27.12.2012 09:56
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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Weiter freundlich trotz US-Problemen

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Ungeachtet der drohenden Fiskalklippe in den USA winkt dem Dax (DAX) zum Jahresabschluss noch ein Schlussspurt. Am vorletzten Handelstag 2012 legte der deutsche Leitindex im frühen Handel um 0,11 Prozent zu auf 7.644,69 Punkte. Zuletzt war das Kursbarometer fünf Wochen am Stück gestiegen und steuert auf einen Jahresgewinn von rund 30 Prozent zu. Der MDAX (MDAX) büßte derweil 0,15 Prozent ein auf 11.975,75 Punkte und der TecDax (TecDAX) gab um 0,31 Prozent nach auf 833,44 Punkte.

 

DROHENDE FISKALKLIPPE IN DEN USA BLEIBT HAUPTTHEMA

 

    Verhageln könnte einen freundlichen Jahresabschluss vor allem noch der Haushaltsstreit in den USA. Bei der Suche nach einer Lösung wird die Zeit immer knapper. US-Präsident Barack Obama hat seinen Weihnachtsurlaub auf Hawaii abgebrochen und kehrt an diesem Donnerstag nach Washington zurück. Gelingt bis zur Silvesternacht im Tauziehen mit den Republikanern um ein Programm zum Defizitabbau kein Kompromiss, droht der Sturz von der sogenannten Fiskalklippe. Das heißt, auf die Amerikaner kämen ab 1. Januar Steuererhöhungen und automatische massive Ausgabenkürzungen zu. Experten warnen vor einer neuen US-Rezession und schweren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.

 

    Zusätzliche Komplikationen könnte es dadurch geben, dass die USA ausgerechnet am Jahresende erneut ihr Schuldenlimit erreichen. Finanzminister Timothy Geithner will zwar nach eigenen Angaben durch Etat-Umschichtungen etwas zeitlichen Spielraum gewinnen, machte zugleich aber deutlich, dass auch hier die Uhr tickt.

 

BASF GEFRAGT - BAYER SCHLUSSLICHT

 

    Besonders gefragt waren BASF-Papiere mit einem Zuwachs von 1,08 Prozent. Bayer-Aktien liefen im nachrichtenarmen Handel indes mit minus 1,40 Prozent hinterher.

 

    Auch für Adidas (adidas) ging es um 0,46 Prozent nach unten. Der Sportartikelhersteller setzt trotz Euro-Schuldenkrise und Wirtschaftsflaute in vielen Ländern seine Rekordjagd fort und erwartet 2012 einen Umsatz über 14,5 Milliarden Euro, wie Vorstandschef Herbert Hainer der "Süddeutschen Zeitung" sagte. Damit bestätigte er die im November wegen der Probleme bei der US-Tochter Reebok leicht gesenkte Umsatzprognose und nannte erstmals einen konkreten Wert. Ein Händler stellte indes auf zurückhaltende Kommentare zum langfristigen Ziel für 2015 ab, die die Stimmung etwas belasteten.

 

    Lanxess-Papiere (LANXESS) gaben nach Presseberichten ebenfalls leicht nach. In einem Pressebericht äußerte sich der neue Chef der RAG-Stiftung, Werner Müller, gegen eine Verbindung der beiden Chemiekonzerne Evonik und Lanxess. "Das ist definitiv kein Thema", sagte Müller den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Samstag). Ein Zusammengehen würde "weder Evonik noch Lanxess gerecht". In der Vergangenheit war wiederholt über einen Zusammenschluss der beiden Chemiekonzerne spekuliert worden. Aussagen des Lanxess-Chefs Axel Heitmann gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" wertete ein Börsianer neutral.

 

EINZELHÄNDLER HOFFEN AUF GUTES GESCHÄFT NACH WEIHNACHTEN

 

    Metro-Aktien (METRO) traten auf der Stelle. Der deutsche Einzelhandel hofft auf gute Geschäfte nach Weihnachten, wie der Geschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Kai Falk, am Mittwoch auf dpa-Anfrage sagte. Das Weihnachtsgeschäft hatte erst in der letzten Woche vor Heiligabend deutlich an Schwung gewonnen. Insgesamt rechnet der HDE für November und Dezember mit rund 80,4 Milliarden Euro Umsatz. Das wäre im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von nominal 1,5 Prozent und damit etwas weniger als die Inflationsrate./ag/rum

 

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