09.12.2012 23:53
Bewerten
(0)

ROUNDUP: Athen nimmt wichtige Hürde - Samaras: Schuldenrückkauf 'gut gelaufen'

DRUCKEN
    ATHEN/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Griechenland hat offensichtlich eine Hürde auf dem Weg aus der Schuldenkrise genommen. Der geplante Anleiherückkauf von 30 Milliarden Euro sei "gut gelaufen", sagte Regierungschef Antonis Samaras am Sonntagabend in München. Zahlen und Einzelheiten nannte er nicht - allem Anschein nach wird in Athen noch gerechnet, wie viele Anleihen der Staat vom Markt nehmen konnte.

 

    "Ich bin zuversichtlich, bis Montag oder Dienstag mit großer Sicherheit sagen zu können, dass die Sache sehr gut gelaufen ist", sagte Samaras nach einem Treffen mit Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). Mit dem Rückkauf will die griechische Regierung ihren Schuldenstand auf einen Schlag um 20 Milliarden Euro senken.

 

    Die erhofften Offerten über knapp 30 Milliarden Euro werden zusammenkommen, wie griechische Medien unter Berufung auf Kreise im Athener Finanzministerium berichteten. Allerdings wurden die Angebote am Wochenende noch im Detail geprüft, wie die Nachrichtenagentur dpa aus dem Ministerium erfuhr.

 

    Das Ziel Griechenlands war es, mit zehn Milliarden Euro aus dem europäischen Rettungsfonds EFSF etwa 30 Milliarden Euro an alten Schulden aufzukaufen und sie damit vom Markt zu nehmen. Das würde den Schuldenberg des Landes quasi über Nacht um rund 20 Milliarden Euro verkleinern. Am Sonntag sollten die Mitglieder der Eurogruppe in einer Videokonferenz über den Verlauf des Rückkaufs informiert werden, hieß es aus Kreisen des Finanzministeriums in der griechischen Hauptstadt.

 

    Nach übereinstimmenden Berichten der griechischen Presse am Sonntag haben sich die griechischen Banken bereiterklärt, Papiere im Umfang von zehn Milliarden Euro zum Rückkauf anzubieten. Die Banken hätten zunächst weitere fünf Milliarden Staatsanleihen in ihren Tresoren behalten. Sie wollten abwarten, wie sich die Hedge-Fonds und andere ausländische Privatanleger verhalten. Von diesen sollen sich Halter von Anleihen in Höhe von 15 bis 16 Milliarden Euro gemeldet haben. Demnach erreichte der Gesamtbetrag zunächst 25 bis 26 Milliarden Euro.

 

    Die Lücke von vier bis fünf Milliarden Euro bis zum Zielbetrag von 30 Milliarden Euro wollten nun die Banken in Griechenland füllen, indem sie auch die restlichen Staatsanleihen im Wert von fünf Milliarden Euro anbieten, berichtete das Athener Sonntagsblatt "Kathimerini". Informell bleibe damit das Buch der Willigen zum Rückkauf der Staatsanleihen noch offen, hieß es.

 

    Experten waren zuvor bereits davon ausgegangen, dass die griechischen Geldinstitute notfalls das gesamte Volumen ihrer Papiere zum Rückkauf anbieten werden. Dies hänge vom Gesamtbetrag ab, der sich nach dem Zusammenrechnen aller Angebote aus dem Ausland ergibt. Sollte dieser 15 Milliarden Euro übersteigen, hätte Griechenland den Erfolg des Rückkaufs sicher in der Tasche.

 

    Athen hat nun bis zum 13. Dezember Zeit, um das Verfahren abzuschließen. Dann will die Eurogruppe bei einem Sondertreffen unmittelbar vor Beginn des EU-Gipfels voraussichtlich Hilfen an Athen von insgesamt knapp 44 Milliarden Euro endgültig freigeben. Dabei hat der Internationale Währungsfonds (IWF) einen abgeschlossenen, erfolgreichen Schuldenrückkauf Athens zur Voraussetzung für die Auszahlung weiterer Kreditraten gemacht.

 

    Athen hatte den Haltern verschiedener Staatspapiere mit langen Laufzeiten Angebote zwischen 30 und 40 Prozent des ursprünglichen Werts gemacht. Wegen der dramatischen Schuldenkrise Griechenlands waren die Staatsanleihen rasant im Wert gefallen. Nehmen die Gläubiger das Angebot an, sind sie die problematischen Papiere los. Sie müssen dafür aber - abhängig davon, zu welchen Konditionen sie eingestiegen sind - gegebenenfalls Verluste hinnehmen./tt/cho/DP/zb

 

Melden Sie sich jetzt an!

Sind ETFs das beste Anlageprodukt der Welt oder droht wegen des ETF-Booms eine Krise? Im Online-Seminar am 14. Dezember setzt sich Thomas Wolff von Scalable kritisch mit dem Thema Indexfonds auseinander.
Hier zum ETF-Webinar anmelden!
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Webinar: Der große Ausblick auf 2018!

Am 13. Dezember gibt Simon Betschinger von TraderFox im Anlegerclub der Börse Stuttgart einen Ausblick auf das kommende Börsenjahr. Dabei nimmt er ausgewählte Aktien unter die Lupe und erklärt, warum er genau diese Werte für besonders aussichtsreich hält.
Jetzt kostenfrei registrieren
und dabei sein!

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- Dow im grünen Bereich -- Atos will Chipkarten-Hersteller Gemalto schlucken -- Bitcoin kommt leicht von Rekordhöhen zurück -- HelloFresh, LANXESS im Fokus

Boeing hebt Dividende kräftig an. Stiftung Warentest: Mehr Zinsen für Tagesgeld und Co. im Internet. Immobilienkonzern Unibail-Rodamco will Konkurrent Westfield kaufen. Deutsche Aktien 2017: Das waren die Bitcoin-Alternativen. Litecoin steigt um über 86 Prozent. Unterstützung für VW-Chef Müller: Weil hält höhere Diesel-Steuern für sinnvoll.

Top-Rankings

KW 49: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 49: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Weihnachtsgeld 2017
Wer bekommt wo wieviel?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat George Soros im Depot
Welche ist die größte Aktienposition?
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Neuer Platz Eins
Die wertvollsten Unternehmen nach Marktkapitalisierung 2017
Welches Unternehmen macht das Rennen?
Renteneintrittsalter
Hier arbeiten die Menschen am längsten
Bizarre Steuereinnahmen
Das sind die bizarrsten Steuereinnahmen der Welt
mehr Top Rankings

Umfrage

Kommt die Jahresendrally des DAX noch?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Steinhoff International N.V.A14XB9
EVOTEC AG566480
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
AIXTRON SEA0WMPJ
CommerzbankCBK100
BP plc (British Petrol)850517
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Apple Inc.865985
Bitcoin Group SEA1TNV9
Sabina Gold & Silver Corp.A0YC9U
GeelyA0CACX
Dialog Semiconductor Plc.927200
Deutsche Telekom AG555750