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15.10.2012 18:42

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ROUNDUP/Aktien Europa: Gewinne - Spanien-Spekulation und Schäuble-Aussagen

Banco Santander Central Hispano zu myNews hinzufügen Was ist das?


    PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Nach einem schwankenden Kursverlauf haben sich die europäischen Börsen am Montag mit Kursgewinnen aus dem Handel verabschiedet. Spekulationen, wonach Spanien im November unter den Euro- Rettungsschirm ESM schlüpfen werde, wurden am Markt als größter Kurstreiber angesehen. Der Leitindex Eurostoxx 50 (EuroSTOXX 50) gewann 0,67 Prozent auf 2.485,12 Punkte. Im Tagesverlauf hatte er zweimal die Marke von 2.500 Punkten getestet, bevor die Gewinne am Nachmittag abbröckelten. In Paris schloss der Cac 40 (CAC 40) 0,92 Prozent höher bei 3.420,28 Zählern, und der Londoner FTSE 100 legte 0,21 Prozent auf 5.805,61 Punkte zu.

 

    Gerüchte, das krisengeschüttelte Euro-Schwergewicht Spanien werde in Kürze komplett unter den Rettungsschirm flüchten, hatten zunächst für Rückenwind gesorgt. In diesem Falle könne die Europäische Zentralbank spanische Anleihen kaufen und so möglicherweise für eine Beruhigung der Schuldenkrise sorgen, hieß es am Markt. Zudem wurde als Stütze auf Aussagen des Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble verwiesen, wonach eine Staatspleite Griechenlands faktisch ausgeschlossen sei. Insgesamt sei es jedoch bei der vorsichtigen Haltung der Anleger geblieben, und so hätten einige im späteren Handel kurzzeitig Kasse gemacht, sagten Börsianer. Begründet wurde dies auch mit eher gemischt ausgefallenen Wirtschaftsdaten aus den USA.

 

    Aus Branchensicht gehörten Banken- und Versicherungswerte zu den größten Gewinnern - ihre Branchenindizes legten jeweils rund ein Prozent zu. "Am Markt ist die Stimmung zu Wochenbeginn gut", sagte Analyst Michael Seufert von der NordLB zu den Kursgewinnen der Bankentitel. Nach der IWF-Tagung vom Wochenende überwiege die Hoffnung, dass Griechenland weitere Hilfen gewährt werden könnten und eine Eskalation der Krise damit verhindert werden könne.

 

    Größter Verlierer unter den lediglich zwei nachgebenden Sektorindizes waren Rohstofftitel mit Einbußen von im Schnitt fast einem Prozent. Telekom-Werte verloren ein halbes Prozent, was mit einem Medienbericht begründet wurde. Darin hat sich die Europachefin der Deutschen Telekom dahingehend geäußert, dass bei den europäischen Töchtern und Beteiligungen erst ab 2014 mit einer leichten Verbesserung der Geschäftssituation gerechnet werde. Schuld sei das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld in vielen Ländern.

 

    Bei Einzelwerten standen einige Übernahmeaktivitäten im Fokus. Der norwegische Aluminiumhersteller Norsk Hydro (Norsk Hydro ASA) will einen Teil seiner Geschäfte mit denen des Mischkonzerns Orkla (Orkla AS) zusammenlegen und dazu ein Gemeinschaftsunternehmen gründen. Die Titel von Norsk Hydro konnten davon mit minus 0,61 Prozent zwar nicht profitieren, Orkla-Anteile aber zogen in Helsinki um 3,41 Prozent an.

 

    Von Vivendi (Vivendi Universal) wird dagegen laut Presseberichten eine Großfusion im Telekombereich geprüft, was die Papiere des französischen Mischkonzerns um fast drei Prozent steigen ließ. Und zu guter Letzt sorgte ein Gebot des US-Finanzinvestors Advent bei der deutschen Handelskette Douglas (DOUGLAS) für Aufsehen. Deren Titel zogen in Frankfurt um rund acht Prozent an.

 

    Abgesagt wurde hingegen eine Transaktion zwischen der Banco Santander (Banco Santander Central Hispano) und der britischen Royal Bank of Scotland (RBS) , die sich nach einem neuen Käufer für 316 ihrer Filialen umsehen muss. Die spanische Großbank begründete ihre Absage mit Verzögerungen in der Ausführung der Vereinbarungen. Die RBS-Aktien büßten daraufhin gut ein Prozent ein, jene der Banco Santander schlossen sich dagegen der freundlichen Branchentendenz in Europa mit plus 1,20 Prozent an.

 

    Nach der Vorlage von besser als erwartet ausgefallenen September-Eckdaten verbuchten die Papiere von Hennes & Mauritz (H&M) (HennesMauritz AB (HM, H&M)) in Stockholm ein Plus von rund zwei Prozent./tih/wiz

 

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