21.12.2012 22:36
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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Verluste - Haushaltsgespräche stocken

    NEW YORK (dpa-AFX) - Die ausgebliebene Einigung im US-Haushaltsstreit hat den New Yorker Börsen am Freitag einen schwachen Wochenausklang eingebrockt. Durchwachsene Konjunkturdaten traten angesichts der Fokussierung auf die sogenannte Haushaltsklippe einmal mehr in den Hintergrund. Ohne Einigung drohen zum Jahreswechsel automatische Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen. Außerdem stand der "Große Verfall" an den Terminmärkten auf der Agenda.

 

    Der Dow Jones Industrial (Dow Jones) schloss 0,91 Prozent tiefer bei 13,190,84 Punkten. Auf Wochensicht behauptete der Leitindex zwar ein Plus von 0,43 Prozent. Die Jahresbilanz fällt mit plus acht Prozent aber bisher vergleichsweise bescheiden aus. Der Dax (DAX) liegt kurz vor dem Jahresende mit einem Anstieg um 29 Prozent weit vorn, und selbst der Eurostoxx 50 (EuroSTOXX 50) als Leitindex der Eurozone schaffte ungeachtet der europäischen Schuldenkrise ein Kursplus von gut 14 Prozent.

 

'CHANCEN FÜR EINIGUNG DEUTLICH GESUNKEN'

 

    Der breit gefasste US-Index S&P 500 verlor am Freitag 0,94 Prozent auf 1.430,15 Punkte, schnitt mit einem Jahresgewinn von bisher knapp 14 Prozent aber immerhin fast so gut wie der EuroStoxx ab. An der Technologiebörse Nasdaq sank der Composite-Index (NASDAQ Composite) vor dem Wochenende um 0,96 Prozent auf 3.021,01 Punkte, und der Auswahlindex Nasdaq 100 (NASDAQ 100) gab um 1,07 Prozent auf 2.664,67 Punkte nach.

 

    US-Präsident Barack Obama und die Republikaner müssen im Steuerstreit bis zum 31. Dezember einen Kompromiss finden. Sonst droht im neuen Jahr die sogenannte Fiskalklippe: Steuererhöhungen gepaart mit automatischen Ausgabenkürzungen. Der republikanische Verhandlungsführer John Boehner wollte im Abgeordnetenhaus über einen eigenen Plan zu Steuererhöhungen für Reiche abstimmen lassen, hatte das aber abblasen müssen, weil er im eigenen Lager keine Mehrheit dafür gefunden hatte.

 

FINANZWERTE VERLIEREN

 

    Die republikanischen Abgeordneten gingen in die Weihnachtsferien. Boehner sagte, sie würden aber zurückkehren, wenn es nötig sei. Die Republikaner würden den Dialog mit Obama und den Demokraten im Kongress fortsetzen, um eine Lösung zu finden. Von Börsianern hieß es, die Chancen einer Einigung bis zum Jahresende sei durch die jüngste Entwicklung deutlich gesunken.

 

    Kräftige Verluste erlitt angesichts der Sorgen um den Haushalt vor allem der Finanzsektor, der schon in Europa stark unter Druck geraten war. Innerhalb der Branche büßten die Titel der Bank of America als Schlusslicht im Dow zwei Prozent ein. Den Papieren von Konkurrent JPMorgan (JPMorgan ChaseCo) erging es mit einem Minus von mehr als einem Prozent kaum besser. Außerhalb des Leitindex mussten Citigroup und Morgan Stanley ebenfalls deutliche Verluste von jeweils über anderthalb Prozent verkraften. Ein Börsianer in Europa verwies darauf, dass gerade die Finanzwerte jüngst von der Erwartung einer rechtzeitigen Einigung profitiert hätten.

 

RIM BRECHEN EIN

 

    Die Aktien von Research In Motion (RIM) brachen nach Zahlen um 23 Prozent ein. Der angeschlagene Blackberry-Hersteller erwirtschaftete zwar wegen einer Steuergutschrift einen dünnen Quartalsgewinn und überraschte umsatzseitig positiv, schockiert die Anleger aber mit Blick auf eine geplante Neuordnung der Service-Gebühren. Diese Erlöse machen rund ein Drittel des RIM-Geschäfts aus, und die Anleger entnahmen der Ankündigung von Konzernchef Thorsten Heins, dass sie mit dem neuen Preismodell deutlich sinken könnten. Zudem einigte sich RIM in einem Patentstreit mit Nokia auf eine Einmalzahlung an den finnischen Konkurrenten und fortlaufende Vergütungen.

 

    Kursverluste von fast sieben Prozent mussten die Titel von Micron Technology hinnehmen. Hier belastete, dass der Speicherchip-Hersteller für das erste Geschäftsquartal einen über den Erwartungen liegenden Verlust auswies. Begründet wurde dies mit der lahmenden Nachfrage nach Computern und entsprechend fallenden Halbleiterpreisen.

 

NIKE TRUMPFT AUF

 

    Dagegen sorgten die Geschäftsergebnisse von Nike für eine positive Überraschung. Der weltgrößte Sportartikelhersteller trumpfte in seinem zweiten Geschäftsquartal im Heimatmarkt USA auf. Der Adidas-Konkurrent erlitt zwar einen zweistelligen Gewinnrückgang, übertraf aber die Erwartungen der meisten Analysten. Die Aktien verteuerten sich um mehr als sechs Prozent und trotzten damit dem schwachen Gesamtmarkt./gl/jha/

 

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