EHNINGEN (dpa-AFX) - Dank vieler Aufträge aus der Autobranche brummt das Geschäft beim Ingenieurdienstleister Bertrandt. Der Konzern steigerte im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2011/2012 seinen Umsatz um 27,7 Prozent auf 342 Millionen Euro (Vorjahr: 267,8 Mio. Euro). Wie das Unternehmen am Mittwoch in Ehningen bei Böblingen mitteilte, erhöhte sich das Betriebsergebnis auf 36,3 Millionen Euro (Vorjahr: 27,9 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Ertragsteuern wuchs auf 26 Millionen Euro (Vorjahr: 19,9 Mio. Euro).
Das im Herbst abgelaufene Geschäftsjahr hatte für das Unternehmen bereits mit Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn geendet. Zum 31. März 2012 beschäftigte Bertrandt 9355 Mitarbeiter (Vorjahr: 7592) im Konzern. Bertrandt ist - vereinfacht gesagt - verlängerte Werkbank und Ideenschmiede von Kunden vor allem aus der Autoindustrie. Konzepte etwa für CO2-Reduzierung, Sicherheit oder Komfort werden zum Entwickeln an Bertrandt abgegeben. Daher sind Bertrandts Zahlen ein Indikator für die Lage der Branche.
Man gehe von einer weiter erfolgreichen Entwicklung aus, heißt es im Geschäftsbericht zum Ausblick. Gut sei für das Unternehmen, dass die Autobauer immer mehr Modelle und neue Varianten anbieten. Neben der Automobil- und Luftfahrtindustrie arbeitet Bertrandt auch im Energie-, Medizin- und Elektrotechnik-Sektor sowie im Anlagen- und Maschinenbau./tat/rob/DP/wiz