NEW YORK (dpa-AFX) - Die anhaltenden Hoffnungen auf eine Lösung in der Griechenland-Krise haben die US-Börsen am Dienstag weiter steigen lassen. Zuletzt gewann der Leitindex
Dow Jones Industrial (
Dow Jones) 0,57 Prozent auf 12.148,84 Punkte. Für den breit gefassten S&P-500-Index (
S&P 500) ging es um 0,93 Prozent auf 1.290,30 Punkte hoch. An der Technologiebörse
Nasdaq legte der Composite Index (
NASDAQ Composite) um 1,44 Prozent auf 2.667,46 Punkte zu und der Nasdaq 100 (
NASDAQ 100) rückte um 1,31 Prozent auf 2.233,14 Punkte vor.
Am Vortag hatten die EU-Finanzminister sich auf einen neuen Krisenfonds geeinigt. Damit einher gehe auch die Hoffnung, dass sich die Schuldenkrise nicht noch auf andere europäische Länder ausweite, hieß es. Allerdings wird auch in New York mit Spannung darauf geschaut, wie das Parlament in Athen in der Nacht zum Mittwoch über die von Regierungschef Giorgos Papandreou gestellte Vertrauensfrage abstimmen wird.
"Mit jedem Tag erfahren wir mehr über die Lage in Griechenland und nähern uns einer Übereinkunft", äußerte sich ein Fondsmanager aus Paris optimistisch. Dies sorge zunehmend für Erleichterung. Auch seitens der Konjunktur gab es keinen Gegenwind: Die im Mai etwas schwächer als erwartet gefallenen Verkaufszahlen bestehender Häuser hatten keinen Einfluss auf die Kurse.
Unter den Einzelwerten standen angesichts der weltgrößten Luftfahrtmesse im französischen Le Bourget einmal mehr die Titel von Boeing im Blick. Der Flugzeughersteller heimste am Dienstag einen weiteren Auftrag ein: Malaysia Airlines zurrte die schon länger geplante Bestellung von zehn Mittelstreckenjets vom Typ 737-800 fest. Der Auftrag hat nach Listenpreisen einen Wert von mehr als 800 Millionen US-Dollar (557 Mio Euro), wie Boeing mitteilte. Zudem orderte die norwegische Billig-Airline Norwegian Air Shuttle Flugzeuge des Typs 737-800. Dennoch gaben die Boeing-Anteilsscheine 0,48 Prozent auf 74,16 Dollar ab.
Um deutliche 6,11 Prozent auf 42,42 Dollar bergab ging es nach Zahlen für die Aktien der Drogeriekette Walgreen . Zwar hatte das Unternehmen im dritten Geschäftsquartal seinen Gewinn steigern können. Dafür war es nicht gelungen, eine Einigung für eine weitere Zusammenarbeit mit dem Apothenkenlieferanten-Netzwerk Express Scripts über das Jahresende hinaus zu erzielen. Dessen Anteilscheine verloren 0,27 Prozent auf 54,64 Dollar. Beim Unterhaltungselektronik-Einzelhändler Best Buy sorgten indes ein Aktienrückkaufprogramm und die Anhebung der Quartalsdividende für Kursgewinne von 3,08 Prozent auf 32,51 Dollar.
Die Anteilsscheine des Biotechkonzerns Biogen legten um 1,95 Prozent auf 100,52 Dollar zu. Dies begründeten Börsianer mit einer positiven Studie der Deutschen Bank. Diese habe die Titel von "Hold" auf "Buy" hochgestuft. Für Abbott (Abbott Laboratories) ging es nach einer Vereinbarung des Pharmakonzerns mit dem Biotech-Unternehmen Biotest über die Entwicklung und Vermarktung eines neuartigen Antikörpers zur Behandlung von Immunkrankheiten um moderate 0,42 Prozent auf 52,24 Dollar hoch./gl/he