12.02.2013 13:11
Bewerten
(0)

ROUNDUP/DIHK-Umfrage: Firmen zuversichtlicher - Exporte ziehen an

    BERLIN (dpa-AFX) - Mehr Exporte, höhere Investitionen und keine Angst vor einem "Währungskrieg": Deutschlands Unternehmen sehen wieder zuversichtlich in die Zukunft. "2013 hat das Zeug, konjunkturell ein gutes Jahr zu werden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, in Berlin. Dort stellte der DIHK am Dienstag seine neue Konjunkturumfrage vor.

 

    Dafür wurden mehr als 28.000 Firmen aus dem Mittelstand befragt. Der Anteil der Pessimisten ging im Vergleich zum Herbst von 22 auf 18 Prozent zurück. Rund 62 Prozent der Unternehmen (Herbst: 60) erwarten, dass ihre Geschäfte in den nächsten Monaten so laufen wie bisher. An bessere Umsätze glauben 20 Prozent, im Herbst waren es 18 Prozent.

 

    Der DIHK bestätigte seine Wachstumsprognose aus dem Herbst für das laufende Jahr von 0,7 Prozent. Die Bundesregierung erwartet nur 0,4 Prozent. 2014 kann es deutlich besser werden, glaubt die Wirtschaft. Aber: "Man muss aufpassen, dass man nicht zu früh Hurra schreit!", sagte Wansleben.

 

    Viele im Winterhalbjahr 2012 auf Eis gelegte Investitionen werden jetzt nachgeholt. Das hilft dem Arbeitsmarkt. Die Beschäftigung steige weiter, im Jahresdurchschnitt um 150.000 Stellen. "Der Jobmotor läuft auch in diesem Jahr rund, aber mit niedrigerer Drehzahl", betonte DIHK-Chefvolkswirt Alexander Schumann.

 

    Als größte Gefahr für den Aufschwung bewerten die Firmen hohe Energie- und Rohstoffpreise. Bei der Reform der Ökostromförderung will die Industrie deshalb offensiv ihren Bonus verteidigen. Die Ausnahmeregelungen für Konzerne, die viel Strom verbrauchen, seien ein wichtiger Standortfaktor im Wettbewerb mit den USA. Einzelne Vorschläge von Umweltminister Peter Altmaier (CDU) seien richtig, könnten aber um eine moderate Senkung oder Abschaffung der Stromsteuer ergänzt werden, erklärte Wansleben.

 

    Bei den Exporteuren wächst die Zuversicht, weil die Konjunktur in den Euro-Krisenländern leicht anzieht. So setzen inzwischen 30 Prozent der Industriebetriebe mit starkem Auslandsgeschäft auf bessere Geschäfte, im Herbst waren es 27 Prozent.

 

    Weil knapp 40 Prozent der Ausfuhren in die Euro-Länder gehen, sehen die Unternehmen die Vorboten eines mögliches "Währungskrieges" zwischen den Industrienationen gelassen. "Eine direkte Gefahr für deutsche Exporte sehen wir momentan nicht", sagte Chefvolkswirt Schumann. Ein starker Euro entlaste die Betriebe beim Einkauf von Rohstoffen und Teilen aus dem Ausland.

 

    Milliardenhilfen für Zypern darf es aus Sicht der Wirtschaft nur geben, wenn das kleine Euro-Land konsequent gegen Geldwäsche und Mafia-Netzwerke vorgeht. Man müsse aber wohl helfen, weil ein "zerfleddertes Europa" gefährlich sei. Die Entscheidung über die Zypern-Hilfe wird im März erwartet.

 

    Bei den Banken warnte der DIHK davor, den Geldhäusern durch zu strikte europäische Regeln die Luft zur Kreditvergabe an die Wirtschaft abzuschnüren. "Die ganze Regulierung zielt darauf ab, dass Geldverleihen teurer wird", sagte Wansleben./tb/DP/hbr

 

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt mit kleinem Verlust -- BVB-Aktie auf 16-Jahreshoch -- Vorerst keine Zerschlagung von Air Berlin -- Salesforce, Tesla, Bayer, RWE, E.ON, Uniper, innogy, K+S im Fokus

Ströer-Aktie im Minus: Umsatzwarnung von WPP belastet. Eurokurs steigt über 1,18 US-Dollar. Siemens dementiert Aus für Gasturbinenwerk Berlin. Spotify-Börsengang: US-Börsenaufsicht prüft ungewöhnlichen Antrag des Börsenkandidaten. Bundesbank holt Goldbestände früher als geplant nach Frankfurt.

Top-Rankings

Das sind die bestbezahlten Schauspieler 2017
Wer verdiente am meisten?
KW 33: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 33: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot (Juni 2017)
Die Top-Positionen von Warren Buffett
Bizarre Steuereinnahmen
Das sind die bizarrsten Steuereinnahmen der Welt
Sorglos die Koffer packen
In diesen europäischen Ländern kommt man voll auf seine Kosten
Die ärmsten Länder der EU
Hier ist das BIP schlechter als im Durchschnitt
Vor diesen Berufen macht die Digitalisierung keinen Halt
Diese Jobs sind besonders stark bedroht
mehr Top Rankings

Umfrage

Donald Trump steht zunehmend in der Kritik. Was glauben Sie, wie lange wird er US-Präsident sein?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Sonstiges
18:45 Uhr
Was passiert, wenn...
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
K+S AGKSAG88
E.ON SEENAG99
TeslaA1CX3T
EVOTEC AG566480
BMW AG519000
AlibabaA117ME
Amazon906866
Allianz840400
BASFBASF11
Nordex AGA0D655