-->-->
24.01.2013 16:06
Bewerten
 (0)

ROUNDUP 4: Verkehrte Börsenwelt: Apple enttäuscht mit Rekordergebnis

    (Neu: Analysten, Kurs, Details)

 

    CUPERTINO (dpa-AFX) - Die Sorgen um die Zukunft von Apple gewinnen trotz neuer Rekordergebnisse die Oberhand. Obwohl der von Steve Jobs groß gemachte Konzern so viele iPhones und iPads verkaufte wie nie zuvor und seinen bisher höchsten Gewinn einfuhr, brach die Aktie am Donnerstag im frühen New Yorker Handel um rund 11 Prozent auf 459 Dollar ein. Auf einen Schlag verpufften gut 50 Milliarden Dollar oder umgerechnet 38 Milliarden Euro an Börsenwert - das ist soviel, wie die Deutsche Telekom derzeit insgesamt auf die Waage bringt.

 

    Dabei waren die Zahlen des Weihnachtsquartals auf den ersten Blick gar nicht schlecht: Die iPhone-Verkäufe stiegen im Vergleich zum bereits überragenden Vorjahreszeitraum von 37,0 auf 47,8 Millionen Geräte. Der Absatz des iPad-Tablets kletterte von 15,4 auf 22,9 Millionen. Nur bei den Mac-Computern gab es einen Verkaufsrückgang von 5,2 auf 4,1 Millionen Geräte. Apple begründete den Rückgang mit einem Modellwechsel und Lieferschwierigkeiten.

 

ANALYST: 'IPHONE-VERKÄUFE HABEN DIE STIMMUNG VERGIFTET'

 

    Einige Analysten hatten jedoch mit mehr als 50 Millionen verkauften iPhones gerechnet. "Es war enttäuschend", sagte Gene Munster von der US-Investmentbank Piper Jaffray auf Bloomberg TV. Er gehört zu den renommiertesten Apple-Beobachtern. Die iPhone-Verkäufe hätten die Stimmung total vergiftet, erläuterte er den Kursrutsch.

 

    Die Investoren hatten noch weitere Punkte zu bemängeln: Zwar hatte Apple dank der Rekordverkäufe einen Rekordumsatz eingefahren - er stieg in dem Ende Dezember abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal um 18 Prozent auf 54,5 Milliarden Dollar. Doch dem standen höhere Kosten für Entwicklung, Produktion und Marketing bei den zahlreichen neuen Produkten gegenüber. Dadurch stagnierte der Gewinn beim bisherigen Rekordwert von 13,1 Milliarden Dollar.

 

    Apple-Chef Tim Cook verteidigte die Geschäftszahlen in einer Telefonkonferenz mit Analysten: "Kein Technologieunternehmen hat jemals solch ein Ergebnis erreicht." Er sei "sehr zufrieden".

 

PRODUKTOFFENSIVE ZU WEIHNACHTEN

 

    Apple hatte pünktlich zum Weihnachtsgeschäft die bisher größte und wohl auch teuerste Produktoffensive der Firmengeschichte gestartet: So brachten die Kalifornier die vierte iPad-Generation und erstmals auch ein iPad mini mit kleinerem Bildschirm heraus. Kurz davor hatte Apple das iPhone 5 vorgestellt, das einen größeren Bildschirm als die Vorgängermodelle hat. Der Konzern rundete das Ganze mit neuen Mac-Computern ab.

 

    Das iPhone 5 und das iPad mini seien das ganze Quartal über knapp gewesen, sagte Cook. Man sei mit der Produktion nicht nachgekommen. Das gleiche habe für den neuen iMac gegolten, der sogar erst im Dezember in den Handel gelangt sei. "Wir sind sicher, ohne diese Einschränkungen wären unsere Verkäufe höher gewesen", ergänzte Finanzchef Peter Oppenheimer.

 

    Im Vorfeld hatte ein Bericht für Unruhe gesorgt, Apple habe weniger iPhone-Bildschirme bei seinen Zulieferern bestellt. Das war als ein Rückgang der Nachfrage interpretiert worden. "Es wäre klug, die Richtigkeit eines jeden Gerüchts in Frage zu stellen", mahnte Cook. "Die Zulieferkette ist sehr komplex."

 

GRENZEN DES WACHSTUMS ERREICHT?

 

    Doch auch mit den offiziellen Apple-Zahlen zeigten sich die Börsianer unzufrieden. Viele sahen sich sogar in ihren Befürchtungen bestätigt, dass die Grenzen des Wachstums erreicht seien. Für das laufende zweite Geschäftsquartal prognostizierte Apple einen Umsatz zwischen 41 und 43 Milliarden Dollar sowie einen anhaltenden Druck auf die Profitabilität. Mit dem iPad mini konnte Apple zwar die Führung im Tablet-Markt verteidigen, doch zugleich wirft es weniger Geld ab als andere Apple-Produkte.

 

    UBS-Analyst Steven Milunovich sprach von einem mittelmäßigen Ausblick. Besonders geschockt hatte die Börsianer, dass es Apple dieses Mal wohl ernst mit der Prognose meint. Früher, so räumte Finanzchef Oppenheimer ein, sei die Prognose "konservativ" gewesen - Apple überbot sie in schöner Regelmäßigkeit. Jetzt gebe das Unternehmen eine Spanne an, "die wir vermutlich erreichen werden".

 

COOK: VERTRAUEN AUF KOMMENDE PRODUKTE

 

    "Wir vertrauen auf unsere kommenden Produkte", erklärte Konzernchef Cook. Apple steht unter Druck, denn die Konkurrenz rüstet auf. Erwartet wird von Apple unter anderem ein billigeres iPhone. Auch um das Apple TV kreisen immer wieder Spekulationen. Apple selbst macht seit jeher ein großes Geheimnis aus Neuheiten.

 

    Als Hauptrivale hat sich Samsung (Samsung Electronics) mit seinen Galaxy-Smartphones auf Basis des Android-Betriebssystems von Google herauskristallisiert. Zudem ist Microsoft mit seinem neuen System Windows 8 für PC, Tablets und Smartphones auf den Markt gegangen. Mit dem Surface hat der Software-Primus auch einen eigenen Tablet-Computer herausgebracht. Microsoft sollte an diesem Donnerstagabend Bilanz ziehen./das/DP/she

 

Nachrichten zu Apple Inc.

  • Relevant+
  • Alle+
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Business Insider
Das iPhone 7 ist noch nicht einmal offiziell vorgestellt worden - geschweige denn in den Läden zu kaufen - da sind Apple-Fans schon enttäuscht und richten ihre Blicke voller Hoffnung auf dessen Nachfolger: das iPhone 8.
01:04 Uhr
01:04 Uhr

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Apple Inc.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
27.07.2016Apple overweightJP Morgan Chase & Co.
27.07.2016Apple OutperformMacquarie Research
27.07.2016Apple overweightMorgan Stanley
27.07.2016Apple OutperformBernstein Research
27.07.2016Apple buyGoldman Sachs Group Inc.
27.07.2016Apple overweightJP Morgan Chase & Co.
27.07.2016Apple OutperformMacquarie Research
27.07.2016Apple overweightMorgan Stanley
27.07.2016Apple OutperformBernstein Research
27.07.2016Apple buyGoldman Sachs Group Inc.
11.01.2016Apple HoldDeutsche Bank AG
08.01.2016Apple Market PerformCowen and Company, LLC
06.01.2016Apple NeutralRosenblatt
22.12.2015Apple Market PerformCowen and Company, LLC
26.10.2015Apple Market PerformCowen and Company, LLC
26.07.2016Apple SellBGC Partners
29.10.2015Apple SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
21.10.2014Apple SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
10.09.2014Apple SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
12.09.2013Apple verkaufenJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Apple Inc. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX geht mit Gewinnen ins Wochenende -- Dow im Minus -- Fed-Vorsitzende Yellen: Argumente für Zinsanhebung stärker geworden -- STADA, VW im Fokus

Opel-Marketing-Expertin Müller zieht in den Stada-Aufsichtsrat ein. Hapag-Lloyd-Chef: Hamburger Reederei nach Fusion wettbewerbsfähiger. Deutsche Post startet ab Montag weitere Tranche des Aktienrückkaufs. Bundesfinanzministerium sieht EZB-Anleihekäufe mit Sorge. Zwei Zinsanhebungen in diesem Jahr möglich. US-Wirtschaft wächst etwas weniger als bislang ermittelt. Bundesbank: Banken drohen schärfere Regeln für riskante Geschäfte.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Welcher Darsteller verdient am meisten?
Welcher Verein hat die meisten Meistertitel?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Eigenzulassungen 2015
Diese Firmen sind innovativ
In diesen Städten stehen Sie am längsten im Stau
Das sind die besten Universitäten
Die wertvollsten Marken 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bundesregierung will die Bevölkerung wieder zur Vorratshaltung animieren, damit sie sich im Falle schwerer Katastrophen oder eines bewaffneten Angriffs vorübergehend selbst versorgen kann. Panikmache oder begründet?
-->
-->