22.11.2012 15:48
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: Altmaier kritisiert geplante Strompreiserhöhungen

    BERLIN (dpa-AFX) - Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat die massiven Strompreiserhöhungen als teilweise ungerechtfertigt kritisiert. "Viele Stromversorger liegen mit ihrer Erhöhung deutlich über der Erhöhung der Erneuerbare-Energien-Umlage", sagte Altmaier der Deutschen-Presse-Agentur. "Das ist schwer zu verstehen, weil die Börsenstrompreise seit dem letzten Jahr auf breiter Front gesunken sind", betonte er mit Blick auf die Einkaufspreise, die dank mehr Wind- und Solarstrom die Beschaffung in Deutschland günstiger machen.

 

    Die Energiewirtschaft betonte, sie gebe nur gestiegene staatliche Abgaben, Steuern und Umlagen weiter. Etwa drei Viertel der Stromkunden müssen vom kommenden Jahr an tiefer in die Tasche greifen - mehr als 600 Versorger wollen die Preise so stark wie nie zuvor erhöhen. Im Schnitt werden rund zwölf Prozent mehr erwartet.

 

    Der Bund der Energieverbraucher warnte vor Abzocke. "Die Konzerne reden sich mit den Mehrkosten durch die Energiewende raus", sagte der Vorsitzende Aribert Peters der "Bild"-Zeitung. "Gerechtfertigt wären aber nur sechs statt der unverschämten zwölf Prozent Preisaufschlag. Die Stromkunden werden dreist mit 2,1 Milliarden Euro abkassiert." Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) dringt seit Wochen auf ein Absenken der Stromsteuer, um die Belastungen zu mindern. Die Linke-Politikerin Caren Lay forderte von Altmaier Taten statt Worte: "Sie sind in der Regierung und haben das Zepter in der Hand".

 

    Altmaier verlangte von den Energieversorgern mehr Transparenz bei der Strompreisbildung. Zudem bekräftigte er sein Vorhaben, die Ökoenergieförderung zu reformieren - die Bürger zahlen die Kosten über den Strompreis. "Wir müssen jetzt die Voraussetzungen schaffen, dass es in den Folgejahren nicht zu immer weiteren starken Strompreiserhöhungen kommt und müssen uns daher Gedanken machen über ein verlässliches Ausbautempo und eine Degression der Einspeisevergütungen", sagte der CDU-Minister. Er wolle eine Reform, die 10, 15 Jahre lang halte und nicht alle vier Jahre nach Wahlen infrage gestellt werde. Ziel sei ein parteiübergreifender Konsens.

 

    Am Mittwochabend hatte Altmaier nach einem Runden Tisch mit Wirtschaft und Verbraucherschützern den Startschuss für ein neues Stromsparportal gegeben. Unter www.die-stromsparinitiative.de können sich Bürger ab sofort über ihren Stromverbrauch, Tipps zum Sparen und den nächsten Energiesparberater in ihrer Nähe informieren. Altmaier kündigte an, bis 2014 zwischen 50 und 100 Millionen für eine Stromsparinitiative und eine Ausweitung der Energieberatung auszugeben.

 

    Hildegard Müller, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), betonte: "Die aktuell laufende Diskussion zu den angekündigten Strompreiserhöhungen nimmt haarsträubende Züge an". Es gebe nicht den einen Strompreis. "Fakt ist, dass es in Deutschland rund 1.100 Stromunternehmen mit ganz unterschiedlichen regionalen Gegebenheiten gibt." Diese Unternehmen stünden in einem harten Wettbewerb um die Stromkunden.

 

    Auch der Energiekonzern EnBW wies Kritik zurück. Man habe mit der Erhöhung gar nicht alle Kosten der ab Anfang 2013 geltenden Umlagen vollständig auf die Kunden umgelegt. Der Konzern habe vielmehr dank "günstigerer Konditionen bei der Strombeschaffung" die Preisbelastung für die Kunden mindern können. Das drittgrößte deutsche Stromunternehmen will zum 1. Februar die Strompreise um etwa 2,5 Cent für die Kilowattstunde erhöhen - dies entspricht gut 10 Prozent mehr./ir/DP/stw

 

Nachrichten zu EnBW

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu EnBW

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
08.12.2010EnBW holdSociété Générale Group S.A. (SG)
14.09.2010EnBW Energie Baden-Württemberg holdSociété Générale Group S.A. (SG)
01.07.2010EnBW "hold"Société Générale Group S.A. (SG)
21.04.2010EnBW "hold"Société Générale Group S.A. (SG)
17.09.2009EnBW buySociété Générale Group S.A. (SG)
17.09.2009EnBW buySociété Générale Group S.A. (SG)
08.12.2010EnBW holdSociété Générale Group S.A. (SG)
14.09.2010EnBW Energie Baden-Württemberg holdSociété Générale Group S.A. (SG)
01.07.2010EnBW "hold"Société Générale Group S.A. (SG)
21.04.2010EnBW "hold"Société Générale Group S.A. (SG)
31.07.2009EnBW holdSociété Générale Group S.A. (SG)
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten die älter als ein Jahr sind im Archiv
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für EnBW nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt um Nulllinie -- Draghi verteidigt lockere Geldpolitik -- EZB-Leitzins bleibt unverändert -- Netflix Umsatzsprung erfreut Anleger -- VW, Fresenius im Fokus

Spannung vor dem Eid: Trump übernimmt die Macht in Washington. Goldman Sachs, UBS & Co. bringen wegen Brexit wohl Tausende Jobs nach Frankfurt. Experte der Bank of America: Jeder Forex-Trader braucht jetzt einen Twitter-Account. Haustürgeschäfte, falsche Rechnungen, Kundenhotlines: Diese Rechte haben Verbraucher.
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Millionen-Dollar-URLs
Jetzt durchklicken
Welche Commodities entwickelten sich 2016 am stärksten?
Jetzt durchklicken
Mit diesem Studium wird man CEO im Dow Jones
Jetzt durchklicken
Das verdienen YouTube-Stars mit Videos
Jetzt durchklicken
So reich sind die Minister aus Donald Trumps Kabinett
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG 514000
Daimler AG 710000
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
BASF BASF11
Commerzbank CBK100
Bayer BAY001
E.ON SE ENAG99
Apple Inc. 865985
Nordex AG A0D655
Allianz 840400
Netflix Inc. 552484
Deutsche Telekom AG 555750
K+S AG KSAG88
BMW AG 519000
Siemens AG 723610