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04.02.2012 18:03

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KOLLATERALSCHÄDEN MÖGLICH

Ackermann warnt vor Insolvenz Griechenlands

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Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat eindringlich vor einer Insolvenz Griechenlands und einem Auseinanderbrechen der Eurozone gewarnt.

In einem solchen Fall würde es zu kaum vorstellbaren Kollateralschäden kommen, sagte Ackermann am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Er warnte insbesondere vor einer Ansteckungsgefahr auf andere Länder und betonte: "Es geht nicht nur um Griechenland, sondern um Europa." Der italienische Ministerpräsident Mario Monti betonte aber, die Eurozone sei auf einem guten Weg, die Krise zu überwinden. Man habe es fast geschafft.

    Ackermann mahnte: "Es geht darum, ob Europa zusammen bleibt und zusammensteht." Wenn Europa eine starke Stimme in der Welt haben wolle, müsse es vereint sein. Das liege auch im Interesse nachfolgender Generationen. Der scheidende Deutsche Bank-Chef betonte zudem, dass Sparprogramme alleine nicht ausreichten, um die Schuldenkrise zu überwinden. "Das ist eine Frage von Sparmaßnahmen und Wachstum." Zudem müsse die Arbeitslosigkeit reduziert werden.

    Der US-Investor George Soros rief Europa zu einer konzertierten Aktion auf, um die Wirtschaft in Schwung zu bringen. "Die Ankurbelung des Wirtschaftswachstums muss von Europa ausgehen. Es gibt keinen Platz für nationale Ankurbelungsmaßnahmen."

     Monti sagte: "Wir bewegen uns auf eine Lösung der Krise in der Eurozone zu." Zudem mahnte Monti, die Euro-Staaten dürften sich nicht vom Rest Europas abkoppeln. "Wir müssen Brücken schlagen zwischen der Euro-Gruppe und anderen Staaten." Insbesondere bedauerte Monti das Ausscheren Großbritanniens beim neuen europäischen Fiskalpakt.

    Der ehemalige Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) sieht die Europäische Union an einem Scheidepunkt. Es stelle sich jetzt die Frage, ob nicht mehr Integration nötig sei - also die Abgabe von souveränen nationalen Rechten an europäische Institutionen.

   Zudem warnte Steinbrück vor verheerenden wirtschaftlichen und politischen Folgen, sollten die Menschen Vertrauen in die Marktwirtschaft verlieren. Für gefährlich hält der SPD-Politiker auch, wenn das Krisenmanagement in der Euro-Krise andere Staaten in ihrer Souveränität und Stolz berührten. "Dieses Krisenmanagement lässt wieder alte Ressentiments aufleben."

MÜNCHEN (dpa-AFX)

Bildquellen: Deutsche Bank AG

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