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20.06.2012 10:13

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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Gewinnmitnahmen vor US-Zinsentscheid

Deutsche Telekom zu myNews hinzufügen Was ist das?


    FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach drei Gewinntagen in Folge hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch einen kleinen Dämpfer erhalten. Der Fokus der Anleger liege auf der Zinsentscheidung in den USA am Abend, sagte Analyst Cameron Peacock von IG Markets. Der Dax (DAX) pendelte zur Eröffnung um seinen Vortagsschluss und verlor zuletzt 0,43 Prozent auf 6.335,75 Punkte. Die vergangenen Tage hatten der wie erhofft positive Wahlausgang in Griechenland und die Hoffnung auf Maßnahmen der Notenbanken zur Stimulierung der Wirtschaft die Börsen gestützt. Der MDAX (MDAX) sank um 0,13 Prozent auf 10.283,65 Punkte, und für den TecDax (TecDAX) ging es um 0,25 Prozent auf 738,21 Punkte nach unten.

 

    Vor der Sitzung der Federal Reserve (Fed) könnten nun einige Anleger vorsichtig agieren und Gewinne mitnehmen, hieß es von Experten. LBBW-Investmentanalyst Ralf Herre sprach von einer "Verschnaufpause an den Märkten. Händler Markus Huber von ETX Capital verwies zudem darauf, dass die Ergebnisse des G20-Treffen der führenden Wirtschaftsnationen in Mexiko erwartungsgemäß ausgefallen seien und die Abschlusserklärung zum weiteren Vorgehen in der europäischen Schuldenkrise enttäuscht habe. Von den Übersee-Börsen kamen uneinheitliche Vorgaben.

 

ALLIANZ UNTER DAX-FAVORITEN

 

    Die Aktien der Allianz gewannen als einer der besten Dax-Titel 0,75 Prozent auf 75,56 Euro. Sie reagierten damit positiv darauf, dass der Konzern sein Engagement in Belgien mit der Übernahme des Versicherungsgeschäfts von Mensura stärkt. Kepler-Analyst Fabrizio Croce sprach von einem kleineren Zukauf, der im Zusammenhang mit den neuen Kapitalregeln für Versicherer (Solvency II) zu sehen sei. Die Transaktion sei zwar klein im Hinblick auf die Ergebnisrelevanz bei Allianz, zeige aber doch die ersten Auswirkungen der neuen Kapitalanforderungen. Händler begründeten das Plus allerdings vor allem mit einem Exklusivbericht der "Financial Times Deutschland", wonach die EU die Regeln noch entschärfen könnte. Versicherer hatten die angestrebten Regeln scharf kritisiert.

 

    Ansonsten führten Analystenkommentare zu Bewegung im deutschen Leitindex. Die Anteilsscheine der Deutschen Telekom (Deutsche Telekom) legten nach einer Hochstufung durch die US-Bank Bernstein um 0,81 Prozent zu. Analystin Robin Bienenstock traut der Aktie nun eine überdurchschnittliche Entwicklung zu und erhöhte auch das Kursziel, da die Telekom "teutonische Sicherheit mit spannenden Kurstreibern" biete. Beim Energiekonzern Eon sorgte eine Kaufempfehlung der japanischen Bank Nomura für Kursgewinne von ebenfalls 0,81 Prozent.

 

DEUTSCHE WOHNEN SEHR FEST: BEZUGSPREIS FÜR KAPITALERHÖHUNG

 

    Für die Papiere von Deutsche Wohnen ging es nach der Bekanntgabe von Einzelheiten zu einer Kapitalerhöhung um deutliche 3,07 Prozent auf 12,070 Euro hoch, womit sie den Spitzenplatz im MDax einnahmen. Der im MDax notierte Immobilienkonzern will mit der Kapitalerhöhung zur Übernahme von BauBeCon und anderer Unternehmen rund 460 Millionen Euro einsammeln. Den Bezugspreis für die bis zu 43,8 Millionen neuen Aktien setzte das Unternehmen am Vorabend auf 10,50 Euro je Anteilsschein fest. Wie hoch der Bruttoemissionserlös genau ausfällt, soll am 26. Juni feststehen. Zuvor hatte Deutsche Wohnen eine Spanne von 425 bis 475 Millionen Euro genannt. "Dass der Bezugspreis am oberen Ende der Erwartungsspanne liegt, dürfte sich leicht positiv auf die Aktie auswirken", schrieb ein Händler. Es lohne ein Blick auf die Bezugsrechte, die an den vergangenen Tagen deutlich unter dem fairen Wert von 0,52 Euro je Aktie gehandelt worden seien. Diese waren zum Handelsschluss am Dienstag bei 0,350 Euro gehandelt worden und sprangen nun um satte 87,14 Prozent auf 0,655 Euro hoch./gl/rum

 

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