewinnern im Dax (DAX). Die UBS gewann an der Züricher Börse sogar 9,17 Prozent auf 17,14 Franken. Mit zwei Milliarden Schweizer Franken (rund 1,47 Mrd Euro) Gewinn hatte die UBS mehr verdient als von Experten erwartet. Zulegen konnte die UBS im Gegensatz zur Deutschen Bank und ausländischen Branchengrößen ausgerechnet dank der Investmentbank.

 

    Bei der Deutschen Bank hingegen brachen die Erträge im klassischen Investmentbanking (Corporate Banking & Securities) im zweiten Quartal um fast ein Viertel ein. Das Handelsergebnis sackte binnen Jahresfrist von 2,6 Milliarden Euro auf 110 Millionen Euro ab. Das überraschte Analysten wie Konrad Becker von Merck Finck, der ein solches Ausmaß nicht erwartet hatte. Ein Plus bei Zins- und Provisionsüberschuss konnte den Rückgang im Handelsgeschäft nicht ausgleichen. Insgesamt verringerten sich die Erträge auf 7,2 (7,9) Milliarden Euro.

RISIKOVORSORGE BLEIBT NIEDRIG

    Analysten lobten allerdings die niedrigerer Risikovorsorge der größten deutschen Bank. Krause kündigte an, dass die Rücklagen auch auf das Gesamtjahr gesehen unter dem Wert des Vorjahres (2,6 Mrd Euro) liegen werden. Im Zeitraum April bis Juni konnte die Deutsche Bank ihre Vorsorge für faule Kredite deutlich auf 243 Millionen Euro zurückfahren - das war nur etwa ein Viertel des Vorjahreswertes von 1,0 Milliarden Euro. Auf das Halbjahr gewesen waren es nur 506 Millionen Euro.

    Das stützte den Gewinn, der trotz des Einbruchs im Handelsgeschäft mit rund 1,2 Milliarden Euro im zweiten Quartal etwas besser aus als im Vorjahreszeitraum mit 1,1 Milliarden Euro ausfiel und die Analystenschätzungen übertraf. Der Gewinn vor Steuern legte auf 1,5 (Vorjahreszeitraum: 1,3) Milliarden Euro zu.

    Deutlich nach oben ging es im zweiten Quartal im sonst eher schwächelnden Geschäft mit Privatkunden (PBC). In dieser Sparte legte der Gewinn vor Steuern von 55 Millionen Euro auf 233 Millionen Euro zu. "Der Bereich PBC erreichte das beste Quartalsergebnis seit dem Höhepunkt der Finanzkrise", sagte Ackermann. UBS-Analyst Philipp Zieschang stellte fest: "Es gibt Lebenszeichen im Privatkundengeschäft." In der Vermögensverwaltung stand im zweiten Quartal trotz einer Belastung in Höhe von 89 Millionen Euro wegen der Übernahme der Privatbank Sal. Oppenheim auch wieder ein Gewinn.

KAPITALAUSSTATTUNG 'KOMFORTABEL'

    Die Kapitalausstattung seines Instituts bezeichnete Finanzchef Krause als komfortabel. Das habe auch der europäische Banken-Stresstest gezeigt. Bei dem Test waren 91 europäische Banken untersucht worden, sieben Institute fielen bei der Veröffentlichung der Ergebnisse vergangenen Freitag durch. Die Deutsche Bank schnitt mit einer Kernkapitalquote (Tier 1) von 9,7 Prozent als eine der besten deutschen Banken ab. Im zweiten Quartal wies das Institut eine Kernkapitalquote (Tier 1) von 11,3 Prozent aus.

    Auch das Engagement in Staatsanleihen, dass die Bank nun im Anschluss an den Test noch einmal offenlegte, macht Krause keine Sorgen. Der Bestand ist deutlich niedriger als bei anderen, weniger großen Instituten./ang/ben/tw

    --- Von Annika Graf, dpa-AFX und Jörn Bender, dpa ---

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