ROUNDUP: Conti erwartet im zweiten Quartal operativ eine schwarze Null
FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Automobilzulieferer Continental <CON.ETR> will das zweite Quartal des laufenden Jahres mit einer schwarzen Null abschließen. "Unsere Voraussage ist, dass wir im zweiten Quartal die Firma wieder zum Break-even bringen können, was das operative Ergebnis angeht", sagte der Vorstandschef Karl-Thomas Neumann am Mittwoch am Rande einer Investorenkonferenz in Frankfurt. Im ersten Quartal hatte das Hannoveraner Unternehmen einen Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 165 Millionen Euro geschrieben.
Für die kommenden Monate rechnet Neumann mit keiner durchgreifenden Besserung: "Wir erwarten, dass das zweite Halbjahr auch weiter schwierig wird." Allerdings sehe man im Vergleich zu den ersten beiden Monaten des Jahres eine leichte Besserung. Dennoch bleibe der Markt auf einem sehr niedrigen Niveau. Offensichtlich ginge Continental derzeit durch eine sehr schwierige Phase. Um gegenzusteuern, hat der Konzern ein Kostensenkungsprogramm inklusive Arbeitsplatzabbau aufgelegt. "Die Effekte davon zeigen sich im zweiten Halbjahr und dann besonders natürlich auch 2010", versprach der Conti-Chef.
Das Conti-Papier entwickelte sich bis zum Nachmittag in einem allgemein freundlichen Markt unterdurchschnittlich und notierte mit 0,21 Prozent im Plus bei 19,50 Euro.
KONZEPT MIT SCHAEFFLER ERST ENDE JULI
Zum Fortgang der Gespräche mit dem Wälzlagerhersteller Schaeffler sagte Neumann, "wir werden erst Ende Juli Aussagen machen können, wie unsere Zusammenarbeit mit der Firma Schaeffler gehen wird und werden wie versprochen nach 100 Tagen ein Konzept vorlegen". Damit bekräftigte er den auf der Hauptversammlung Ende April vorgestellten Zeitplan.
Conti und Schaeffler prüfen derzeit eine finanziell tragfähige Zusammenführung der beiden Unternehmen. Schaeffler hält knapp die Hälfte der Conti-Aktien und hat weitere 40 Prozent bei Banken geparkt. Durch die Übernahme der weitaus größeren Conti war das fränkische Familienunternehmen in eine finanzielle Schieflage geraten. Beide Unternehmen drückt eine Schuldenlast von jeweils über zehn Milliarden Euro. Conti hatte den Zukauf der Siemens-Sparte VDO Ende 2007 fremd finanziert./dct/wiz