15.02.2013 18:22
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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax verliert - G20-Treffen im Blick

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Freitag nicht von seinem Rücksetzer am Vortag erholen können. Die Blicke der Anleger hätten sich vor allem am Nachmittag auf den G20-Gipfel gerichtet, sagten Börsianer. Auf dem Gipfel ringen die Staaten um eine gemeinsame Linie bei den Wechselkursen. Der Entwurf zur Erklärung der G20 weicht Kreisen zufolge aber in einer entscheidenden Passage von dem jüngsten Statement der G7 ab. Wie ein nicht genannter Vertreter der G20 der Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag sagte, gebe das Dokument nicht die Auffassung der G7 wider, wonach Wechselkurse kein politisches Ziel sein sollten. Diese Formulierung gilt als wichtig, weil insbesondere Japan vorgehalten wird, seine Währung mit einer aggressiven Geldpolitik gezielt zu schwächen.

 

    Gute US-Konjunkturdaten verhalfen dem deutschen Leitindex (DAX) am Nachmittag nur vorübergehend ins Plus. Kurz vor Handelsende fiel er dann aber auf sein Tagestief und schloss 0,49 Prozent tiefer bei 7.593,51 Punkten. Im Vergleich zur Vorwoche beläuft sich das Minus damit auf 0,77 Prozent. Der MDAX (MDAX) stieg hingegen um 0,16 Prozent auf 12.964,25 Punkte und der TecDax (TecDAX) rückte um 0,28 Prozent auf 899,55 Punkte vor.

 

'MARKTUMFELD FÜR COMMERZBANK SIGNIFIKANT VERBESSERT'

 

Auf Unternehmensseite zog die Commerzbank die Aufmerksamkeit auf sich: Das krisengeschüttelte Finanzinstitut dämpfte nach einem erneut schwachen Geschäftsjahr die Hoffnung auf schnelle Besserung. Gleichwohl sagte Analyst Philipp Häßler von Equinet: "Wir denken, dass der richtige Moment für ein Investment in Commerzbank gekommen ist." Denn das Marktumfeld habe sich in den vergangenen Monaten signifikant verbessert und Anleger dürften bei ihrer Bewertung mehr und mehr auf die für 2014 und 2015 zu erwartenden Ergebnisse schauen. Nach einem schwachen Start stiegen die Commerzbank-Aktien um 1,15 Prozent.

 

    An der Dax-Spitze profitierten die Titel von Lanxess (LANXESS) Händlern zufolge von einem positiven Analystenkommentar. Sie kletterten um 3,46 Prozent nach oben. Index-Schlusslicht waren die Aktien der Deutschen Telekom (Deutsche Telekom) mit einem Abschlag von 3,27 Prozent. Börsianer verwiesen als Belastung auf einen Medienbericht, demzufolge der Widerstand gegen den geplanten Zusammenschluss des US-Mobilfunkanbieters MetroPCS mit der Telekom-Tocher T-Mobil USA zunimmt.

 

GERRESHEIMER BAUEN VORTAGESGEWINNE AUS

 

    Im MDax sorgte ein positiver Analystenkommentar der Deutschen Bank für einen Kurssprung bei den Papieren des Immobilienfinanzierers Aareal Bank von 3,58 Prozent. Die Titel von Gerresheimer knüpften an ihre deutlichen Vortagesgewinne an und stiegen an der Index-Spitze um 3,85 Prozent. Weitere Analysten hatten erfreut auf die am Donnerstag präsentierten, robusten Geschäftszahlen des Spezialverpackungs-Herstellers reagiert.

 

    Favorit im TecDax waren die Papiere des Chipherstellers Dialog Semiconductor mit plus 5,37 Prozent. Vor den in der kommenden Woche erwarteten Geschäftszahlen hätten Anleger, die zuvor auf fallende Kurse gesetzt hätten, ihre Verkaufspositionen wieder geschlossen, meinten Börsianer. Die Titel des Medizintechnik-Unternehmens Carl Zeiss Meditec sackten als schwächster TecDax-Wert um fast sechs Prozent ab. Händlern zufolge setzen sie angesichts einer skeptischen Studie des Analysehauses Kepler die Gewinnmitnahmen vom Vortag fort.

 

EUROKURS STEIGT LEICHT

 

    Der Eurostoxx 50 (EuroSTOXX 50) schloss 0,76 Prozent tiefer bei 2.615,26 Punkten. In Paris gab der Cac 40 (CAC 40) moderat nach, während der "Footsie" (FTSE 100) in London prozentual fast unverändert schloss. In New York stand der Dow Jones Industrial (Dow Jones) zum Handelsschluss in Europa in etwa auf dem Niveau seines Vortagesschlusses.

 

    Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,34 Prozent am Vortag auf 1,31 Prozent nach. Der Rentenindex Rex stieg um 0,16 Prozent auf 133,64 Punkte. Der Bund-Future büßte 0,11 Prozent auf 142,43 Punkte ein. Der Kurs des Euro stieg bis zum Börsenschluss in Europa leicht auf 1,3357 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,3325 (Donnerstag: 1,3327) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7505 (0,7504) Euro./mis/he

 

    --- Von Michael Schilling, dpa-AFX ---

 

 

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10.02.2017Commerzbank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
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