09.11.2012 12:52
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ROUNDUP: Allianz hält nach 'Sandy' an Gewinnziel fest - Aktie im Minus

    MÜNCHEN (dpa-AFX) - Europas größtem Versicherer Allianz sorgt sich auch anderthalb Wochen nach Hurrikan "Sandy" nicht um seinen Gewinn. Die milliardenschweren Sturmschäden in den USA dürften das jüngst erhöhte Ergebnisziel nicht gefährden, sagte Controlling-Vorstand Oliver Bäte am Freitag bei der Vorlage der Quartalsbilanz in München. Für 2012 erwartet die Allianz weiterhin einen operativen Gewinn von mehr als 9 Milliarden Euro. Das Ziel hatte der Vorstand erst am Abend des Sturms heraufgesetzt. Ansonsten gab sich die Allianz-Führung nach einem starken Sommerquartal eher vorsichtig. Für den Überschuss und für 2013 wagte Bäte keine Prognose. Die Dividende für 2012 soll stabil bleiben.

 

    Für die Allianz-Aktie ging es nach den Nachrichten nach unten. Nach zunächst stärkeren Verlusten gehörte das Papier gegen Mittag mit einem Minus von 1,52 Prozent auf 92,70 Euro zu den schwächeren Werten im Dax (DAX). Die Quartalszahlen hatten kaum überrascht, nachdem der Versicherer die Eckdaten bereits Ende Oktober bekannt gegeben hatte.

 

RÜCKVERSICHERER TRAGEN DEN REST

 

    Trotz der immensen Schäden durch "Sandy" sieht sich die Allianz auf der sicheren Seite. "Wir haben bei der Schadenbelastung eine Obergrenze eingezogen", sagte Bäte. Bis zu einer bestimmten Summe bezahle die Allianz die Schäden, den Rest würden Rückversicherer bezahlen. Wie hoch die Grenze liegt, wollte Bäte nicht sagen.

 

    Experten rechnen damit, dass "Sandy" in den USA einen volkswirtschaftlichen Schaden von bis zu 50 Milliarden US-Dollar angerichtet hat. Davon müssten Versicherer 7 bis 20 Milliarden Dollar tragen. Allerdings sind die Schäden wegen der Wassermassen und vielfältiger Betriebsunterbrechungen bei Unternehmen bislang kaum abzuschätzen. Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) hatte seine eigene Belastung am Mittwoch auf einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag geschätzt. Die Allianz hat in ihrer Gewinnprognose nach eigenen Angaben die bis Donnerstag aufgelaufenen Schadensschätzungen berücksichtigt. Die "Sandy"-Schäden werden allerdings erst im vierten Quartal verbucht.

 

FONDSGESCHÄFT LÄUFT GUT

 

    Im Sommerquartal profitierte die Allianz von Zuwächsen in der Lebensversicherung und im Fondsgeschäft. Beide Sparten steigerten ihren operativen Gewinn im Jahresvergleich um 58 Prozent, nachdem sie ein Jahr zuvor unter den Börsenturbulenzen und dem Schuldenschnitt für Griechenland gelitten hatten. Zusammen verdienten beide Bereiche dank der Beruhigung an den Finanzmärkten fast anderthalb Mal so viel wie der Kernbereich des Konzerns, die Schaden- und Unfallversicherung. Allerdings rechnet Bäte nicht damit, dass das Geschäft vor allem bei der US-Fondssparte Pimco das Niveau des abgelaufenen Quartals auf Dauer halten kann. Unter dem Strich verdiente die Allianz von Juli bis September 1,3 Milliarden Euro, fast sieben Mal so viel wie ein Jahr zuvor.

 

    Naturkatastrophen kosteten den Versicherer zwischen Juli und September nur vergleichsweise geringe Summen. Größter Schaden war die Dürre in den USA, für die die Allianz 89 Millionen Euro zurücklegte. Weitere Belastungen im vierten Quartal schloss Vorstand Bäte nicht aus. Die Schäden durch Wirbelsturm "Isaac", der im August die US-Südküste getroffen hatte, bezifferte der Manager auf einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag.

 

FIREMAN'S FUND BLEIBT SANIERUNGSFALL

 

    Doch auch ohne diese Schäden hat die Allianz in den USA zu kämpfen. Die Tochter Fireman's Fund bleibe mindestens für die nächsten anderthalb Jahre ein Sanierungsfall, sagte Bäte. Der US-Versicherer kämpft mit strukturellen Problemen. Diesmal musste die Allianz auch die Schadensreserven der Tochter stärken, die unter anderem stark steigende Kosten bei der Gesundheitsversorgung schultern muss. Dort und im hart umkämpften deutschen Markt strukturiert die Allianz deshalb ihr Geschäft um.

 

    Die Kosten für den Umbau belasten in diesem Jahr auch das Konzernergebnis. Der Überschuss soll deshalb weniger stark steigen als der operative Gewinn, für den der Vorstand umgerechnet eine Steigerung von rund 15 Prozent im Auge hat. Im vergangenen Jahr hatte die Allianz unter dem Strich 2,5 Milliarden Euro verdient. Was dies für die Dividende bedeutet, wollte Bäte noch nicht abschließend sagen. Er gehe allerdings davon aus, dass die Allianz "Dividendenkontinuität" bieten könne. Für 2011 hatte der Konzern je Anteilsschein 4,50 Euro ausgeschüttet./stw/enl/fbr

 

 

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