THOUSAND OAKS (dpa-AFX) - Der weltgrößte Biotechnologiekonzern Amgen <AMGN.NAS> <AMG.FSE> hat nach einem enttäuschenden ersten Quartal mit Umsatzeinbrüchen bei wichtigen Medikamenten seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr gesenkt. "Im ersten Quartal haben wir die kontinuierliche Eintrübung der Weltwirtschaft zu spüren bekommen", sagte Konzernchef Kevin Sharer laut Mitteilung vom Donnerstagabend nach US-Börsenschluss am Sitz in Thousand Oaks (Kalifornien). Nachbörslich zeigte sich die
Aktie im Minus.
2009 sei nun mit Erlösen von 14,4 bis 14,8 Milliarden US-Dollar zu rechnen. Zuvor war der Biotechkonzern von 14,8 bis 15,2 Milliarden Dollar ausgegangen. Analysten rechneten bisher mit 14,90 Milliarden Dollar. Die Ergebnisprognose 2009 von 4,55 bis 4,75 (4,62) bestätigte das Unternehmen.
Im ersten Jahresviertel war der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) von 1,12 Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 1,08 Dollar gesunken. Experten hatten hingegen mit einem Gewinnanstieg auf 1,15 Dollar gerechnet. Der Umsatz fiel von 3,61 auf 3,318 Milliarden Dollar. Auch hier hatten die Analysten einen Anstieg erwartet und Erlöse von 3,63 Milliarden Dollar vorhergesagt.
Der Umsatz des Arthritismittels Enbrel brach wegen der gesunkenen Nachfrage durch die krisengeschüttelten Patienten in den ersten drei Monaten um 30 Prozent auf 758 Millionen Dollar ein und lag damit rund 160 Millionen Dollar unter den Prognosen der Wall Street. Minuszeichen gab es auch bei Aranesp zur Behandlung von Blutarmut. Vor dem Hintergrund von Sicherheitsbedenken fiel der Umsatz um 18 Prozent auf 626 Millionen Dollar.
Im nachbörslichen Handel gerieten Amgen-Titel unter Druck und verloren in einer ersten Reaktion knapp drei Prozent./ep/he