NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Montag an ihre Verluste zum Wochenschluss angeknüpft und schwächer geschlossen. Händler verwiesen auf Medienberichte, denen zufolge die Analysten der ISI Group es für möglich hielten, dass die Kreditunterstützung für Hauskäufer nicht wie erhofft verlängert werden könnte. "Der Markt mag es einfach nicht, wenn eine Unterstützung gekappt werden soll", kommentierte ein Händler. Die in der laufenden Woche anstehenden Konjunkturdaten dürften dann die weitere Richtung bestimmen.
Der Dow Jones schloss mit minus 1,05 Prozent auf 9.867,96 Zähler und entfernte sich damit von der Marke von 10.000 Punkten, die er im frühen Handel noch zurückerobert hatte. Der marktbreite S&P-500-Index (S&P 500) gab um 1,17 Prozent auf 1.066,94 Zähler nach. An der Technologiebörse Nasdaq verlor der Composite-Index (NASDAQ Composite) 0,59 Prozent auf 2.141,85 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 (NASDAQ 100) fiel um 0,39 Prozent auf 1.746,75 Zähler.
Finanzwerte gehörten zu den größten Verlierern. Nachdem bereits in Europa der ganze Sektor unter einer Kapitalerhöhung der ING (ING Groep) gelitten hatte, machten nun Gerüchte um einen entsprechenden Schritt der Bank of America (Verizon Communications) die Runde. Die Aktie büßte am Ende des Dow Jones 5,06 Prozent auf 15,40 US-Dollar ein. "Angeblich soll es sich um rund 45 Milliarden Dollar drehen", sagte ein Börsianer. "Nach den Kursgewinnen seit dem Tief wären es jetzt attraktive Bedingungen für eine Kapitalerhöhung, um das 'Joch' und das Manko der Staatsbeteiligung loszuwerden", sagte ein weiterer Händler. Zudem scheine derzeit die Aufnahmefähigkeit für große "Kapitalhappen" gut zu sein.
Rohstoffwerte kamen mit fallenden Metall- und Ölpreisen unter Druck. Alcoa sackten um 3,28 Prozent auf 13,28 Dollar ab, für Chevron ging es um 1,60 Prozent auf 75,45 Dollar nach unten.
Gegen den Trend kletterten Microsoft nach zahlreichen positiven Analystenkommentaren in Reaktion auf die Quartalszahlen vom Freitag um 2,36 Prozent auf 28,68 Dollar. Der Start von "Windows 7", "Office 10" und "Win Server 2008 R2" dürfte sich positiv auswirken, schrieb beispielsweise Analyst Adam Holt von Morgan Stanley. Die starken Zahlen seien die Basis für weitere Kursgewinne.
Anders reagierten Verizon Communications auf die vorgelegten Quartalsergebnisse – die Titel gaben 0,73 Prozent auf 28,64 Dollar ab. Der Telekomkonzern hatte vor allem wegen seines laufenden Stellenabbaus im abgelaufenen Quartal weniger verdient. Besonders durch die Übernahme von Alltel war der Umsatz um 10,2 Prozent auf 27,26 Milliarden Dollar geklettert. Ohne den Kauf hätte das Umsatzplus nur 0,6 Prozent betragen. Für Aktien von Marvell Technology (Marvell Technology Group) ging es derweil nach einer angehobenen Umsatzprognose um 2,81 Prozent auf 14,99 Dollar hoch.
Abseits der großen Indizes rückten einmal mehr CIT Group (Cintas) in den Fokus. Der Finanzierer will die Annahmefrist für seine Umschuldungspläne verlängern und zudem einen höheren Zins zahlen. Sollte die Umschuldung nicht gelingen, muss CIT Insolvenz anmelden. Der Aktie verlor 6,14 Prozent auf 1,07 Dollar./dr/he