DAX8.305-2,7%  Dow15.307-0,5%  Euro1,28870,3% 
ESt502.767-2,4%  Nas3.463-1,1%  Öl101,4-0,9% 
TDax952,6-2,4%  Nikkei14.484-7,3%  Gold1.3891,4% 

04.02.2013 19:13

Senden

ROUNDUP: Bankern droht bei riskanten Geschäften Haft: Regierung plant neue

Commerzbank zu myNews hinzufügen Was ist das?


    BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung knöpft sich zockende Manager bei Banken und Versicherungen vor: Ihnen drohen künftig harte Strafen, wenn sie ihre Unternehmen durch besonders riskante Geschäfte in eine Schieflage bringen. Ein Gesetzentwurf soll die Möglichkeit schaffen, Geschäftsleiter strafrechtlich zur Rechenschaft zu ziehen, die ihre Bank oder Versicherung durch Pflichtverletzungen im Risikomanagement in ernste Probleme steuern. In diesen Fällen sind Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren vorgesehen. Wie die Nachrichtenagentur dpa am Montag aus Regierungskreisen erfuhr, sollen die Pläne bereits am Mittwoch ins Kabinett eingebracht werden.

 

    Die Regierung zieht damit wie bereits andere Länder weitere Konsequenzen aus der Finanzkrise 2008/2009, in der auch in Deutschland Banken vor der Pleite gerettet werden mussten. "Pflichtverletzungen der Geschäftsleiter im Risikomanagement werden strafrechtlich geahndet, wenn in der Folge das Institut in seinem Bestand oder die Erfüllbarkeit der Versicherungsverträge gefährdet ist", heißt es in dem Gesetzentwurf.

 

    Bislang gebe es unzureichende Möglichkeiten, gegen solches Fehlverhalten vorzugehen. Das Vorhaben ist Teil eines größeren Gesetzespakets zur Regulierung des Finanzsektors. Auch Großbritannien will Banken Fesseln anlegen. Noch 2013 soll das skandalträchtige Bankenwesen reformiert werden, wie Finanzminister George Osborne in London ankündigte. Kern der geplanten Reform ist die Trennung von risikoreichen Investmentgeschäften und dem Kundengeschäft.

 

    Auch im deutschen Gesetzentwurf ist ein weiterer zentraler Punkt: Größere Institute müssen sich auf eine Abtrennung des risikoreichen Investmentgeschäft vom klassischen Bankgeschäft einstellen. Demnach soll das Kundengeschäft dann abgeschirmt werden, wenn die riskanten Geschäfte einen bestimmten Umfang erreicht haben: Die Vermögenswerte der riskanten Geschäftstätigkeiten müssen mehr als 20 Prozent der gesamten Bilanzsumme ausmachen oder größer als 100 Milliarden Euro sein. Bei Überschreiten des Schwellenwertes muss das Eigengeschäft - also der nicht kundenbezogene Handel mit Finanzinstrumenten im eigenen Namen auf eigene Rechnung - in einer eigenständigen Handelsgesellschaft gebündelt werden.

 

    Die Pläne orientieren sich an Vorschlägen einer Expertengruppe der EU-Kommission unter Leitung des finnischen Notenbankpräsidenten Erkki Liikanen. Diese plädiert dafür, dass Großbanken die besonders riskanten Teile ihres Investmentbankings abtrennen und in eine Tochtergesellschaft auslagern. Diese kann im eigenen Konzern geführt werden.

 

    Einlagen der Sparer sollen dadurch besser geschützt und Steuerzahler vor neuen Milliardenkosten bewahrt werden, wenn Banken vor der Pleite gerettet werden. Die Gesetzespläne sehen außerdem vor, dass systemrelevante Kreditinstitute eigene Sanierungs- und Abwicklungspläne ("Banken-Testamente") aufstellen.

 

    Der Bundesverband deutscher Banken reagierte verhalten auf die Pläne. Die Vorgaben zum "Banken-Testament" seien zwar grundsätzlich sachgerecht. Wenig verständlich sei aber, dass die Bundesregierung in dieser wichtigen Frage einen Alleingang plane, bevor die bereits auf den Weg gebrachten EU-rechtlichen Rahmenbedingungen feststünden, beklagte der Verband. Ein nationales Gesetz sei verfrüht.

 

    "Wir sollten nicht durch eine Gesetzgebung im Zick-Zack-Kurs unnötige Hindernisse für eine EU-weit einheitliche Regulierung auf diesem wichtigen Feld aufbauen", mahnte Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer. "Krisen machen nicht an Landesgrenzen halt - wir brauchen auch in diesem Bereich ein koordiniertes Vorgehen."

 

    Der britische Finanzminister Osborne sagte zu den Plänen in London: "Die Banken sollen für ihre Kunden da sein und nicht andersherum." Sollten Banken die Trennung von risikoreichen Investmentgeschäften und dem Kundengeschäft nicht oder nicht ausreichend vornehmen, würden drakonische Strafen drohen. "Wenn Fehler begangen werden, dann wird es künftig die Bank sein und nicht der Steuerzahler, der die Rechnung zahlt", betonte Osborne. Die großen britischen Banken Lloyds (Lloyds Banking Group) und Royal Bank of Scotland waren in der Finanzkrise mit 65 Milliarden Pfund vom Staat vor dem Untergang gerettet worden./jac/DP/he

 

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 

Nachrichten zu Commerzbank AG nach Kapitalherabsetzung

  • Relevant
    2
  • Alle
    4
  • vom Unternehmen
    1
  • Peer Group
  • Sprache:
  • Alle
  • DE
  • EN
  • Sortieren:
  • Datum
  • meistgelesen
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
The Wall Street Journal
Warum die Commerzbank-Aktie plötzlich steigt
Die Commerzbank hält Anleger weiter mit kräftigen Kursbewegungen in Atem. Am Dienstag fällt sie deutlich, nachdem sie am Pfingstmontag noch mit einem Kurssprung von fast 9 Prozent für Furore gesorgt hatte. » mehr
13.05.13
Commerzbank platziert neue Aktien mit sattem Rabatt (Dow Jones)
15.05.13
Commerzbank-Aktie stramm auf Erholungskurs (Dow Jones)
14.05.13
Commerzbank verschleudert neue Aktien (Dow Jones)
07.05.13
Commerzbank startet mit roten Zahlen (dpa-afx)
15.05.13
Staat beginnt Ausstieg aus Commerzbank (dpa-afx)
15.05.13
Commerzbank ex Bezugsrecht gehandelt (dpa-afx)
16.05.13
Commerzbank: Goldman senkt Kursziel - Aktie unter Druck (Der Aktionär)
06.05.13
Ex-Commerzbank-Azubi legt Geständnis ab (dpa-afx)
The Wall Street Journal
Warum die Commerzbank-Aktie plötzlich steigt
Die Commerzbank hält Anleger weiter mit kräftigen Kursbewegungen in Atem. Am Dienstag fällt sie deutlich, nachdem sie am Pfingstmontag noch mit einem Kurssprung von fast 9 Prozent für Furore gesorgt hatte. » mehr
13.05.13
Commerzbank platziert neue Aktien mit sattem Rabatt (Dow Jones)
15.05.13
Commerzbank-Aktie stramm auf Erholungskurs (Dow Jones)
14.05.13
Commerzbank verschleudert neue Aktien (Dow Jones)
07.05.13
Commerzbank startet mit roten Zahlen (dpa-afx)
15.05.13
Staat beginnt Ausstieg aus Commerzbank (dpa-afx)
15.05.13
Commerzbank ex Bezugsrecht gehandelt (dpa-afx)
16.05.13
Commerzbank: Goldman senkt Kursziel - Aktie unter Druck (Der Aktionär)
06.05.13
Ex-Commerzbank-Azubi legt Geständnis ab (dpa-afx)
The Wall Street Journal
Warum die Commerzbank-Aktie plötzlich steigt
Die Commerzbank hält Anleger weiter mit kräftigen Kursbewegungen in Atem. Am Dienstag fällt sie deutlich, nachdem sie am Pfingstmontag noch mit einem Kurssprung von fast 9 Prozent für Furore gesorgt hatte. » mehr
03.05.13
Besser als der DAX: Die geheime Erfolgsformel (finanzen.net)
13.05.13
Commerzbank platziert neue Aktien mit sattem Rabatt (Dow Jones)
15.05.13
Commerzbank-Aktie stramm auf Erholungskurs (Dow Jones)
14.05.13
Commerzbank verschleudert neue Aktien (Dow Jones)
07.05.13
Commerzbank startet mit roten Zahlen (dpa-afx)
15.05.13
Staat beginnt Ausstieg aus Commerzbank (dpa-afx)
15.05.13
Commerzbank ex Bezugsrecht gehandelt (dpa-afx)
16.05.13
Commerzbank: Goldman senkt Kursziel - Aktie unter Druck (Der Aktionär)
The Wall Street Journal
Warum die Commerzbank-Aktie plötzlich steigt
Die Commerzbank hält Anleger weiter mit kräftigen Kursbewegungen in Atem. Am Dienstag fällt sie deutlich, nachdem sie am Pfingstmontag noch mit einem Kurssprung von fast 9 Prozent für Furore gesorgt hatte. » mehr
03.05.13
Besser als der DAX: Die geheime Erfolgsformel (finanzen.net)
13.05.13
Commerzbank platziert neue Aktien mit sattem Rabatt (Dow Jones)
15.05.13
Commerzbank-Aktie stramm auf Erholungskurs (Dow Jones)
14.05.13
Commerzbank verschleudert neue Aktien (Dow Jones)
07.05.13
Commerzbank startet mit roten Zahlen (dpa-afx)
15.05.13
Staat beginnt Ausstieg aus Commerzbank (dpa-afx)
15.05.13
Commerzbank ex Bezugsrecht gehandelt (dpa-afx)
16.05.13
Commerzbank: Goldman senkt Kursziel - Aktie unter Druck (Der Aktionär)
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
22.05.13Commerzbank verkaufenBarclays Capital
22.05.13Commerzbank verkaufenNomura
17.05.13Commerzbank haltenS&P Equity Research
17.05.13Commerzbank verkaufenIndependent Research GmbH
16.05.13Commerzbank haltenGoldman Sachs Group Inc.
15.05.13Commerzbank kaufenMerrill Lynch & Co., Inc.
14.03.13Commerzbank kaufenCredit Suisse Group
13.03.13Commerzbank kaufenequinet AG
15.02.13Commerzbank kaufenequinet AG
05.02.13Commerzbank kaufenequinet AG
17.05.13Commerzbank haltenS&P Equity Research
16.05.13Commerzbank haltenGoldman Sachs Group Inc.
15.05.13Commerzbank haltenWarburg Research
15.05.13Commerzbank haltenCredit Suisse Group
15.05.13Commerzbank haltenNomura
22.05.13Commerzbank verkaufenBarclays Capital
22.05.13Commerzbank verkaufenNomura
17.05.13Commerzbank verkaufenIndependent Research GmbH
13.05.13Commerzbank verkaufenExane-BNP Paribas SA
08.05.13Commerzbank verkaufenIndependent Research GmbH
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Commerzbank AG nach Kapitalherabsetzung nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






In der EU und bei der EZB werden derzeit die Abschaffung der ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins diskutiert...
Ich hätte kein Problem mit der Abschaffung von ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins.
Die ein- und zwei-Cent-Münzen verstopfen regelmäßig meine Geldbörse und könnten gerne verschwinden. - Der 500-Euro-Schein sollte aber bleiben!
Der 500-Euro-Schein ist in der Praxis völlig nutzlos und kann gerne abgeschafft werden. Die kleinen Münzen sollten aber erhalten bleiben!
Weder die ein- und zwei-Cent-Münzen noch der 500-Euro-Schein sollten abgeschafft werden!
Ich würde neben den ein- und zwei-Cent-Münzen und dem 500-Euro-Schein noch weitere Scheine und/oder Münzen abschaffen!
 Abstimmen