Am Markt richten sich die Blicke der Börsianer vor allem auf Italien, wo die Wahllokale um 15 Uhr schließen. "Die Ergebnisse werden mit Spannung erwartet, da die Fortsetzung der Reformpolitik der Übergangsregierung Monti als wesentlicher Baustein für die Sanierung von Etat und Wirtschaft des drittgrößten Euro-Landes gesehen wird", sagte Investmentanalyst Thomas Hollenbach von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Der Wahlausgang gilt als sehr ungewiss, es wird mit einer schwierigen Regierungsbildung gerechnet. Ein Experte sprach aber von einem gar nicht so hohen Risiko für die Aktienmärkte, da bei italienischen Papieren schon viel Negatives im Kurs enthalten sei.
MERCK UND FMC MIT RÜCKSCHLÄGEN
Ein Verlierer waren die Merck-Aktien (Merck), die nach einem Rückschlag bei einem Arzneimittel 0,66 Prozent auf 104,90 Euro einbüßten. Der Wirkstoffkandidat Cilengitide konnte in Verbindung mit einer Radiochemotherapie keine signifikante Verlängerung der Überlebenszeit bei Hirntumoren erreichen. Der zweite Dax-Verlierer waren die FMC-Titel (Fresenius Medical Care) mit minus 0,77 Prozent, was am Markt mit dem Rückruf eines alternativen Anämiepräparats für Dialysepatienten erklärt wurde. Commerzbank-Analyst Volker Braun sieht davon die Verhandlungsposition gegenüber Amgen, dem Hersteller des bisherigen Standardmedikaments EPO, nicht wie erhofft verbessert.
Eine Erholung gab es dagegen für die Aktien von Volkswagen (Volkswagen vz), die am Freitag wegen des Ausblicks massiv unter Druck geraten waren - trotz eines für 2012 ausgewiesenen Rekordgewinns. Die Titel legten fast zweieinhalb Prozent zu, auch wenn jüngste Aussagen zum ersten Quartal von Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch die etwas trüberen Aussichten bestätigten. Außerdem passten diverse Analysten ihre Kursziele am Montag nach den Zahlen nach unten an.
K+S IM AUFWIND NACH CITIGROUP-EMPFEHLUNG
Eine positive Analystenstimme machte die Aktien von K+S zum Spitzenreiter im Dax. Die Titel des Düngemittel- und Salzherstellers zogen nach einer Kaufempfehlung der Citigroup um mehr als drei Prozent an. Laut Analyst Andrew Benson sollte eine Erholung der Kali-Nachfrage auf Normalniveau für eine überdurchschnittliche Kursentwicklung sorgen. Die Dividendenrendite sei zudem attraktiv und nachhaltig.
Für den TecDax waren die dort schwer gewichteten Titel von Wirecard eine Stütze: Sie profitierten mit einem Aufschlag von dreieinhalb Prozent von einer angekündigten Kooperation mit dem Telekom-Konzern Vodafone
| Name | WKN | Hebel | |
|---|---|---|---|
| Fresenius Medical Care MINI Long | Long | AA7MPG | 11,23 |
| Fresenius Medical Care MINI Short | Short | AA6CL8 | 7,28 |
| Merck KGaA MINI Long | Long | AA7B75 | 5,72 |
| Merck KGaA MINI Short | Short | AA6BRR | 5,54 |
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| Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (FMC) St. | 53,82 | 1,16% | ||
| K+S AG (K + S K&S) (Inhaberaktien) | ||||
| Merck KGaA | 123,70 | 3,93% | ||
| Volkswagen AG Vz. (VW AG) | 172,00 | -0,12% |
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