28.01.2013 12:15
Bewerten
(0)

ROUNDUP:Bafin macht Druck in Zinsaffäre - 'SZ':Sonderprüfung gegen Deutsche Bank

    BONN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Finanzaufsicht Bafin macht in der Affäre um manipulierte Zinssätze Druck. Die Behörde vermute auch Unregelmäßigkeiten beim europäischen Pendant des Referenzzinses Libor, dem Euribor, schreibt die "Süddeutschen Zeitung" (SZ/Montag). Gegen vier Institute seien daher Sonderprüfungen eingeleitet worden, darunter die Deutsche Bank und die WestLB-Nachfolgerin Portigon, heißt es in dem Bericht. Ein Sprecher der Bafin erklärte am Montag: "Wir haben schon im vergangenen Sommer gesagt, dass wir uns auch das Thema Euribor anschauen." Zu einzelnen Instituten äußert sich die Behörde nicht.

 

    Nach "SZ"-Informationen schickte die Behörde zu zwei weiteren Banken aus dem Euribor-Panel ihre Prüfer, weil der Rücklauf aus einer schriftlichen Anfrage unbefriedigend gewesen sei. Zu den Banken, die die Bafin in Sachen Euribor ("Euro Interbank Offered Rate") in Augenschein genommen hat, gehören demnach außer Deutscher Bank und WestLB/Portigon die Landesbank Berlin, die BayernLB, die Commerzbank, die DZ Bank, die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und die NordLB.

 

    Bei Portigon sei auch eine Untersuchung zu möglichen Manipulationen des Zinssatzes Libor eingeleitet worden, bei der Deutschen Bank läuft die Libor-Prüfung bereits seit Sommer 2012. Mit Ergebnissen wird nicht vor Ende März dieses Jahres gerechnet. Der Branchenprimus hatte stets darauf hingewiesen, dass es bei den laufenden Prüfungen nicht nur um einen Zinssatz, den Libor, sondern um Interbankenzinssätze generell geht. Den "SZ"-Bericht wollte ein Sprecher des Dax (DAX)-Konzerns am Montag nicht kommentieren.

 

    Die "London Interbank Offered Rate" (Libor) gibt an, zu welchen Konditionen sich Banken gegenseitig Geld leihen. Der Zins dient als Maßstab für Geldgeschäfte in Billionenhöhe. An der Berechnung des Zinssatzes sind die britischen Banken und eine Reihe der weltweit größten internationalen Banken beteiligt.

 

    Für illegale Manipulationen des Referenzzinssatz zahlte die Schweizer Großbank UBS im Dezember fast 1,2 Milliarden Euro Buße. Bei der britischen Großbank Barclays kostete der Skandal Vorstandschef Bob Diamond den Job. Dass auch bei der Deutschen Bank einzelne Mitarbeiter in den Jahren 2006/07 an den Tricksereien beteiligt waren, daran gibt es nach Angaben der Bank keine Zweifel. Die Deutsche Bank schließt nach internen Untersuchungen aber aus, dass das höhere Management an Libor-Manipulationen beteiligt war.

 

    Die Präsidentin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), Elke König, stellte in der vergangenen Woche fest, es habe sich gezeigt, dass das System, das "nur auf Schätzungen von Marktteilnehmern" beruhe, "anfällig für Manipulationen" sei. Man müsse sich "aus aufsichtsrechtlicher Sicht die Frage stellen, ob die Ermittlung von Sätzen wie Libor und Euribor überhaupt nachhaltig reformiert werden" könne, sagte König: "Meines Erachtens müssen wir nicht nur an der Generalüberholung, sondern auch am Ersatz des Systems arbeiten."/ben/cha/DP/kja

 

Anzeige

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

  • Relevant
  • Alle
    2
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Bank AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
15.08.2017Deutsche Bank UnderperformMacquarie Research
11.08.2017Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
11.08.2017Deutsche Bank ReduceHSBC
08.08.2017Deutsche Bank SellCitigroup Corp.
28.07.2017Deutsche Bank NeutralMacquarie Research
27.07.2017Deutsche Bank kaufenDZ BANK
27.07.2017Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
27.07.2017Deutsche Bank buyequinet AG
24.07.2017Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
29.06.2017Deutsche Bank buyequinet AG
11.08.2017Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
28.07.2017Deutsche Bank NeutralMacquarie Research
28.07.2017Deutsche Bank NeutralJP Morgan Chase & Co.
28.07.2017Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
27.07.2017Deutsche Bank HoldS&P Capital IQ
15.08.2017Deutsche Bank UnderperformMacquarie Research
11.08.2017Deutsche Bank ReduceHSBC
08.08.2017Deutsche Bank SellCitigroup Corp.
28.07.2017Deutsche Bank verkaufenCredit Suisse Group
27.07.2017Deutsche Bank VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Bank AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX nach ZEW-Daten weiter fest -- Bitcoin-Zertifikat lässt spekulative Anleger voll auf ihre Kosten kommen -- UniCredit-Aufnahme im EuroStoxx möglich -- BMW, BHP im Fokus

Darum fällt Provident Financial: Aktienkurs bricht um 60 Prozent ein. zooplus-Titel fallen: Analyst sieht Risiken für Ausblick. Versicherer Zurich peilt Stellenstreichung an. Brasilien will Anteile an Stromversorger Eletrobras verkaufen. Stiftung Warentest: Banken verlangen teils absurde Gebühren.

Top-Rankings

KW 33: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 33: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Enormer Stressfaktor
In diesen Ländern haben Arbeitnehmer den größten Stress
Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
Das sind 2017 bislang die größten Verlierer in Buffetts Depot
Welche Aktie enttäuschte bisher am meisten?
Die Meister-Liste der 1. Fußball Bundesliga
Welcher Verein hat die meisten Meistertitel?
Bitcoin & Co.: Die wichtigsten Kryptowährungen
Welche Digitalwährung macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Donald Trump steht zunehmend in der Kritik. Was glauben Sie, wie lange wird er US-Präsident sein?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
CommerzbankCBK100
Apple Inc.865985
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
Air Berlin plcAB1000
Lufthansa AG823212
EVOTEC AG566480
Allianz840400
BMW AG519000
Amazon906866
BASFBASF11
Nordex AGA0D655