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13.04.2011 22:32

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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Standardwerte hauchdünn höher

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    NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Standardwerte haben sich am Mittwoch in einem von Unsicherheit geprägten Geschäft mit hauchdünnen Gewinnen über die Schlussglocke retten können. Dabei gehörten Finanztitel und Rohstoffwerte zu den größten Verlierern. Besonders beliebt waren neben den Technologietiteln hingegen Aktien von im allgemein als defensiv eingestuften Branchen wie Versorgung und Konsum. Erstere profitierten von einem positiven Analystenkommentar und erfreulichen Unternehmenszahlen.

 

    Der Dow Jones Industrial (Dow Jones) legte um 0,06 Prozent auf 12.270,99 Punkte zu. Der S&P-500-Index (S&P 500) stieg um 0,02 Prozent auf 1.314,41 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq gewann der Composite Index (NASDAQ Composite) 0,61 Prozent auf 2.761,52 Punkte. Der Nasdaq 100 (NASDAQ 100) rückte um 0,80 Prozent auf 2.316,53 Punkte vor.

 

ÄUßERUNGEN VON JPMORGAN-CHEF BELASTEN FINANZWERTE

 

    Die anfangs gute Stimmung bei den Finanztiteln nach überraschend guten Zahlen von JPMorgan (JPMorgan ChaseCo) habe sich gedreht, nachdem der Bankchef Jamie Dimon eine Dividendenerhöhung in der näheren Zukunft ausgeschlossen habe, sagten Händler. Die Investoren seien zunehmend der Meinung, dass es in der gerade angelaufenen Berichtssaison Enttäuschungen geben könnte. Positiv sei aber zu werten, dass es bisher keine Anzeichen von Panik gebe.

 

    Bei JPMorgan hatte im ersten Quartal des Jahres vor allem wieder das Investmentbanking floriert. Die anderen Geschäftsbereiche waren allerdings auch gut gelaufen. Der Gewinnanstieg war höher ausgefallen, als erwartet worden war. Nach negativ aufgenommenen Äußerungen des Bankchefs verloren JPMorgan-Aktien zum Handelsschluss allerdings als einer der schwächsten Werte im Dow Jones 0,84 Prozent auf 46,25 US-Dollar. Bank of America (Verizon Communications) wurden in Sippenhaft genommen und stürzten mit einem Abschlag von 1,48 Prozent auf 13,27 Dollar gar auf den letzten Indexplatz ab.

 

OBAMA SORGT FÜR VERLUSTE BEI RÜSTUNGSKONZERNEN

 

    Boeing (Boeing) waren mit einem Minus von 1,30 Prozent auf 72,13 Dollar der zweitgrößte Verlierer im Dow Jones. Händler machten Aussagen von US-Präsident Barack Obama zum Inhalt seines Sparprogramms für die Verluste verantwortlich. Dieser will unter anderem das Verteidigungsbudget um 400 Milliarden Dollar eindampfen. Die Titel von noch stärker auf Rüstung fokussierten Unternehmen litten entsprechend deutlicher. So rutschten Raytheon um 2,91 Prozent auf 48,68 Dollar ab. Northrop Grumman verloren 2,08 Prozent auf 61,53 Dollar.

 

    EMC legten um 3,25 Prozent auf 26,69 Dollar zu. Goldman Sachs rechnet bei dem Datenspeicher-Spezialisten mit einem über den aktuellen Markterwartungen liegenden Quartalsverlauf. Riverbed Technology sprangen um 12,52 Prozent nach oben. Der Netzwerkausrüster blickt im Gegensatz zur zuletzt zurückhaltenden Konkurrenz nun optimistischer auf das laufende Quartal.

 

TYCO NACH SCHNEIDER-DEMENTI IM MINUS

 

    Unterdessen hat bei der geplanten Fusion von Deutscher Börse (Deutsche Boerse) und NYSE Euronext nun die deutsche Finanzaufsicht Bafin das Zepter in der Hand. Die Angebotsunterlagen für die Aktionäre des Dax-Konzerns (DAX) seien am Dienstagabend bei der Bonner Behörde eingereicht worden, hatte die Deutsche Börse mitgeteilt. Die Bafin hat nun 15 Werktage Zeit für eine Prüfung. Die Titel von NYSE Euronext gewannen 1,08 Prozent auf 38,26 Dollar. Nasdaq OMX und IntercontinentalExchange (ICE) , die an ihrem Gegenangebot für die NYSE festhalten, tendierten unterschiedlich: Während die Nasdaq-Titel um 0,14 Prozent auf 27,75 Dollar nachgaben, legten die ICE-Papiere um 0,59 Prozent auf 121,19 Dollar zu.

 

    Tyco International (Tyco International) rutschten um 0,61 Prozent auf 52,01 Dollar ab. Die Titel des Mischkonzerns waren am Vortag, befeuert von Spekulationen über eine Übernahme durch den französischen Elektronikkonzern Schneider Electric (Pacific Sunwear of California) , um mehr als sieben Prozent gestiegen. Am Mittwochmorgen hatten die Franzosen allerdings dementiert, sich in Übernahmeverhandlungen zu befinden./he/ck

 

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