NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben sich am Donnerstag nur vorübergehend von ihrer Auftaktschwäche erholt und mit Verlusten geschlossen. Marktbeobachter verwiesen auf insgesamt eher negativ ausgefallene Konjunkturdaten sowohl aus den USA als auch aus Europa als Belastungsfaktoren. Anfangs hatten schlechte Wochendaten vom
US-Arbeitsmarkt und die verhaltene Entwicklung an Europas Aktienmärkten, die von einer Stimmungseintrübung bei den europäischen Einkaufsmanagern belastet wurden, auf die Kurse gedrückt. Nach dem Börsenstart sorgten zumindest zwischenzeitlich überraschend stark gestiegene Frühindikatoren und unerwartet gute Daten vom Immobilienmarkt für Entlastung. Der Leitindex
Dow Jones Industrial (
Dow Jones), der schon am Mittwoch leicht von seinem Viermonatshoch zurückgefallen war, schloss um weitere 0,72 Prozent tiefer bei 10.662,42 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index (
S&P 500) gab um 0,83 Prozent auf 1.124,83 Punkte nach. An der Technologiebörse
Nasdaq fielen die Abschläge dank positiver Unternehmensnachrichten moderater aus. Der Composite-Index (
NASDAQ Composite) sank um 0,32 Prozent auf 2.327,08 Punkten, und der Nasdaq 100 (
NASDAQ 100) beendete den Handel lediglich um 0,03 Prozent schwächer bei 1.982,15 Punkten. ZAHLEN TREIBEN RED HAT UM 9 PROZENT HOCH Die
Aktien von
Red Hat stiegen um deutliche 9,03 Prozent auf 40,07 US-Dollar. Der Softwarehersteller erzielte im zweiten Geschäftsquartal zwar einen geringeren Gewinn als ein Jahr zuvor, konnte mit diesem aber - bereinigt um Sondereffekte - die Markterwartungen ebenso übertreffen wie mit seinem 20-prozentigen Umsatzsprung. Die Analysten von JPMorgan erhöhten nach den Zahlen ihr Kursziel für die Aktien von 24 auf 27 Dollar, blieben aber beim Anlagevotum "Neutral". Über Kursgewinne von 3,21 Prozent auf 43,40
Dollar konnten sich die Anleger von Bed Bath & Beyond (
Bed BathBeyond) freuen. Das Einzelhandelsunternehmen, das Küchen- und Haushaltsartikel sowie Ausstattungen für Bäder, Schlaf- und Wohnzimmer verkauft, hat im zweiten Geschäftsquartal die Gewinn- und Umsatzerwartungen übertroffen und den Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. TIME-WARNER-CHEF BLEIBT LÄNGER
Das US-Medienunternehmen Time Warner hat indes über die künftige Führungsstruktur für seine Filmstudio-Tochter Warner Brothers entschieden. Barry Meyer wird zwei Jahre länger als geplant bis 2013 an der Spitze des größten Hollywood-Studios stehen, wie das Unternehmen am Vorabend mitteilte. Gleichzeitig werden Meyer drei Führungskräfte unterstellt, die die Nachfolge des heute 66-Jährigen antreten könnten. Außerdem gibt Warner-Brothers-Präsident Alan Horn seinen Posten im kommenden Jahr auf und wird Berater. Die Aktien verloren indes 1,57 Prozent auf 30,76 Dollar./gl/stw