04.09.2012 20:39
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: Auf Demokraten-Parteitag wirbt Michelle Obama für Projekt Wiederwahl

    CHARLOTTE (dpa-AFX) - Zwei Monate vor der US-Präsidentenwahl wollen die Demokraten mit einer glanzvollen Parteitags-Show die Weichen für eine Wiederwahl von Amtsinhaber Barack Obama stellen. Zum Auftakt der politischen Großveranstaltung in Charlotte (North Carolina) stand am Dienstagabend die Rede der First Lady Michelle Obama auf dem Programm. Das Wahlkampfteam hoffte, mit dem Auftritt der populären Präsidenten-Gattin entscheidende Sympathiepunkte zu sammeln. Bei der Convention sollen auch Ex-Präsidenten, Minderheiten-Vertreter und Stars für Obama werben. Der Schlagabtausch zwischen dem Amtsinhaber und Herausforderer Mitt Romney wird dabei immer härter.

 

    Bei dem Parteitag der Republikaner in der vergangenen Woche hatte Romneys Ehefrau Ann auf der emotionalen Ebene vorgelegt. In einer stimmungsvollen Rede warb sie für ihn als einen "Mann, den Amerika braucht". Sie stellte ihren 65 Jahre alten Gatten als treu sorgenden Familienvater dar. Während Ann Romney bis zu ihrem Auftritt weitgehend unbekannt war, gilt Michelle Obama als ausgesprochen beliebt. Ihre Umfragewerte sind weit besser als die ihres Mannes - mehr als zwei Drittel der Amerikaner mögen sie. Im Wahlkampf versucht Michelle Obama vor allem, die persönlichen Seiten des Präsidenten zu zeigen.

 

    Der Präsident selbst stimmte seine Anhänger zum Auftakt eines Wahlkampfauftritts in Norfolk (Virginia) auf die Rede der First Lady ein. "Ich weiß, was immer ich hier heute sage, wird bestenfalls einen entfernten zweiten Platz hinter dem einnehmen, was Ihr heute Abend vom Star der Obama-Familie, Michelle Obama, hören werdet", sagte der Demokrat. Er werde sich die Rede daheim im Weißen Haus zusammen mit seinen beiden Töchtern anhören, "und ich werde zu vermeiden versuchen, dass sie ihren Papa weinen sehen".

 

    In den Mittelpunkt des Parteitags rückte am Dienstag auch der 37 Jahre alte Bürgermeister der texanischen Stadt San Antonio, Julian Castro. Die Zukunftshoffnung der Partei wurde mit der Eröffnungsrede betraut. Castro ist der erste Demokrat lateinamerikanischer Herkunft in dieser Funktion. US-Fernsehsender und Zeitungen bezeichneten ihn am Dienstag bereits als einen der möglichen Nachfolger Obamas im Weißen Haus. Castro spricht wegen seiner Herkunft eine wichtige Klientel der Demokraten an. Bei der Wahl 2008 hatte Obama zwei Drittel der hispanischen Wählerstimmen erhalten.

 

    Fast 6000 Delegierte sollen Obama am Mittwoch formell als ihren Kandidaten für die Wahl am 6. November aufstellen. Der ehemalige, in der Bevölkerung bis heute sehr beliebte US-Präsident Bill Clinton (1993 - 2001) wird die offizielle Nominierungsrede halten. Obamas mit Spannung erwartete Antrittrede ist zum Abschluss des Parteitags für Donnerstag geplant. Er wird nach eigener Aussage erklären, wie er die Wirtschaft ankurbeln, Arbeitsplätze schaffen und die Mittelschicht stärken will.

 

    Paul Ryan, Romneys Kandidat für den Vizepräsidenten, warf Obama unterdessen erneut vor, das Land in den vergangenen vier Jahren nicht voran gebracht zu haben. "Er kann Euch nicht erzählen, dass es Euch bessergeht", sagte Ryan bei einem Auftritt in North Carolina. Vizepräsident Joe Biden konterte, dass Obama die Autoindustrie gerettet und den Terrorchef Osama bin Laden getötet hat. "Amerika geht es heute besser", sagte er./mcm/DP/he

 

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt um Nulllinie -- US-Börsen schwächer -- Draghi verteidigt lockere Geldpolitik -- EZB-Leitzins bleibt unverändert -- Netflix Umsatzsprung erfreut Anleger -- VW, Fresenius im Fokus

Spannung vor dem Eid: Trump übernimmt die Macht in Washington. Goldman Sachs, UBS & Co. bringen wegen Brexit wohl Tausende Jobs nach Frankfurt. Experte der Bank of America: Jeder Forex-Trader braucht jetzt einen Twitter-Account. Haustürgeschäfte, falsche Rechnungen, Kundenhotlines: Diese Rechte haben Verbraucher.
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Millionen-Dollar-URLs
Jetzt durchklicken
Welche Commodities entwickelten sich 2016 am stärksten?
Jetzt durchklicken
Mit diesem Studium wird man CEO im Dow Jones
Jetzt durchklicken
Das verdienen YouTube-Stars mit Videos
Jetzt durchklicken
So reich sind die Minister aus Donald Trumps Kabinett
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
Deutsche Bank AG 514000
Daimler AG 710000
BASF BASF11
Commerzbank CBK100
Bayer BAY001
Nordex AG A0D655
E.ON SE ENAG99
Apple Inc. 865985
Netflix Inc. 552484
Allianz 840400
Deutsche Telekom AG 555750
K+S AG KSAG88
Siemens AG 723610
Tesla A1CX3T