NEW YORK (dpa-AFX) – Die US-Aktienmärkte sind am Mittwoch kaum verändert in den Handel gestartet. Für Unsicherheit sorge weiterhin die irische Schuldenkrise, sagten Börsianer. In Brüssel haben die EU-Finanzminister derweil Vorbereitungen für den Fall getroffen, dass Irland um externe Hilfe bittet. Dies ist bislang jedoch noch nicht geschehen. Zusätzlich auf die Stimmung an der Wall Street drückten Zahlen vom US-Häusermarkt. Zum einen war die Zahl der Baubeginne im Oktober überraschend eingebrochen, zum anderen war die Zahl der Baugenehmigungen zwar angestiegen, jedoch nicht so stark wie angenommen.
Der Dow-Jones-Index (Dow Jones) sank zunächst minimal um 0,01 Prozent auf 11.022,37 Punkte, nachdem er am Vortag noch deutliche Verluste hatte hinnehmen müssen. Der breiter gefasste S&P-500-Index (S&P 500) gewann 0,25 Prozent auf 1.181,25 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq legte der Composite-Index (NASDAQ Composite) um 0,38 Prozent auf 2.479,28 Punkte zu und der Nasdaq 100 (NASDAQ 100) stieg um 0,40 Prozent auf 2.102,02 Punkte. Bei den Unternehmen rückte der Discount-Einzelhändler Target (telegate) in den Fokus. Der Konzern hatte mit seinen Quartalsresultaten die Markterwartungen übertroffen. Gleichzeitig blickt Target zuversichtlich auf das Weihnachtsgeschäft. Den Titeln brachte das ein Plus von 3,79 Prozent auf 55,57 US-Dollar ein. Im Tagesverlauf wollten noch Applied Materials und NetApp ihre Zahlen vorlegen. Erstere notierten zunächst mit 0,08 Prozent im Plus bei 12,47 Dollar, letztere mit plus 2,01 Prozent bei 53,75 Dollar.
Die Aktien von Human Genome Sciences litten unter einem negativen Analystenkommentar und verloren 4,37 Prozent auf 24,71 Dollar. Und das, obwohl sich die US-Gesundheitsbehörde FDA positiv zum Medikament Benlysta zur Behandlung der Lupus-Krankheit (Autoimmunerkrankung) geäußert hatte. Den Gewinn im Zusammenhang mit dem Blockbuster-Kandidat muss sich Human Genome Sciences jedoch auch mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline teilen.
Derweil hatte sich die Konzernführung von Time Warner positiv zum kommenden Jahr geäußert. Zudem sollte im vierten Quartal das Geschäft mit der Fernsehwerbung anziehen, hieß es. Die Papiere reagierten darauf mit einem Aufschlag von 0,43 Prozent auf 30,67 Dollar.
Eine rückläufige CD-Nachfrage in den USA, Europa und Japan hatte das Geschäft von Warner Music belastet, was den Anteilsscheinen des Musikkonzerns ein Minus von 7,68 Prozent auf 5,41 Dollar einbrachte./chs/he