19.06.2012 18:41
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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Fest - Hoffnung auf Lockerung der US-Geldpolitik

    PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf weitere geldpolitische Lockerungen durch die US-Notenbank hat die europäischen Börsen am Dienstag angetrieben. Die Fed gibt an diesem Mittwoch bekannt, ob sie die US-Konjunktur durch zusätzliche Maßnahmen stützen wird. Der Eurostoxx 50 (EuroSTOXX 50) stieg um 1,97 Prozent auf 2.198,01 Punkte, und der britische FTSE 100 kletterte um 1,73 Prozent auf 5.586,31 Punkte. Der spanische IBEX-35-Index zog um mehr als zwei Prozent, das italienische Kursbarometer FTSE MIB um über drei Prozent an. Der französische CAC 40 rückte etwas weniger deutlich um 1,69 Prozent auf 3.117,92 Punkte vor. Hier belastete die Gewinnwarnung des Lebensmittelkonzerns Danone (Groupe Danone).

 

    Analyst Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg führte die Kursaufschläge an den europäischen Börsen unter anderem darauf zurück, dass Anleger vor der Griechenland-Wahl in großem Stil auf fallende Kurse gesetzt hätten. Bis Freitag zum Verfallstermin an der Terminbörse Eurex hätten sich zwar wieder viele mit Aktien eingedeckt, doch die Kaufserie sei noch nicht ganz vorbei und erweise sich zumindest noch kurzfristig als Kursstütze. Erst einmal in den Hintergrund rückten Händlern zufolge die zeitweise beängstigenden Renditeniveaus bei spanischen und italienischen Anleihen.

 

    Dank der Spekulationen um zusätzliche Maßnahmen der Fed machten Bankaktien im Tagesverlauf ihre anfänglichen Verluste wieder wett. Societe Generale (Société Générale) etwa kletterten um 2,70 Prozent und die Titel der Unicredit (UniCredito Italiano (vor Aktienzusammenlegung)) verteuerten sich gar um 4,62 Prozent auf 2,5840 Euro. Die Papiere von BNP Paribas rückten um 2,70 Prozent vor. Kursgewinne von bis zu 4,78 Prozent verbuchten sie Anteilsscheine von BBVA (Banco Bilbao Vizcaya Argentaria), Santander (Banco Santander Central Hispano) und Intesa SanPaolo (Intesa Sanpaolo).

 

    Eine Auktion von Geldmarktpapieren hatte zwischenzeitlich für trübe Stimmung unter den Anlegern gesorgt. So konnte das große Euro-Sorgenkind Spanien an diesem Tag zwar wie geplant drei Milliarden Euro einsammeln, doch das Zinsniveau erreichte zwischenzeitlich selbst im kurzen Laufzeitbereich eine bedrohliche Höhe.

 

    Schlusslicht im Leitindex der Eurozone und im CAC 40 waren die Aktien von Danone (Groupe Danone) mit minus 6,04 Prozent auf 48,70 Euro. Die Krise im Euroraum und höhere Rohstoffkosten beeinträchtigen beim französischen Lebensmittelkonzern zunehmend das Geschäft. Seit dem Ende des ersten Quartals schwächte sich die Nachfrage in Südeuropa unerwartet deutlicher ab. Der Konzern reduzierte daher seine Schätzung für die operative Marge 2012 und will nun unter anderem seine Preise senken. Das Analysehaus Kepler kappte daraufhin das Kursziel für die Aktie von 60,00 auf 57,00 Euro, beließ aber das Anlageurteil auf "Buy". Die Titel von Unilever und L'Oreal (LOréal) wurden in Mitleidenschaft gezogen. So verloren die Aktien des niederländisch-britischen Konzerns 0,37 Prozent. Für die L'Oreal ging es nur um 0,10 Prozent nach oben.

 

    Die Papiere von Nokia rückten lediglich um unterdurchschnittliche 1,32 Prozent vor und litten damit etwas unter einer kräftigen Kurszielsenkung der HSBC. Die britische Investmentbank hatte das Kursziel für die Aktien des finnischen Handyherstellers um mehr als die Hälfte von 3,80 auf 1,80 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Schwächere Geschäftsaussichten hätten ihn veranlasst, seine Gewinnprognosen zu senken, schrieb Analyst Richard Dineen. Der Experte erwartet zunehmenden Druck für das Modell Lumia, da asiatische Anbieter im unteren Smartphone-Preissegment weiter aggressiv bleiben dürften.

 

    Die Aktionäre des Glasfasernetzbetreibers Cable & Wireless Worldwide (C&W) (Cable and Wireless) stimmten der Übernahme durch den britischen Telekom-Konzern Vodafone zu, was die Vodafone-Papiere um 2,00 Prozent steigen ließ. Die C&W-Titel notierten hingegen kaum verändert mit plus 0,03 Prozent./la/jha/

 

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Business Insider
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