NEW YORK (dpa-AFX) – Die wichtigsten US-Börsen haben am Montag kaum verändert geschlossen. Positive heimische und chinesische Konjunkturdaten konnten nicht bis Handelsschluss stützen, da am Markt zunehmend die Nervosität wuchs vor wichtigen anstehenden Terminen und Daten.
Nach bereits zwei starken Monaten, die dem Dow Jones Industrial (Dow Jones) ein Plus von insgesamt elf Prozent beschert hatten, stieg der US-Leitindex zum Novemberanfang um moderate 0,06 Prozent auf 11.124,62 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index (S&P 500) legte um 0,09 Prozent zu auf 1.184,38 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq sank der Composite-Index (NASDAQ Composite) um 0,10 Prozent auf 2.504,84 Punkte. Der Nasdaq 100 (NASDAQ 100) stieg um 0,19 Prozent auf 2.128,42 Punkte.
Im frühen Handel hatten zunächst positive Daten über die Stimmung der Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe in China und den USA für Auftrieb gesorgt. Doch die an diesem Dienstag anstehenden Kongresswahlen, die mit wachsender Spannung erwarteten Aussagen der US-Notenbank Fed über ihre weitere Geldpolitik am Mittwoch und die monatlichen Arbeitsmarktdaten am Freitag überschatteten im weiteren Handelsverlauf die Freude und sorgten für Gewinnmitnahmen.
INTEL PROFITIEREN VON HOCHSTUFUNG
An der Spitze im Dow legten die Papiere von Intel um 2,49 Prozent auf 20,57 US-Dollar zu. Die australische Bank Macquarie hatte den gesamten US-Chipsektor auf "Positive" hochgestuft. Zugleich hoben die Analysten die Aktie des weltgrößten Chipherstellers Intel von "Neutral" auf "Outperform" und das Kursziel von 20,20 auf 24,90 Dollar und rechnen mit zunehmenden Auftragseingängen im zweiten Halbjahr 2011.
Vor dem Hintergrund der weiter schwelenden Finanzkrise gaben zahlreiche Werte aus der Bankenbranche nach: So verloren die Aktien von JPMorgan rund 0,6 Prozent und die der Citigroup rund 0,5 Prozent. Die Anteilsscheine von Morgan Stanley büßten 0,8 Prozent ein. Nachdem in diesem Jahr bereits 139 Regionalbanken in den Vereinigten Staaten bankrott gegangen sind, weil die Hausbesitzer mit ihren Kreditraten im Rückstand waren, droht nun dem Versicherungskonzern Ambac Financial (AMBAC Financial Group) das Aus. Der Anleihe-Versicherer warnte am Montag vor der Gefahr einer Insolvenz bis Jahresende, falls es bis dahin nicht zu einer Einigung mit den Gläubigern komme. Die Ambac-Aktien brachen daraufhin um 50,39 Prozent auf 0,412 US-Dollar ein.
ÜBERNAHMEANGEBOT FÜR EXCO RESOURCES
Im Fokus standen auch Aktien der Energiebranche nach einem Übernahmeangebot und starken Quartalszahlen. So schossen die Aktien von Exco Resources nach einem Übernahmeangebot durch das eigene Management um 30,14 Prozent auf 19,30 Dollar nach oben. Vorstandschef Douglas Miller bietet gemeinsam mit weiteren Investoren 4,4 Milliarden Dollar oder 20,50 Dollar je Aktie für den auf Gas- und Ölförderung spezialisierten Konzern.
Mit seinen Quartalsergebnissen überzeugte zudem das Erdöl-Service -Unternehmen Baker Hughes . Die Aktien gewannen 4,40 Prozent auf 48,37 Dollar. Southwestern Energy - der Erdgas- und Erdölförderer hatte am Freitag nach US-Börsenschluss mit starken Quartalszahlen überrascht - stiegen um 2,10 Prozent auf 34,56 Dollar. Im Leitindex Dow profitierten die Titel von ExxonMobil (XOMA) auf all die positiven Sektorneuigkeiten mit einem Plus von 0,72 Prozent auf 66,95 Dollar./ck/he