10.12.2012 18:14
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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax steigt trotz Regierungskrise in Italien

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Trotz der Regierungskrise in Italien hat der Dax (DAX) am Montag moderat hinzugewonnen. Nach einem schwachen Start drehte der deutsche Leitindex am Nachmittag ins Plus und schloss mit einem Aufschlag von 0,17 Prozent bei 7.530,92 Punkten. Damit setzte der Dax seine Mitte November begonnene Rally fort. Der MDAX (MDAX) rückte um 0,02 Prozent auf 11.898,61 Punkte vor. Der TecDax (TecDAX) sank hingegen um 0,49 Prozent auf 831,71 Punkte.

 

    Anleger hätten sich im Tagesverlauf bei Dax-Ständen unter 7.500 Punkten eingedeckt, hieß es aus dem Handel. Dies sowie der positive Auftakt der Wall Street hätten den Dax zunächst stabilisiert und dann für moderate Gewinne gesorgt. Zudem investierten viele institutionelle Anleger, die bisher Aktien gemieden hätten, noch vor dem Jahresende in diese Anlageklasse, kommentierte Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank (Baader Wertpapierhandelsbank). Auch deshalb könne der Comeback-Versuch des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi die Stimmung bei deutschen Aktien nicht "vergiften".

 

BANKENWERTE SCHWACH, VW ÜBERZEUGT MIT NOVEMBER-AUSLIEFERUNGEN

 

    Bester Dax-Wert waren die Aktien der Merck KGaA (Merck) mit plus 1,49 Prozent. Bei Bankenwerten sah das Bild weniger freundlich aus: Neben der Regierungskrise in Italien belastete ein Medienbericht diese europaweit. Demzufolge droht europäischen Kreditinstituten eine Klage der Europäischen Union wegen möglicherweise manipulierter Zinssätze. Im Sog dieser Entwicklung büßten die Titel der Commerzbank als Dax-Schlusslicht 1,64 Prozent ein. Deutsche-Bank-Papiere (Deutsche Bank) gaben um 1,14 Prozent nach. Im MDax sackten die Titel der Aareal Bank um 4,30 Prozent ab.

 

    Die Aktien von ThyssenKrupp stiegen nach Medienberichten zum Stahlgeschäft und vor Zahlen mit plus 0,22 Prozent in etwa auf dem Niveau des Marktes. Einen leicht positiven Kurseinfluss sehen Händler in einem Artikel der "Wirtschaftswoche", wonach ThyssenKrupp alle Optionen für seine deutschen Stahlwerke prüfen will. Am heutigen Montag beschäftigt sich eine Aufsichtsratssitzung mit den Stahlwerken in Amerika sowie dem Umbau des Vorstands. Die Volkswagen-Titel (VW) (Volkswagen vz) gewannen nach deutlich gestiegenen Auslieferungen im November 0,66 Prozent.

 

AIXTRON RUTSCHEN AUF JAHRESTIEF

 

    Die Papiere des Versicherers Talanx gingen nach zwischenzeitlich deutlichen Gewinnen prozentual unverändert aus dem Handel. Allerdings hatten sie bereits am Freitag mehr als zwei Prozent zugelegt. Der Börsenneuling steigt zur Wochenmitte in den MDax auf und ersetzt in diesem die Aktien der Douglas Holding. Im TecDax rutschten die Aixtron-Aktien auf ein neues Jahrestief. Zum Xetra-Schluss notierten die Papiere mit minus 4,21 Prozent auf 9,05 Euro leicht darüber. Analyst Harald Schnitzer von der DZ Bank erwartet kurzfristig keinen Trendwechsel für den Spezialmaschinenbauer. Das Marktumfeld bleibe schwierig: Die LED-Produzenten hätten mit Überkapazitäten und fallenden Preisen zu kämpfen, was sich auf ihre Investitionspläne niederschlage.

 

    Am deutschen Anleihemarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,03 Prozent am Freitag auf 1,00 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 135,47 Punkte. Der Bund Future verlor 0,10 Prozent auf 145,59 Punkte. Der Kurs des Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2930 (Freitag: 1,2905) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7734 (0,7749) Euro./mis/she

 

    --- Von Michael Schilling, dpa-AFX ---

 

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