NEW YORK (dpa-AFX) - Kurz vor dem Start der US-Berichtssaison haben die wichtigsten Aktienindizes der USA am Montag moderate Gewinne verbucht. Börsianer begründeten dies mit dem massiven Rettungspaket für das hoch verschuldete Griechenland, auf das sich die Euro-Länder am Wochenende geeinigt hatten. Die Unsicherheit über mögliche Hilfen für das EU-Mitglied hatte in der vergangenen Woche noch die Märkte belastet. Nach Börsenschluss wird der Aluminiumkonzern
Alcoa seine Quartalszahlen vorlegen und damit traditionell den Berichtsreigen der US-Unternehmen einläuten. Davor hielten sich die Investoren mit stärkeren Engagements zurück, hieß es. Für den
Dow Jones Industrial Average (DJIA) (
Dow Jones) ging es zum Wochenauftakt um 0,15 Prozent auf 11.013,45 Punkte nach oben. Damit setzte der Index seine Rekordjagd der vergangenen Tage fort. Der S&P-500-Index (
S&P 500) rückte um 0,19 Prozent vor auf 1.196,66 Punkte. An der
Nasdaq legte der Composite-Index (
NASDAQ Composite) um 0,03 Prozent auf 2.454,79 Punkte zu und der Auswahlindex Nasdaq-100-Index (
NASDAQ 100) notierte mit einem minimalem Plus von 0,01 Prozent auf 1.994,68 Punkte nahezu unverändert.
Alcoa-Titel verbuchten vor ihrer Zahlenpräsentation ein deutliches Plus von 2,36 Prozent auf 14,73 US-Dollar. Experten gehen von einem Gewinn im ersten Quartal aus, nachdem der Aluminiumhersteller im Vorjahr noch einen Verlust verbucht hatte.
Ebenfalls zu den klaren Favoriten zählten die Papiere von Caterpillar, die um 2,01 Prozent auf 66,58 Dollar stiegen. Die Experten des Analysehauses Baird hatten die Titel des Baumaschinenherstellers von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft.
Ferner will sich der verlustreiche Smartphone-Hersteller Palm laut einem Bericht der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg selbst zum Verkauf stellen. Der taiwanesische Rivale HTC und der chinesische Computerhersteller Lenovo hätten bereits Interesse gezeigt, hieß es. Schon diese Woche könnte Palm demnach die ersten Angebote einsammeln. Palm-Aktien (Palm) schnellten um 14,79 Prozent auf 5,90 Dollar in die Höhe.
Im Luftfahrtsektor nimmt außerdem eine der größten Fusionen der Branche Gestalt an: Die Gespräche zwischen US Airways und UAL seien "sehr ernsthaft", berichtete das "Wall Street Journal". Ein Abschluss sei aber nicht zwingend. Wenn er komme, dann werde kein Geld fließen, sondern es würden Aktien getauscht. In zwei bis drei Wochen könnte es soweit sein. Die Titel der beiden Luftfahrtgesellschaften gewannen gut drei Prozent.
Die Aktien von Bergbauunternehmen schließlich profitierten davon, dass der Kupferpreis ein 20-Monatshoch erreicht hatte. Auslöser sei gewesen, dass der US-Dollar etwas an Boden verloren hat und dass Anleger auf eine Übernahmeschlacht um das australische Unternehmen Macarthur Coal hofften, meinten Börsianer. So legten die Papiere von Consol Energy um 2,09 Prozent und die von Goldcorp um 0,79 Prozent zu./la/nmu