27.12.2012 15:35
Bewerten
 (0)

ROUNDUP: Bundesagentur-Überschuss steigt 2012 auf 2,5 Milliarden Euro

    NÜRNBERG (dpa-AFX) - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) schließt das Jahr 2012 mit einem unerwartet hohen Überschuss von 2,5 Milliarden Euro ab. Grund für die gute Finanzlage seien überraschend hohe Beitragseinnahmen im Dezember als Folge gestiegener Weihnachtsgeldzahlungen und Jahresendprämien, berichtet eine Bundesagentur-Sprecherin am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa.

 

    Noch im Frühjahr hatte der BA-Vorstand lediglich mit einem Überschuss von 1,3 Milliarden Euro gerechnet, später die Prognose aber auf 2,1 Milliarden Euro korrigiert. Grund war der bis in den Sommer 2012 andauernde Job-Boom. Die 2,5 Milliarden Euro sollen in die Rücklage wandern, um für schwierigere Zeiten finanziell gerüstet zu sein.

 

    Ungeachtet dessen steht die Bundesagentur vor finanziell schwierigeren Zeiten. Nach Prognosen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) wird die BA im Jahr 2013 in die roten Zahlen rutschen - und zwar tiefer als bislang befürchtet. IfW-Finanzexperte Alfred Boss rechnet wegen des sich voraussichtlich eintrübenden Arbeitsmarktes mit einem Defizit von 1,65 Milliarden Euro, berichtet das "Handelsblatt" (Donnerstag) - dies wären rund 450 Millionen Euro mehr als bisher für 2013 veranschlagt.

 

    Auch in den darauffolgenden Jahren rechnet die BA kaum noch mit Überschüssen. Eine wieder rund laufende Konjunktur mit 1,4 Prozent Wirtschaftswachstum unterstellt erwartet die BA für 2014 nur noch einen Überschuss von 200 Millionen Euro, 2015 von 900 Millionen Euro. Dadurch dürfte die BA kaum noch in der Lage sein, größere Rücklagen zur Bewältigung schwerer Jobkrisen zu bilden.

 

    Als Ursache für das Defizit im Jahr 2013 hatte BA-Chef Frank-Jürgen Weise noch im November vor allem die Streichung von Bundeszuschüssen angeführt. Mit der Entscheidung der Bundesregierung, den bisher der BA zustehenden Anteil an der jüngsten Mehrwertsteuererhöhung zu streichen, fehlten im BA-Haushalt Milliarden von Euro. Dies werde auch dadurch nicht aufgewogen, dass die BA künftig vom sogenannten Eingliederungsbeitrag entlastet werden soll./kts/DP/jsl

 

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht mit kleinem Plus ins Wochenende -- Wall Street reagiert verhalten auf Amtsantritt von US-Präsident Trump -- Postbank sieht Chancen auf IPO -- Yellen: US-Geldpolitik auf Kurs -- GE im Fokus

Buffett-Investment BYD träumt vom Gigaerfolg in den USA. AIG schlägt Milliardenrisiken an Berkshire Hathaway los. Deutsche Top-Manager warnen Trump vor Strafzöllen und Abschottung. American Express verdient deutlich weniger. Chinas Wachstum fällt auf niedrigsten Stand seit 1990. Winterkorn bleibt dabei: Von Betrug bei VW nichts gewusst.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Millionen-Dollar-URLs
Jetzt durchklicken
Welche Commodities entwickelten sich 2016 am stärksten?
Jetzt durchklicken
Mit diesem Studium wird man CEO im Dow Jones
Jetzt durchklicken
Das verdienen YouTube-Stars mit Videos
Jetzt durchklicken
So reich sind die Minister aus Donald Trumps Kabinett
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG 514000
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
BASF BASF11
Bayer BAY001
Daimler AG 710000
Scout24 AG A12DM8
AMD Inc. (Advanced Micro Devices) 863186
Apple Inc. 865985
E.ON SE ENAG99
Allianz 840400
Deutsche Telekom AG 555750
Commerzbank CBK100
BMW AG 519000
Airbus SE 938914
Nestle SA A0Q4DC