14.12.2012 22:03
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: Abschläge bei Lebensversicherungen auf Eis - Unisex-Tarif kommt

    BERLIN (dpa-AFX) - Das Gesetz der schwarz-gelben Koalition für die geplanten Abschläge bei Lebensversicherungen sowie für Unisex-Tarife liegt vorerst auf Eis. Der Bundesrat rief am Freitag wegen des Begleitgesetzes für einen einheitlichen bargeldlosen Zahlungsverkehr in Europa (SEPA), in dem diese Änderungen geregelt werden sollen, den Vermittlungsausschuss an. Die Versicherungsbranche machte aber deutlich, dass sie bei den geschlechterneutralen Tarifen auch ohne gesetzliche Grundlage am von der EU vorgegebenen Stichtag 21. Dezember festhalten will.

 

    Das Gesetz soll die Beteiligung der Versicherten an den zurzeit besonders hohen Bewertungsreserven für festverzinsliche Wertpapiere künftig begrenzen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bedauerte die Verzögerungen und sicherte dem Bundesrat eine schnelle und konstruktive Zusammenarbeit zu. Es sei jetzt wichtig, dass man zu einer Lösung komme, die den Interessen der Versicherten Rechnung trage. Die Pläne der Bundesregierung zielten auf eine langfristige Stabilisierung der Lebensversicherungen, erklärte er.

 

    Die Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin warnte auf Anfrage mit Blick auf Lebensversicherungen: "Jeder Versicherungsnehmer sollte die Vor- und Nachteile einer Kündigung sorgfältig abwägen. Ob eine vorzeitige Kündigung günstiger ist, ist stets eine Einzelfallentscheidung und hängt von den Vereinbarungen des individuellen Vertrags ab." In jedem Fall sei die Kündigung des Versicherungsvertrags auch mit Nachteilen verbunden.

 

    Mit der Anrufung des Vermittlungsausschusses werden auch die neuen einheitlichen Tarife für Frauen und Männer (Unisex-Tarife) vorerst keine gesetzliche Grundlage bekommen. Gleichwohl machte die Branche deutlich, an dem Stichtag festhalten zu wollen. Eine Sprecherin des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erklärte am Abend, nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs sind nach Geschlecht differenzierte Tarife vom 21. Dezember 2012 ungültig. Dieses Entscheidung entfalte Bindungswirkung, auch wenn die Umsetzung in nationales Recht erst danach vorgenommen werde.

 

    Die Koalition wollte mit dem Gesetz unter anderem die Versicherungskonzerne entlasten, die wegen der niedrigen Kapitalmarktzinsen unter Druck stehen. Durch die Neuregelung würden viele Versicherte, deren Policen in der aktuellen Niedrigzinsphase zur Auszahlung anstehen, spürbar weniger Geld bekommen. Nach Protesten legte die Regierung deshalb kurzfristig noch eine Verordnung vor, mit der die Einbußen begrenzt werden sollen. Eine Härtefallregelung soll nun dafür sorgen, dass die Kunden bei der Auszahlung im Schnitt maximal Abschläge von fünf Prozent in Kauf nehmen müssen. Wie viele Versicherte davon betroffen sind, ist unklar.

 

    Der Grünen-Finanzpolitiker Gerhard Schick sprach von einer Niederlage für Schäuble und die Versicherungsbranche. "Die Anrufung des Vermittlungsausschusses beim Thema Bewertungsreserven ist richtig. Man kann nicht ein Gesetz verabschieden und aufgrund der massiven Bürgerproteste gleichzeitig dieses Gesetz per Verordnung korrigieren." Die Regierung müsse jetzt darlegen, warum diese Maßnahmen zur Rettung der Lebensversicherungsbranche nötig seien.

 

    Der GDV erklärte dagegen, eine Korrektur der geltenden Beteiligungsregelung an den Bewertungsreserven von Zinspapieren sei unverzichtbar. Ansonsten führe die jetzige Niedrigzinsphase zu einer Bevorteilung der aktuell ausscheidenden Versicherungsverträge zulasten aller anderen Verträge.

 

    Grundsätzlich will die Koalition mit dem Gesetz die ab 2014 geplanten neuen EU-Regeln für in- und ausländische Zahlungsüberweisungen regeln. Es soll die Grundlage schaffen für europaweit einheitliche 22-stellige Kontonummern (IBAN). Der Bundestag hatte das Gesetz laut Bundesrat um Bestandteile erweitert, die eigentlich erst in der Novelle des Versicherungsaufsichtsrechts vorgesehen waren./rm/wn/DP/stw

 

Nachrichten zu Allianz

  • Relevant
  • Alle1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Allianz

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
23.02.2017Allianz market-performBernstein Research
22.02.2017Allianz NeutralCredit Suisse Group
22.02.2017Allianz overweightJP Morgan Chase & Co.
22.02.2017Allianz HoldSociété Générale Group S.A. (SG)
20.02.2017Allianz UnderweightBarclays Capital
22.02.2017Allianz overweightJP Morgan Chase & Co.
20.02.2017Allianz buyOddo Seydler Bank AG
20.02.2017Allianz overweightJP Morgan Chase & Co.
20.02.2017Allianz buyKepler Cheuvreux
20.02.2017Allianz buyBaader Bank
23.02.2017Allianz market-performBernstein Research
22.02.2017Allianz NeutralCredit Suisse Group
22.02.2017Allianz HoldSociété Générale Group S.A. (SG)
20.02.2017Allianz HoldSociété Générale Group S.A. (SG)
17.02.2017Allianz HaltenIndependent Research GmbH
20.02.2017Allianz UnderweightBarclays Capital
20.02.2017Allianz UnderweightBarclays Capital
17.02.2017Allianz UnderweightBarclays Capital
17.02.2017Allianz UnderweightMorgan Stanley
06.02.2017Allianz UnderweightBarclays Capital
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Allianz nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX startet schwächer -- Asiens Börsen leichter -- BASF steigert Quartalsergebnis deutlich -- RBS verliert seit 2008 rund 58 Milliarden Pfund

British-Airways-Mutter IAG macht trotz Brexit mehr Gewinn. Kinnevik begründet Rocket Internet-Anteilsverkauf mit Interessenkonflikt. EU dürfte Megafusion von Dow und Dupont mit Zugeständnissen durchwinken. SAFRAN mit Umsatz- und Gewinnplus. Streit um Roboterwagen-Technik: Alphabet-Tochter verklagt Uber.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Top-Positionen von Warren Buffett
Jetzt durchklicken
Jetzt durchklicken
Welche Airline schneidet am besten ab?
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Welche Wertpapiere besitzen Sie?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Nordex AGA0D655
Deutsche Bank AG514000
TeslaA1CX3T
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
BayerBAY001
Apple Inc.865985
BASFBASF11
Kohl`s Corp.884195
Rocket Internet SEA12UKK
Allianz840400
Deutsche Telekom AG555750
CommerzbankCBK100
Wirecard AG747206
E.ON SEENAG99