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27.01.2012 10:24

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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax dämmt Anfangsverluste ein

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax (DAX) hat am Freitag dank einer weiter positiven Stimmung seine Auftaktverluste deutlich eingedämmt. Die anderen Aktienindizes der Dax-Familie schafften es sogar ins Plus. Bis eine Stunde nach Handelsstart reduzierte der Leitindex - der anfangs unter Gewinnmitnahmen nach der jüngst freundlichen Entwicklung gelitten hatte - sein Minus auf 0,13 Prozent auf 6.531,49 Punkte. Am Vortag hatte der Dax erstmals seit Anfang August wieder über 6.500 Punkten geschlossen. Auf Wochensicht dürfte er erneut zulegen, das wäre die sechste Gewinnwoche in Folge. Der MDAX (MDAX) mittelgroßer Werte stieg zuletzt um 0,10 Prozent auf 9.984,95 Punkte, der TecDax schaffte ein kleines Plus von 0,02 Prozent auf 745,92 Punkte.

 

    "Der deutsche Aktienmarkt wird sich nach dem gestern erreichten Fünfmonatshoch heute wohl freundlich ins Wochenende verabschieden", schrieb Analyst Werner Bader von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). "Da auch die laufende Quartalssaison bislang ohne größere Tiefschläge über die Bühne geht, spricht kurzfristig wenig für einen größeren Rückschlag oder gar eine erneute Trendwende."  Ein anderer Marktteilnehmer verwies auf die starken Kursgewinne griechischer Banken, die Hoffnung auf einen Durchbruch bei den Verhandlungen mit Griechenland über einen Schuldenschnitt zeigten. Ansonsten verharrten die europäischen Branchenwerte aber deutlich im Minus. Am Nachmittag könnten weitere Impulse aus den USA beispielsweise von Chevron-Zahlen (Chevron) und dem Verbrauchervertrauen der Uni Michigan kommen.

 

THYSSENKRUPP SCHWÄCHER: GEWINNMITNAHMEN, NIPPON STEEL

 

    Die Papiere von ThyssenKrupp gaben nach den jüngsten Kursgewinnen um 0,90 Prozent auf 21,935 Euro nach. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen, die eine eigentlich positive Nachricht überlagerten. Laut "Financial Times Deutschland" (FTD) steht der geplante Verkauf der Edelstahlsparte Inoxum kurz vor dem Abschluss. Nach Informationen der Zeitung soll der Aufsichtsrat in der kommenden Woche dem Verkauf an den finnischen Konkurrenten Outokumpu zustimmen. Ein Börsianer wertete den Bericht über den unmittelbaren Verkauf positiv. Ganz überraschend sei das aber nicht. Zudem wirkten sich schwache Zahlen von Nippon Steel stärker auf die Notierungen im Sektor aus. Im MDax verloren die Salzgitter-Titel (Salzgitter) 1,72 Prozent.

 

    Auch bei den zuletzt gut gelaufenen Commerzbank-Titeln (Commerzbank) machten die Anleger Kasse, so dass sie um 1,53 Prozent auf 1,862 Euro nachgaben. Die Aktien von K+S verloren ungeachtet positiver Nachrichten 0,68 Prozent auf 37,135 Euro. Händler verwiesen auf einen Medienbericht, dem zufolge eine Tochtergesellschaft des Salz- und Düngemittelherstellers in Chile erstmals Salz nach China verschifft hat. Das Kasseler Unternehmen könnte zu einem Lieferanten für die chinesische Chemieindustrie werden, heißt es weiter. Dies sei positiv für die Wahrnehmung der Aktie, sagte ein Börsianer. Am Vortag hatten die Papiere etwas unter schwachen Zahlen des Konkurrenten Potash gelitten. Commerzbank-Analyst Lutz Grüten nahm diese zum Anlass, sein Votum sowie das Kursziel für die K+S-Aktie nach unten zu revidieren.

 

EADS SEHR FEST - ZUKAUFSPLÄNE, FÜHRUNGSWECHSEL, STUDIE

 

    Hingegen ging es für die Anteilsscheine von EADS um 2,10 Prozent auf 26,010 Euro hoch. Der Luft- und Raumfahrtkonzern kann eigenen Aussagen zufolge dank eines üppigen Finanzpolsters über Zukäufe nachdenken. Der Führungswechsel ist laut Analyst Stephan Böhm von der Commerzbank keine Überraschung. Derweil stufte Exane BNP Paribas die Titel gleich um zwei Stufen hoch und erwartet nun eine überdurchschnittliche Kursentwicklung.

 

    Im TecDax sanken die Aktien von Adva Optical Networking (ADVA) um 1,19 Prozent. Als Belastungsfaktor für die Titel des Glasfaserkabel-Spezialisten sahen Händler den enttäuschenden Ausblick für das erste Geschäftsquartal, den der Netzwerkausrüster Juniper Networks am Vortag nach Börsenschluss vorgelegt hatte. Dessen Aktien hatten daraufhin nachbörslich acht Prozent an Wert eingebüßt./gl/fat

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