14.03.2013 17:19
Bewerten
(0)

ROUNDUP: BRIC-Staaten holen bei Entwicklung auf

    NEW YORK/MEXIKO-STADT (dpa-AFX) - Aufstrebende Volkswirtschaften wie China, Indien und Brasilien holen bei der wirtschaftlichen Entwicklung rasant auf und haben die westlichen Industrienationen teilweise schon überholt. Diese Dynamik der so genannten BRIC-Staaten ist eine wesentliche Erkenntnis des am Donnerstag vorgestellten Weltentwicklungsberichts der Vereinten Nationen.

    "Es gibt eine globale Mittelklasse", sagte Khalid Malik, Chefautor des UN-Berichts. "1990 umfasste sie nur 1,8 Milliarden Menschen, 2020 werden es schon 3,2 und 2030 dann 4,9 Milliarden Menschen sein." Es gelinge, immer mehr Menschen am Wohlstand zu beteiligen.

    "Der rasante Aufstieg des Südens ist ungebrochen", sagte Malik. "In den vergangenen 150 Jahren war die Produktion von Deutschland, Kanada, Frankreich, den USA, Italien und Großbritannien zusammen weit stärker als die von Brasilien, China und Indien. Das hat sich angeglichen und in Kürze werden die drei Südländer die klassischen Industrienationen überholen." Im Jahre 2050 sollten 40 Prozent der Weltproduktion auf Indien, China und Brasilien entfallen.

    Eine Ursache des Aufstiegs sei, dass die Regierungen maßvoll in ihre Wirtschaft eingegriffen und vorausschauend für ein dauerhaftes Wachstum gesorgt hätten. "Sie haben Arbeitsplätze geschaffen, für Bildung und ein zumindest grundlegendes Sozialnetz gesorgt und sie haben Frauen nicht ausgegrenzt", sagte Malik. Ein Hauptfaktor sei das Internet: "Ein Bauer in Indien kann auf seinem Telefon sehen, wie eine Wahl in Europa ausgegangen ist - und sofort für seinen Handel entsprechende Schlüsse ziehen." Schon heute gebe es im Süden mehr Internetnutzer als in den Industrienationen des Nordens.

    Das am höchsten entwickelte Land ist dem Bericht zufolge erneut Norwegen, gefolgt von Australien und den USA. Hauchdünn vor Deutschland liegen die Niederlande - ebenso knapp dahinter folgt Neuseeland. Ganz hinten sehen die Statistiker Mosambik, Kongo und zuletzt Niger. Mit weitem Abstand am erfolgreichsten war Libyen. Im Jahr nach dem Sturz von Diktator Muammar al-Gaddafi legte das Land 23 Ränge zu und liegt jetzt auf Platz 64.

    Die Deutschen sind zwar immer ganz vorn mit dabei, aber sie sind unzufrieden. Unter den zehn größten Industrienationen sind nur noch die Japaner verdrossener. Zwar sind 89 Prozent der Deutschen mit ihrem Beruf zufrieden, aber nur 43 Prozent mit ihrer Regierung - das unterbieten nur noch die USA und wieder Japan. Dabei ist Deutschland mit 0,8 Morden je 100 000 Einwohnern ein sicheres Land. Bei den Selbstmorden - 6 je 100 000 bei den Frauen, 18 bei den Männern - liegt die Bundesrepublik im Mittelfeld der zehn größten Industrieländer.

    Mit einer Lebenserwartung von 80,6 Jahren ist Deutschland Durchschnitt unter den Industrienationen. In nur wenigen Ländern gibt es mehr Ärzte, in Deutschland kommen 3,5 auf 1000 Einwohner. Dennoch gibt es kein westliches Land, in dem die Menschen unzufriedener mit ihrem Gesundheitssystem sind.

    Knapp zwei Drittel der Deutschen sind mit ihrem Bildungssystem zufrieden - ein Mittelwert unter den entwickelten Ländern. Die Analphabetenquote ist so gering, dass sie gar nicht mehr aufgeführt wird. Am höchsten ist sie in Burkina Faso und Niger. In diesen afrikanischen Ländern können nur 28,7 Prozent lesen und schreiben./me/DP/zb

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

SAP - Digitalisierung ist eine Goldgrube!

Das Softwarehaus aus Walldorf dominiert den globalen Markt für Unternehmenssoftware. Selbst das innovative Silicon Valley kann den Deutschen nicht das Wasser reichen. Das hat mittlerweile auch die Wall Street erkannt. Der DAX-Titel befindet sich auf Rekordjagd. Immer mehr US-Investoren springen auf. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, wie die Digitalisierung die Aktie antreibt und warum SAP für Trader und Investoren interessant ist.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX nimmt Kurs auf Rekordhoch -- Asiens Börsen überwiegend im Plus -- Frankreich-Wahl: Macron und Le Pen Gewinner -- Becton Dickinson schluckt C.R. Bard -- Sartorius mit Zuwächsen

Pfeiffer Vacuum lehnt Übernahmeangebot von Busch-Gruppe erneut ab. SNB: Könnten gegen Franken-Aufwertung nach Frankreich-Wahl vorgehen. EZB-Ratsmitglied Nowotny: Wenn nötig ELA-Mittel für französische Banken. Venezuela will Gold-Deal: Oppositions-Appell an Deutsche Bank.

Top-Rankings

EU-Vergleich der Arbeitskosten 2016
So viel kostet eine Stunde Arbeit in Europa
KW 16: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Investmentbanken mit den höchsten Einnahmen
Diese Geldhäuser wissen, wie man Geld verdient

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Tops und Flops
So entwickelten sich die Rohstoffe im 1. Quartal 2017
Tops und Flops
So performten die DAX-Unternehmen im ersten Quartal 2017
Viel Geld bei wenig Stress
Diese relaxten Berufe werden gut bezahlt
Die zehn größten Kapitalvernichter
Hier wurde am meisten Anlegergeld verbrannt
Das machen Ex-Spitzensportler nach ihrer Karriere
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Anleger sind besorgt um Wahlausgang in Frankreich. Erwarten Sie einen Sieg der Euro-Kritiker?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
CommerzbankCBK100
Allianz840400
BASFBASF11
Apple Inc.865985
BMW AG519000
E.ON SEENAG99
Scout24 AGA12DM8
Deutsche Telekom AG555750
TeslaA1CX3T
adidas AGA1EWWW
Siemens AG723610
Nordex AGA0D655