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10.01.2012 18:04

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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax legt dank Fitch und Alcoa deutlich zu

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Aussagen der Ratingagentur Fitch und ein freundlich aufgenommener Ausblick von Alcoa haben dem Dax (DAX) am Dienstag starke Gewinne beschert. Der deutsche Leitindex schloss 2,42 Prozent höher bei 6.162,98 Punkten. Für den MDAX (MDAX) der mittelgroßen Werte ging es um 2,46 Prozent auf 9.388,77 Punkte hoch. Dagegen wurde der Technologiewerte-Index TecDax (TecDAX) von einem Kurseinbruch bei der Software AG (Software) belastet und sank um 0,92 Prozent auf 706,70 Punkte. Nach Ansicht von Fitch ist eine Herunterstufung der Kreditwürdigkeit Frankreichs in diesem Jahr unwahrscheinlich. Derweil kam bei der Zahlenvorlage des Aluminiumkonzerns Alcoa insbesondere die Aussage, die Aluminium-Nachfrage werde in diesem Jahr um sieben Prozent steigen, gut an.

 

    "Vor dem Hintergrund dieser positiver Nachrichten drückt die vorhandene Liquidität in den Markt durch", sagte Fondsmanager Thilo Müller von MB Fund Advisory. "Viele, die gestern eher einen Rutsch unter die 6.000-Punkte-Marke erwartet hatten, sind auf dem falschen Fuß erwischt worden." Mit der Entwicklung seit Jahresanfang hole das Börsenbarometer die ausgefallene Jahresend-Rally nach. Zudem dächten einige Anleger angesichts der Negativrenditen für Bundesanleihen nun wohl doch über ein Engagement in Sachwerten nach, zu denen auch Aktien gehörten.

 

'POSITIVE FUNDAMENTALDATEN WURDEN ZULETZT VERGESSEN'

 

    Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank, verwies zudem darauf, dass die Anleger "inmitten der vielen Krisensymptome die ebenso zahlreichen positiven Fundamentaldaten bisher wohl vergessen hatten". So sorgten etwa die sinkenden Renditen für kurzfristige Anleihen der prekären Euroländer Italien und Spanien für Entspannung. "Daneben sollte man sich vor Augen führen, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr über drei Prozent wächst."

 

    Besonders stark von der verbesserten Stimmung am Aktienmarkt profitierte der Bankensektor: Die Commerzbank-Titel (Commerzbank) gehörten mit plus 4,84 Prozent auf 1,235 Euro zu den Spitzenwerten im Leitindex. Die teilverstaatlichte Bank hatte zudem erneut betont, dass sie die Kapitalanforderungen der europäischen Bankenaufsicht EBA aus eigener Kraft stemmen könne. Die Titel der Deutschen Bank (Deutsche Bank) schafften ein Plus von 4,23 Prozent auf 27,480 Euro. Bester Wert waren indes HeidelbergCement mit Kursgewinnen von knapp sieben Prozent. Die Siemens-Titel (Siemens) drehten im späten Handel ins Plus, schlossen dann aber prozentual unverändert bei 75,75 Euro. Börsianer verwiesen darauf, dass der Elektrokonzern seinen Ausblick bestätigt habe. Zuvor hatten noch Aussagen des Finanzvorstands, dass die Ziele für 2012 «ambitioniert» seien, sowie enttäuschende Zahlen des Konkurrenten Philips (Philips Electronics) für Kursverluste gesorgt.

 

SOFTWARE AG BRECHEN NACH GEWINNWARNUNG EIN

 

   Im TecDax brachen die Aktien der Software AG angesichts einer Gewinnwarnung um 20,14 Prozent auf 24,250 Euro ein. Im Dax litten auch die SAP-Titel (SAP) mit einem Minus von 1,41 Prozent als schwächster Wert darunter. Dagegen ließ ein überraschend starker Auftragseingang im vierten Quartal die Aktien des Windkraftanlagenbauers Nordex um 7,38 Prozent steigen.

 

   Der Eurostoxx 50 (EuroSTOXX 50) schloss 2,67 Prozent höher bei 2.347,47 Punkten. Die nationalen Indizes in Paris und London legten ebenfalls deutlich zu. An der Wall Street stand der Dow Jones Industrial (Dow Jones) zum europäischen Handelsschluss etwa 0,8 Prozent im Plus.  

 

   Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 1,52 (Vortag: 1,53) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,07 Prozent auf 131,24 Punkte. Der Bund Future verlor 0,36 Prozent auf 138,60 Punkte. Der Euro (Dollarkurs) notierte fast unverändert bei 1,2744 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank  den Referenzkurs auf 1,2808 (Montag: 1,2728) Dollar festgesetzt und  der Dollar damit 0,7808 (0,7857) Euro gekostet./gl/he

 

    --- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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