29.12.2012 10:39
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: Aktionärsschützer fordern Kreativität und neue Ehrlichkeit

    DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Aktionärsschützer fordern von den Managern in Zeiten der Konjunkturflaute mehr Kreativität als nur den Griff zum Rotstift. "Ob Lufthansa (Deutsche Lufthansa), ThyssenKrupp oder Metro (METRO) - überall werden Kostensenkungsprogramme gefahren", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Marc Tüngler, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Düsseldorf.

 

    Einsparungen mögen seiner Ansicht nach zwar notwendig sein. Von den Vorständen erwarte er aber auch, dass sie neue Absatzmärkte erschließen und mit neuen Produkten zusätzliche Nachfrage erzeugen, sagte Tüngler. "Auf den Hauptversammlungen 2013 wollen wir eine Vorwärtsstrategie sehen." Ein herausragendes Beispiel für Innovationskraft sei der Computerhersteller Apple.

 

    Die Vorstände sollten außerdem Klartext bei der Geschäftslage reden und von dem Zahlen-Wirrwarr vergangener Jahre Abstand nehmen. "Die Aktionäre haben keine Lust mehr auf bereinigte Ergebnisse", betonte der Aktionärsschützer. Nicht selten werde ein Gewinneinbruch versteckt. Die inzwischen umfangreichen Bereinigungen der Ergebnisse um Sondereffekte seien kaum noch nachvollziehbar. "Wir verlieren damit den Draht zur Wirklichkeit und vor allem zur Ehrlichkeit", kritisierte Tüngler.

 

    Nach einer Analyse der DSW zum Geschäftsjahr 2011 hätten zuletzt sechs der 30 Dax (DAX)-Unternehmen ihre Dividende ganz oder teilweise aus der Substanz gezahlt. Darunter seien Unternehmen wie Eon und die Deutsche Telekom.

 

    Die Übernahme des Handelskonzerns Douglas (DOUGLAS) durch den Finanzinvestor Advent werde kein Einzelfall bleiben. "Die Unternehmen machen sich die Taschen voll mit Cash", sagte Tüngler. Allerdings seien die Preisvorstellungen der potenziellen Verkäufer derzeit noch hoch, weil die Ertragslage bei vielen Unternehmen gut sei. "Die Welten der Verkäufer und Käufer treffen sich derzeit noch nicht."

 

    Viele Investoren stünden aber für den Fall bereit, dass sich die Ergebnisse verschlechtern und die Preise sinken. Deutsche Unternehmen stünden im internationalen Vergleich nach wie vor gut da und seien daher höchst attraktiv.

 

    "Die größte Bedrohung für die deutsche Wirtschaft wäre die Abschaffung des Euro", unterstrich der DSW-Hauptgeschäftsführer. Die europäische Gemeinschaftswährung stütze gerade den deutschen Export. Im Vergleich zur Wirtschaftskrise 2008/2009 sei die deutsche Wirtschaft nach den schon erfolgten Kostensenkungen heute besser aufgestellt. "Insgesamt gibt es eine Anerkennung der Aktionäre. Die Manager haben in der Regel einen guten Job gemacht."/vd/DP/zb

 

    --- Gespräch: Volker Danisch, dpa ---

 

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Deutsche Lufthansa AG

  • Relevant5
  • Alle+
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Lufthansa AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
25.03.2015Deutsche Lufthansa buyCommerzbank AG
25.03.2015Deutsche Lufthansa HaltenDZ-Bank AG
25.03.2015Deutsche Lufthansa Holdequinet AG
23.03.2015Deutsche Lufthansa HaltenDZ-Bank AG
20.03.2015Deutsche Lufthansa buyCommerzbank AG
25.03.2015Deutsche Lufthansa buyCommerzbank AG
20.03.2015Deutsche Lufthansa buyCommerzbank AG
19.03.2015Deutsche Lufthansa buyCitigroup Corp.
17.03.2015Deutsche Lufthansa buyequinet AG
16.03.2015Deutsche Lufthansa buyUBS AG
25.03.2015Deutsche Lufthansa HaltenDZ-Bank AG
25.03.2015Deutsche Lufthansa Holdequinet AG
23.03.2015Deutsche Lufthansa HaltenDZ-Bank AG
19.03.2015Deutsche Lufthansa NeutralHSBC
16.03.2015Deutsche Lufthansa HoldJefferies & Company Inc.
13.03.2015Deutsche Lufthansa ReduceKepler Cheuvreux
13.03.2015Deutsche Lufthansa verkaufenCredit Suisse Group
12.03.2015Deutsche Lufthansa VerkaufenIndependent Research GmbH
11.03.2015Deutsche Lufthansa ReduceKepler Cheuvreux
27.02.2015Deutsche Lufthansa UnderperformCredit Suisse Group
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Lufthansa AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Deutsche Lufthansa AG Analysen

Heute im Fokus

DAX schließt in Grün -- Staatsanwaltschaft: Germanwings-Co-Pilot verheimlichte Erkrankung -- US-Börsen leicht im Plus -- Apple, Air Berlin im Fokus

Intel in Gesprächen über Altera-Übernahme. Eurokurs steigt über 1,09 US-Dollar. S&P bestätigt Österreich-Rating. Griechische Regierungskreise: Können Schulden bald nicht mehr zahlen. Dürr-Aktionäre erhalten mehr Dividende. Griechische Reformliste fertig - Sitzung am Abend in Brüssel. Dow Chemical spaltet Großteil seines Chlor-Alkali-Geschäfts ab.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Welches ist das erfolgreichste Geschäftsfeld von Apple?

In diesen Ländern finden Sie leicht Arbeit!

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Wissenswertes rund um die Investorenlegende

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

10 Patente, die Apple für die Zukunft bereithält

Welche Aktien zählt Warren Buffet zu seinem Portfolio?

Die wundersame Welt von Google

mehr Top Rankings

Umfrage

Berichte über Probleme im Zusammenhang mit der Einführung des Mindestlohns hält Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft für aufgebauscht. Wie stehen Sie zu diesem Thema.