15.02.2013 18:43
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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Mehrheitlich Verluste - G20-Treffen im Blick

    PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen sind am Freitag mehrheitlich mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Von Händlern hieß es, die Blicke der Anleger richteten sich auf das laufende G20-Treffen der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer und die dortigen Aussagen zu den Wechselkursen. Von den jüngsten US-Konjunkturdaten kamen keine klaren Signale, während die aktuellen europäischen Unternehmenszahlen durchgängig positiv aufgenommen wurden.

 

    Der Eurostoxx 50 (EuroSTOXX 50) schloss 0,76 Prozent tiefer bei 2.615,26 Punkten. Auf Wochensicht verbuchte der Leitindex der Eurozone ein Minus von 0,06 Prozent. In Paris gab der Cac 40 (CAC 40) am Freitag um 0,25 Prozent auf 3.660,37 Punkte nach. Dagegen schaffte der Londoner FTSE 100 ein minimales Plus von 0,01 Prozent auf 6.328,26 Punkte.

 

    Kreisen zufolge weicht der gemeinsame Erklärungsentwurf der G20-Länder zu den Wechselkursen in einer entscheidenden Passage vom jüngsten Statement der G7 ab. Wie ein nicht genannter Vertreter der G20 der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte, gebe das Dokument nicht die Auffassung der G7 wider, wonach Wechselkurse kein politisches Ziel sein sollten. Zuletzt war Japan eine bewusste Schwächung des Yen vorgeworfen worden. Derweil war in den USA die Stimmung in der Industrie des Bundesstaats New York (Empire State Index) auf den höchsten Stand seit Mai 2012 gestiegen, während das von der Universität Michigan ermittelte Konsumklima sich überraschend aufgehellt hatte. Allerdings war die Industrieproduktion zuletzt überraschend ein wenig zurückgegangen.

 

    Aus Branchensicht wurden vor dem Wochenende die Aktien der Medienunternehmen favorisiert: Im Stoxx Europe 600 legte der Subindex um 0,73 Prozent zu. Dagegen büßten die Telekommunikationstitel am Ende der Sektorübersicht 0,75 Prozent ein.

 

    Bei den Einzelwerten sorgten Zahlen für positive Kursreaktionen. Die Eni-Titel verteuerten sich an der EuroStoxx-Spitze um über zwei Prozent, nachdem der Ölkonzern im abgelaufenen Geschäftsjahr von einer gestiegenen Produktion profitiert und den Gewinn leicht gesteigert hatte. Der im Schlussquartal rückläufige Überschuss verfehlte zwar die Erwartungen. Auf bereinigter operativer Basis lobten Börsianer aber das über den Marktprognosen ausgefallene Ergebnis.

 

    Die Aktien von PPR nahmen mit einem Plus von mehr als siebeneinhalb Prozent die Pole Position im Cac 40 ein - bei 172,00 Euro schlossen sie auf dem höchsten Stand seit mehr als elf Jahren. Laut Händlern lag vor allem der Betriebsgewinn im fortgeführten Geschäft über den Erwartungen. Die Aktionäre sollen zudem eine um sieben Prozent höhere Dividende erhalten.

 

    Im Amsterdam-Exchanges-Index (AEX) (AEX) wiederum stachen Aegon mit einem Kursaufschlag von mehr als fünf Prozent hervor. Der Gewinn des Versicherungskonzerns war im vierten Quartal überraschend hoch ausgefallen. Außerdem kündigte das Unternehmen an, seine Aktionärsstruktur vereinfachen zu wollen. Die Titel des britischen Bergbaukonzerns Anglo American verteuerten sich um über ein Prozent. Händler machten eine positive Überraschung beim bereinigten Ergebnis und der Dividende für die gute Kursentwicklung verantwortlich, obwohl der Bergbaukonzern 2012 wegen milliardenschwerer Abschreibungen tief in die roten Zahlen gerutscht war./gl/he

 

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