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28.04.2011 22:35

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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow trotz schwacher Konjunkturdaten im Plus

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    NEW YORK (dpa-AFX) - Ungeachtet enttäuschender Konjunkturdaten aus den USA haben die Standardwerte an der Wall Street am Donnerstag weiter zugelegt. Investoren zeigten sich wenig beeindruckt davon, dass sich die US-Wirtschaft im ersten Quartal etwas stärker abgekühlt hatte als von Volkswirten erwartet worden war. Zudem war in den USA die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend gestiegen. Händler verwiesen darauf, dass dies die ohnehin zu spürende Zuversicht nochmals verstärkt habe, dass die Zinsen in den USA noch einige Zeit niedrig bleiben würden. Auch der weiterhin gute Verlauf der auf Hochtouren laufenden Berichtssaison habe gestützt.

 

    Der Leitindex Dow Jones Industrial (Dow Jones) lag am Ende mit 0,57 Prozent im Plus bei 12.763,31 Punkten. Damit überbot er nochmals sein erst am Vortag erreichtes Hoch seit drei Jahren. Der umfassende S&P-500-Index (S&P 500) gewann im Schlepptau 0,36 Prozent auf 1.360,48 Punkte. Etwas verhaltener ging es an der Nasdaq zu, nachdem die Technologiewerte-Indizes am Vortag auf dem höchsten Stand seit 10 Jahren geschlossen hatten. Der breit aufgestellte Composite Index (NASDAQ Composite) rettete sich moderat mit 0,09 Prozent ins Plus und schloss bei 2.872,53 Punkten. Der Auswahlindex Nasdaq 100 (NASDAQ 100) dagegen gab um 0,15 Prozent auf 2.409,90 Punkte nach.

 

KONSUMGÜTERBRANCHE WEGEN ROHSTOFFKOSTEN IM BLICK

 

    Zahlen gab es unter anderem aus der Konsumgüterbranche. Procter & Gamble (ProcterGamble) machen hohe Rohstoffkosten zu schaffen, worauf der Konzern das obere Ende seiner Zielspanne für den Jahresgewinn senkte. Die anfangs schwachen Papiere gingen letztendlich aber dennoch mit einem Plus von 0,75 Prozent bei 64,50 US-Dollar aus dem Handel. Konkurrent Colgate-Palmolive hatte derweil neben den Rohstoffpreisen auch den starken Wettbewerb zu spüren bekommen. Den Gewinn konnte der Konzern gegenüber dem von einer Sonderbuchung belasteten Vorjahr aber steigern. Die Papiere schlossen 2,36 Prozent höher bei 82,97 Dollar.

 

    Im Dow Jones waren die Aktien von ExxonMobil (Exxon Mobil) nach Zahlen mit minus 0,50 Prozent auf 87,34 Dollar unter den schwächsten Werten zu finden. Die Titel konnten nicht davon profitieren, dass der hohe Ölpreis im ersten Quartal den Gewinn nach oben getrieben hatte. Am Markt wurde auf einen enttäuschenden Umsatzanstieg verwiesen. Kräftig um 6,68 Prozent auf 5,11 Dollar aufwärts ging es dagegen bei den Papieren von Sprint Nextel . Die Telefongesellschaft hatte im ersten Quartal von boomenden mobilen Datenverkehr profitiert.

 

ZAHLEN VON PEPSI UND DOW CHEMICAL POSITIV AUSGELEGT

 

    Besser als erwartet ausgefallene Quartalsergebnisse gab es auch vom Getränkehersteller PepsiCo , dessen Papiere um 2,64 Prozent auf 69,72 Dollar in die Höhe schnellten. Um 1,95 Prozent auf 40,70 Dollar nach oben ging es ferner auch für die Titel von Dow Chemical . Der Chemiekonzern war mit einem Gewinnsprung in das Jahr 2011 gestartet. Motorola Solutions schnellten indes um 7,46 Prozent auf 46,66 Dollar in die Höhe. Der Netzwerkausrüster hatte ebenfalls die Erwartungen des Marktes übertroffen.

 

    Die Hauptversammlung des Börsenbetreibers NYSE Euronext (NYSE Group) stand indes ganz im Zeichen der vom Unternehmen favorisierten Fusion mit der Deutschen Börse (Deutsche Boerse). NYSE-Chef Duncan Niederauer hob in New York die guten Wachstumsperspektiven durch einen Zusammenschluss hervor und sprach davon, dass dieser die Branche verändern wird. Das Gegengebot von Nasdaq OMX wurde indes als "illusorisch" bezeichnet. NYSE-Papiere schlossen 0,86 Prozent höher bei 39,73 Dollar.

 

EBAY UND STARBUCKS GEBEN AN DER NASDAQ NACH

 

    An der Nasdaq wurden Zahlen derweil verhaltener ausgelegt. Ebay (eBay) schlossen prozentual unverändert bei 34,03 Dollar, obwohl auf dem Online-Marktplatz weiter Hochbetrieb herrscht. Vor allem der Bezahldienst PayPal war gewachsen. Auch die Kaffeehaus-Kette Starbucks hat mit anschwellenden Rohstoffkosten zu kämpfen, worauf die Titel 0,86 Prozent einbüßten. Akamai Technologies rutschten wegen eines enttäuschenden Ausblicks gar um fast 15 Prozent ab./tih/he

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