EHNINGEN (dpa-AFX) - Der Zulieferer
Bertrandt sucht weiterhin händeringend Hunderte von neuen Mitarbeitern, um im Schwung der brummenden Autokonjunktur seine Belegschaft aufzustocken. Insgesamt rund 1000 Ingenieure, Techniker und kaufmännische Angestellte werden aktuell benötigt, wie das Unternehmen am Montag in Ehningen (Kreis Böblingen) mitteilte.
Zum Stichtag 30. Juni arbeiteten weltweit 8049 Menschen für die Bertrandt-Gruppe - ein Jahr zuvor waren es 6111 gewesen. In seinem Kerngeschäft entwickelt das Unternehmen für Autobauer Einzelteile, aber auch Module, Systeme und sogar komplette Fahrzeuge. Die Luftfahrt ist ein zweites wichtiges Standbein. Laut Bertrandt sitzt das Geld bei den Kunden nach der ausgestandenen Krise nun wieder lockerer, wovon die Zulieferer profitierten. "Um ihre Marktstellung weiter voranzutreiben, investieren die Hersteller verstärkt in neue Produkte und Technologien", schreibt Bertrandt im Quartalsbericht.
Der Bilanz zufolge blieben dem Unternehmen in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres unterm Strich 29,2 Millionen Euro - das sind gut 30 Prozent Steigerung gegenüber dem gleichen Zeitraum des vorherigen Geschäftsjahres. Mit 414,4 Millionen Euro wuchs der Umsatz um 36 Prozent. Alle Segmente hätten zugelegt.
Zur Prognose hieß es, Bertrandt wolle "kurz- bis mittelfristig" weiter zulegen. An der Bertrandt AG sind - mit Stand März 2011 - neben Management und Mitarbeitern (13,88 Prozent) der Autobauer Porsche (25,01 Prozent), der Autozuliefer Boysen (14,9 Prozent) sowie die Landesbank Baden-Württemberg (5,29 Prozent) beteiligt. Der Rest der Anteile, etwa 40 Prozent, sind in Streubesitz. Der Kurs des im S-Dax notierten Unternehmens gab am Montag kräftig nach. Die Papiere verloren zeitweise vier Euro und notierten deutlich unter 40 Euro./loh/DP/wiz