25.02.2013 22:30
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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Italien-Wirrwarr kostet Dow mehr als 200 Punkte

    NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat sich am Montag im italienischen Wahlwirrwarr verheddert: Der Dow Jones Industrial (Dow Jones) verlor in der letzten Handelsstunde seine zuvor mühsam verteidigte Gelassenheit völlig und erlitt den größten Tagesverlust seit dem 7. November 2012. Immer wieder neue Hochrechnungen, die mal die eine und mal die andere Gruppe auf der Siegerstraße sahen, verunsicherten die Anleger schließlich völlig. Auch beim Ertönen der Schlussglocke an der New Yorker Börse war nicht klar, wie die zukünftige italienische Regierung aussehen wird oder ob es gar zu Neuwahlen kommt.

    Der Dow verlor schließlich 1,55 Prozent auf 13.784,17 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index (S&P 500) sank um 1,83 Prozent auf 1.487,85 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq gab der Composite-Index (NASDAQ Composite) um 1,44 Prozent auf 3.116,25 Punkte nach. Der Auswahlindex Nasdaq 100 (NASDAQ 100) verlor 1,33 Prozent auf 2.700,97 Punkte.

SORGE UM PATT ODER NEUWAHLEN

    An den Börsen wächst die Sorge vor einem politischen Patt und möglichen Neuwahlen in Italien. Wegen des unklaren Wahlausgangs hatten die Aktienmärkte in Europa bis Handelsschluss bereits einen Teil ihrer zunächst kräftigen Kursgewinne wieder abgegeben. Bei einem Wahlsieg Berlusconis wird laut Börsianern ein Wiederaufflammen der Euro-Schuldenkrise befürchtet, da dieser im Wahlkampf unter anderem Steuersenkungen im großen Stil angekündigt und Euro-feindliche Töne angeschlagen hatte. "Sollte Bersani die Wahl gewinnen, würde hingegen ein großes Risiko aus den Märkten genommen, denn seit dem Rücktritt von Ministerpräsident Monti Ende 2012 gibt es große Sorgen um die politische Stabilität in Italien", sagte Händler Joe Rundle von ETX Capital.

    Im Fokus an den US-Börsen standen vor allem Aktien aus der zweiten und dritten Reihe. So sprangen Barnes & Noble (Bank of Nova Scotia (Scotiabank)) um 11,47 Prozent hoch, nachdem der Gründer der größten US-Buchhandelskette, Leonard Riggio, sein Lebenswerk sichern will und ein Übernahmeangebot vorbereitet. Barnes & Nobles leidet unter der Konkurrenz durch den Online-Händler Amazon sowie dem Siegeszug der elektronischen Bücher. Hertz Global rückten nach Zahlenvorlage um 1,71 Prozent vor. Der Autovermieter übertraf mit seinem bereinigten Quartalsgewinn die Analystenerwartungen und gab einen optimistischen Ausblick auf 2013.

AFFYMAX STÜRZEN AB

    Die Aktien von Affymax brachen um 85 Prozent ein. Das US-Unternehmen und die japanische Takeda Pharmaceutical hatten ihr jüngst zugelassenes Anämiepräparat für Dialysepatienten mit dem Namen Omontys freiwillig zurückgerufen. Die Papiere von Chesapeake Energy sackten um mehr als 5 Prozent ab, nachdem der Konzern einen Anteilsverkauf an einem Ölfeld in Oklahoma an China Petrochemical beschlossen hatte, und zwar zu einem deutlich geringeren Wert als geschätzt./he

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