LUDWIGSHAFEN (dpa-AFX) - Der Chemiekonzern
BASF investiert rund eine Milliarde Euro in den Bau einer neuen Kunststofffabrik am Stammsitz Ludwigshafen. Rund 200 Arbeitsplätze sollen entstehen, die Anlage soll Ende 2014 in Betrieb gehen, wie die BASF am Dienstag mitteilte. Damit hat der BASF-Standort Antwerpen das Nachsehen, auch er war im Rennen um die Milliardeninvestition. Den gleichen Kunststoff, einen Ausgangsstoff für die Auto- und Möbelindustrie, produziert die BASF derzeit unter anderem auch im brandenburgischen Schwarzheide. Die dortige Fabrik mit derzeit rund 300 Beschäftigten soll geschlossen werden.
Den Bau der neuen Fabrik hatte die BASF bereits im Mai 2011 angekündigt, dabei aber offen gelassen, ob sie in Antwerpen oder Ludwigshafen entstehen wird. Die Anlage zur Produktion des Kunststoffs, der für Sitzpolster, Innenverkleidungen und Schäume für Matratzen verwendet wird, soll die größte ihrer Art in Europa werden. Ähnliche Fabriken betreibt die BASF auch in den USA, Südkorea und China. Schwarzheide soll ein wichtiger Produktionsstandort der BASF bleiben, sagte ein Sprecher. Derzeit werde noch geprüft, ob die dortige Anlage für andere Produkte verwendet werden könne.
Erst am Montag hatte BASF bekanntgegeben, dass der Sitz des Tochterunternehmens für die sogenannte grüne Gentechnik von Limburgerhof bei Ludwigshafen in die USA verlegt wird. Begründet wurde der Schritt damit, dass in weiten Teilen Europas Akzeptanz für die Pflanzenbiotechnologie fehle. Von der Entscheidung sind rund 200 Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt betroffen./isa/DP/kja